Donnerstag. Mittagszeit. Wo war ich? Natürlich im Golden. Wenn die nicht gerade umbauen würden … Ab dem 22. Juli haben sie aber wieder offen. Donnerstag? Genau! Da gibt es ja jetzt den Abendmarkt – hier. Und dort war ich heute eh, weil es galt ein Foto zu machen – als Einstimmung für die Festivität zum 10-jährigen von Slow Food Ingolstadt am 14. Juli ab 18:00 Uhr im Schutterhof – Gäste sind herzlich willkommen! Auf Burger konditioniert probierte ich sogleich die „Zupfte Sau“ (Pulled Pork) derer von Harpfenburg (Philip und Maximilian Schneider). Sie sind erfreulicherweise zukünftig beim Abendmarkt dabei. Ich probierte sie auch deshalb, weil mir die beiden nunmehr schon sehr häufig positiv mit ihren Produkten (und ihrem Bekenntnis zu Regionalität und Saisonalität) aufgefallen sind. Dieses Bild hing heute etwas schief.Weiter Lesen

Am vergangenen Donnerstag (06.07.17) fand der erste Ingolstädter Abendmarkt in der Ludwigstraße (beginnend am Schliffelmarkt) statt. Es ist ihm eine erfolgreiche Zukunft zu wünschen – denn er bereichert die Altstadt mit einem qualitativ beachtlichen Angebot. Nachdem wir LEIDER keine feste, dauerhafte Markthalle haben, kommt die Schanz mit dem neuen Format wenigstens an 50% der Werktage (mit dem Wochenmarkt am Mittwoch und Samstag) in den Genuss frischer, regionaler Lebensmittel direkt vom Erzeuger. Mein persönliches Highlight: Das Schinken-Ambiente ist (endlich) in der Stadt! Köstliche, handgemachte Spezialitäten aus gutem Ursprung von Slow Food Unterstützer und Freund Wolfgang Speth: Und so liebe Ingolstädter, kann man zur Premiere auf Sendung gehen! Am Stand gibt es gleich auch das wunderbare Kürbiskernöl der Familie Hiermeier aus dem Altmühltal: Frisches Obst und Gemüse bieten der Biohof Hundszell und derWeiter Lesen

Ich behaupte, die Mehrzahl der Wirte schieben mit dem Wägelchen durch die unendlichen Hochregalreihen der Großhändler, oder lassen sich gleich von diesen beliefern. Wer so die Speisekarte befüllt, kennt die Bauern oder handwerklichen Veredler seiner Lebensmittel natürlich nicht. Wobei – so viele Hände gäbe es da auch gar nicht mehr zu schütteln. Befüllt doch vornehmlich die Lebensmittelindustrie solcherlei Orte. Auf der anderen Seite gibt es Wirte – sie gilt es zu besuchen – die mit Wertgefühl ihre feinen Lieferanten in der Speisekarte benennen. Und auch andersherum schwingt Stolz mit, wenn man gerade dort steht. So entstand einmal die geschätzte Auszeichnung „Haus- und Hoflieferant“. Und es gibt Wirte, die bringen nicht nur bestimmte Lebensmittel ins Haus, sondern auch gleich deren Schöpfer! Stefan Spitzer vom Gasthaus Spitzer (gelistet im Slow Food Genussführer)Weiter Lesen

Gibt es einen Lieblingsmonat? Ich mag mich nicht entscheiden. Jede Jahreszeit – und gerade auch deren Übergänge – haben ihre ganz eigenen Verlockungen. Wie so oft macht es die Vielfalt! Müsste ich mich aber auf einen Monat festlegen – es wäre der Mai. Es existiert eine Vielzahl von Ritualen ihn zu beginnen. Ein wirklich gut gemeinter Vorschlag folgt zugleich. Wenn auch erst wieder für 2018: Frischer Maibock aus dem Hause Riedenburger, zusammen mit einem köstlichen Weideochsen aus dem Klostergut Plankstetten. Der 2017er Bock geht runter wie Öl. Und der gestrige Ochs am Spieß (aus dieser Herde) war der Beste, den ich bis heute genießen durfte. Wie formuliert es Manufactum so treffend? „Es gibt sie noch, die guten Dinge“. Sowohl die Brauerei Riedenburger, als auch die klösterlichen Betriebe Plankstetten sind ökologischWeiter Lesen

Letzten Freitag durchkreuzte ein Blick in den Wetterbericht endgültig meine Hoffnung auf ein baldiges Schwelgen im Spargelüberfluss. Ein Anruf bei Familie Rehm, den Spargelbauern meines Vertrauens im Schrobenhausener Land, bestätigte die wetterbedingt brenzlige Angebotssituation. Sie trifft zuallererst jene Landwirte, die auf plastiküberzogene Felder verzichten. „Ein kleiner Rest wäre als Extrawurst noch zu haben“, so Christine Rehm. Sie wollte ihn für mich vom eh schon viel zu geringen Wochenmarktkontingent abzwacken. Ein Angebot, das ich natürlich nicht abschlagen konnte. Den ganzen Tag in der Kanzlei sitzend, beschloss ich aus einem kleinen Anflug von Übermut noch am Spätnachmittag mit dem Fahrrad zu fahren. Es war herrlich klar, aber windig und saukalt … Die Partie über die Felder wurde jedoch belohnt. Die Begegnung mit Meister Adebar ist für mich noch immer etwas Besonderes: AngekommenWeiter Lesen

Wer sein Brot aus dem Verkaufsschlitz eines Discounter-„Back“automaten bezieht, lebt vom Bäcker-Handwerk (leider) sehr, sehr weit entfernt. Seine Distanz zum Müller-Handwerk ist unermesslich… Woher kommt das Essen? Wer hat es bei seiner Reise auf unsere Teller wie begleitet? – das will der Slow Foodler wissen. Dem spürt er mit Neugier und vor allem Lust nach – will er doch mit Freude den Reichtum der Schöpfung bewahren. Auf dem Weg zur Brotwerdung – als Bindeglied zwischen Bauer und Bäcker – kommt der Müller ins Spiel. Was ist der mit Abstand häufigste Familienname in Deutschland? Genau. Allein daran mag man seine Bedeutung ermessen. 2012 besuchte Slow Food Ingolstadt die Lehenmühle in Niederlauterbach – Bericht dazu lesen! Und selbstverständlich saß deshalb letztes Jahr bei unserer Veranstaltung Reines Brot auch ein Müller mit amWeiter Lesen

Entschuldigung. Sechs Holzofenbrote hatte ich aufgelistet. Ich habe tatsächlich eines vergessen! Und wahrlich nicht das Schlechteste … Dafür bekommt es jetzt eine Extrawurst. Es ist das Bauernbrot vom Biohof Mayer – ein Leuchtturm des Guten, Sauberen und Fairen (die Mayers sind Mitglied bei Slow Food). Die Rezeptur ist von der Senior-Chefin. Sie buk es im Steinbackofen. Heute kommt es aus dem Holzofen vom Arche-Biohof Muskat in Ellingen. Das Getreide stammt von den Feldern der Mayers. Und vermahlen tun sie es auch gleich. Das Brot ist aus 85% Roggenvollkornmehl und 15% Dinkelvollkornmehl, Natursauerteig, gemahlenen Gewürze, Steinsalz und a bisserl Hefe. Zu erstehen ist es jeden Samstag auf dem Ingolstädter Wochenmarkt. Auf den folgenden Bildern Nr. 5 und Nr. 6 findet sich einer der drei besten Rezeptvorschläge die ich kenne:

Ist Holzofenbrot das bessere Brot? Eigentlich nein. Der Begriff steht ja zunächst (nur) für den Backvorgang. Die Leitsätze des Deutschen Lebensmittelbuchs für Brot und Kleingebäck definieren diesen in Ziffer II Nr. 19 so: „Holzofenbrot wird freigeschoben oder angeschoben und in direkt befeuerten Öfen hergestellt, deren Backräume aus steinernem oder steinartigem Material bestehen. Das Heizmaterial befindet sich dabei im Backraum. Es wird nur naturbelassenes Holz als Heizmaterial verwendet.“ Und dann irgendwie doch. Wenigstens ein bisserl. Diese Art des Backens macht nämlich richtig Mühe, braucht Erfahrung. Und kostet Zeit. Das Holz muss her. Der Ofen muss damit angeheizt (+/- 350 Grad C) werden. Ist nach mehreren Stunden das Feuer heruntergebrannt, muss die Asche und Restglut aus dem Ofen geräumt werden. In den nächsten Stunden verteilt sich die Hitze gleichmäßig über die WändeWeiter Lesen

Schöner monatlicher Stammtisch von Slow Food Ingolstadt. Wir sind dafür mal hier, mal dort zu Besuch. Gestern Abend im köstlichen Gasthaus Stark in Wolkertshofen (gelistet im Slow Food Genussführer). Diesmal mit dabei: Sylvia und Markus Hiermeier aus Wellheim: Eine Volltrefferentdeckung! Was ich bisher nur in der Steiermark fand (hier), wächst seit letztem Jahr auch bei uns im Altmühltal: Der schalenlose Ölkürbis! Die Hiermeiers sind schuld. Seht selbst: Wenn man sich vor Augen führt, dass das ihre erste Ernte ist, die wir verkosten durften – das Öl mundet bereits ausgezeichnet! – wo soll denn das hinführen mit einigen Jahren Erfahrung?! Peak Oil im Altmühltal ist weit, weit weg … Nicht zu verachten sind auch die ganzen Kerne. Es gibt sie in Natur und veredelt (mit Zimt, Chili-Kakao, Kaffee, Sesam sowie geröstetWeiter Lesen

Anlässlich der letztjährigen Feierlichkeiten zum 500. Geburtstag des Reinheitsgebots, bespielte Slow Food Ingolstadt an drei Abenden das Museum für Konkrete Kunst und transformierte es dabei zunächst in einen Stammtisch – Reines Bier – und dann in eine Bäckerei – Reines Brot. Zuletzt ging es um die (reine) Wurst. Von diesem kultivierten Abend ist noch zu berichten: Am Tisch – die Gäste bewährt drumherum – nahmen dafür Platz: Landwirt Michael Weichselbaumer (hält Schweine), Ulla Eller (hält Murnau-Werdenfelser Rinder), die Metzgermeister Joseph Huber und Wolfgang Speth, sowie Gunter Wagner (als Moderator/Slow Food Ingolstadt) und meine Person. „Je weniger die Leute wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie!“ Das Zitat wird Otto von Bismarck zugeschrieben. Was die Gesetze angeht, stimme ich durchaus zu. Bei den Würsten muss ich hingegenWeiter Lesen

Ich will – längst überfällig – meine Serie über Weiderinder in unserer Region fortsetzen. Und ich verspreche, dass es zur nächsten Herde nicht mehr so lange dauern wird. Der erste Teil beschäftigte sich mit Limousin in Linden. Diesmal bleibe ich ganz in der Nähe der Stadt Ingolstadt. Richtung Auwald zur Donau auf den Fluren nördlich von Hagau. Überhaupt Hagau – viele schöne Kindheitserinnerungen gehen mir durchs Bild … Eine traumhaft schöne Landschaft, die hoffentlich niemals(!!!) Bühne für aberwitzige(!!!) Donaubrücken- oder Donautunnelprojekte wird. Die Gegend ist mitunter fest in Händen von Reitern. Es gibt nicht wenige Reitställe hier. Es ist Anfang Dezember. Spätherbstsonne. Atemwolken in klarer, kalter Luft. Und dann, mittendrin ist die Augenweide perfekt: Majestätisch, würdevoll, fast schon mystisch: Schottische Hochlandrinder! Den Highland Cattle sehr ähnlich sind die ebenfalls ausWeiter Lesen

Ein weiteres Paradebeispiel für die leichtfertige Unkenntnis der eigenen Region. Heute: Lachs. Meisterhaft veredelt in ……… Pfaffenhofen! Anfang Oktober – noch rechtzeitig vor der weihnachtlichen Hochsaison – durfte Slow Food Ingolstadt dieses Handwerk in Augenschein nehmen. Lieben Dank an Renate G. für die Entdeckung, die Idee dazu. Die Rede ist vom Lachshaus Riga. Der kleine Familienbetrieb wird seit 2003 von der Familie Traina – das sind Paula und Giorgio, sowie deren Tochter Fiorentina – fortgeführt. Die Wurzeln der feinen Manufaktur liegen im lettischen Baltikum. Die seit über 150 Jahren unverändert praktizierten Rezepturen stammen noch aus der Zarenzeit – man gehörte zu dessen Hoflieferanten … Unsere Gastgeber gaben uns in Worten und Taten einen vollständigen Überblick über ihr schönes Handwerk, das sie wahrlich verlässlich beherrschen: Die Lachse stammen ausschließlich aus AquakulturenWeiter Lesen

Die Freunde von Slow Food Augsburg haben sich – einer gewissen Folgerichtigkeit gehorchend – letztes Jahr verstärkt dem Erhalt des Augsburger Huhns angenommen. Siehe hier und dort. Die bildschöne Rasse ist auch an Bord der Arche des Geschmacks, einem weltweiten Projekt der Slow Food Stiftung für Biodiversität. Das Engagement der schwäbischen Nachbarn setzt sich erfreulicherweise dieses Jahr fort. Geht es ums Huhn, lasse ich mich nicht zweimal bitten. Zumal einem die gebratenen Tauben mit solchen Angeboten ja fast in den Mund fliegen. Am vergangenen Wochenende ging es also nach Augsburg auf den „Holler-Hof“ der Familie Zimmermann (Wellenburger Straße 102, 86199 Augsburg, Tel. 0821-9981904): Auf den Weiden rund um das Gut tummeln sich Gänse und Angusrinder (Mutterkuhhaltung): Die Hühner sind Chefinsache von Susanne Zimmermann. Bei der gemeinsamen Begehung im sehr großzügigenWeiter Lesen

Die Getreideernte ist gerade in vollem Gang. Dieser Weizen wächst südlich von Gaimersheim: Im Feld steht eine Mitteilung, die denjenigen erfreut, der wissen will woher sein Essen kommt. Schön ist das, solche Näheverhältnisse  – noch oder wieder? – beobachten zu können. Mein Kompliment! Regionalität ist aber kein Wert an sich. Sie ist vielmehr eine Einladung um über ihre Erzeugnisse ins Gespräch zu kommen („Shake the hand that feeds you“). Die Website der Gaimersheimer Bäckerei Josef Knabl macht zusätzlich Lust dafür. Hier finden sich nämlich viele zukunftsweisende Geisteshaltungen. Dazu kommt noch, dass mir alle bisher probierten Gewerke der Knabls tadellos mundeten! Für den Moment habe ich vier Fragen. Anknüpfend an das Getreide: Wer mahlt dieses? Wie hoch ist der Anteil des eigenen Korns am gesamt verarbeiteten Getreide? Und – woher kommenWeiter Lesen

Was ist die Steigerung von „Farm to table“? Ganz einfach: „Farm to mouth“! Gerade die Erdbeerzeit (nicht verarschen lassen!) ist dafür immer sehr vorteilhaft. Kommen die köstlichen Beeren dann noch ohne chemisch-synthetischen Herbizide, Pestizide und Kunstdünger daher, sind die – vor allem kleinen – Mundräuber auf der richtigen Seite. Und selbstverständlich gehört der lustvolle Raub beim Selbstpflücken dazu. Einen zuverlässiger Platz für diesen Genuss bieten die Felder des Biohofs Hundszell. Das sind jene, die auch in Abwesenheit glänzen können … Letzte Woche haben wir uns zwischen Ingolstadt und Gerolfing noch einmal eingedeckt (selbst gepflückt: 3,80 EUR/kg). Die Saison ist hier aber leider – 2016 war wetterbedingt ein schwieriges Jahr – bereits zu Ende.

Jeder kennt im Ingolstädter Westen die Antoniusschwaige. Und seit Anton Wittmann dort den Stab führt – bereits im zweiten Jahr – gehe ich wieder gerne dorthin! Gleich neben (südlich) der Schwaige liegt der landwirtschaftliche Hof der Familie Höcker: Und wiederum jeder der sich die Örtlichkeit kurz vergegenwärtigt – da bin ich mir sicher – hat sich schon einmal an dem Hühneridyll auf der anderen Straßenseite erfreut. Die Aufnahme stammt vom Mai 2015: Seit 25 Jahren verkaufen Christine und Willi Höcker die Eier ihrer glücklichen Hühner ab Hof. Die Nachfrage übersteigt regelmäßig das Angebot. Jetzt haben sie (deshalb) zwei neue Hühnerställe – diesmal auf der Hofseite – gebaut. Beide sind für jeweils 1.500 Tiere vorgesehen und seit Mai fertig. Wichtig war ihnen dabei ihrer bisherigen Bewirtschaftung treu zu bleiben: Freilandhaltung mitWeiter Lesen

Gott sei Dank haben wir in Ingolstadt keinen Mangel an guten Bäckern. Gleichzeitig herrscht aber auch kein Überangebot in dieser Gewichtsklasse … Deshalb ein Fingerzeig auf eine gute Gelegenheit: Im kleinen Vogelthal (Ortsteil der Stadt Dietfurt) handwerkt(!) die Familie Huber – Vogelthaler Holzofenbrot – mit guten Rohstoffen aus der Region und ausreichend(!) Zeit. Ein Verkaufswagen der Bäckerei kommt wöchentlich auch nach Ingolstadt: Ich bevorzuge die Haltestelle am Samhoferweg 38, beim Getränkemarkt Fleischmann. Letzterer hat, nebenbei bemerkt, auch eine kleine Auswahl an Craft-Bieren  – u. a. von Riedenburger, Riegele und das gesamte Sortiment von Hoppebräu). Genial sind die Miniaturausgaben der Holzofenbrote, die „Breidl“. Es ist mir noch nie gelungen, eine mit Apfel gefüllte Rohrnudel zu bekommen. Ich schließe daraus, dass sie recht gut schmeckt. Ich versuche es weiter. Mehl (aus DinkelWeiter Lesen

Ich will es gleich zugeben: Ich bin hochbefangen! Ich wertschätze Klöster im Allgemeinen. Im Besonderen das in Plankstetten. Warum dem ganz persönlich so ist, habe ich hier beschrieben. Und wenn es überhaupt etwas zu beklagen gibt, dann nur indirekt. Es betrifft den Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke. Er war von 1993 bis 2006 Abt in Plankstetten. In seinem neuen Amt ist er mir (viel) zu leise. Seit heute gibt es – zu meiner großen Freude – ein leibhaftiges Stück echte klösterliche Mission in Ingolstadt. Sie wird der Stadt gut tun! Jeden Mittwoch von 8:00 bis 12:30 Uhr kommt deren Marktwagen auf den Ingolstädter Wochenmarkt. Randvoll mit Köstlichkeiten aus der Bäckerei, Gärtnerei und Metzgerei des Klosters. Das, en passant erwähnt, Unterstützer von Slow Food Deutschland ist! Selbstverständlich habe ich mir dieWeiter Lesen

Zurück aus dem wohlverdienten(!) Urlaub. Eine Woche Südtirol. Einfach richtig gut. Unzählbare Wohltaten und Eindrücke für Kopf, Herz und Bauch. Immerhin > 1.600 Fotos im Dateiordner. Ob und wann ich die werde im Blog umsetzen können? Wenn sich dafür Zeit und Lust finden … Zur schonenden Alltagsklimatisierung ging es gestern gleich zu unseren Spargelbauern – Familie Rehm. Vor dem Urlaub fand sich dafür tatsächlich keine Muße (aber auch keine Alternative!). Und noch eine wunderbare Nachricht für die Zukunft! Siehe diese Anzeige in der aktuellen Wochenendausgabe des Donaukuriers:

Anspiel der Biergartensaison 2016. Gleich zum Vatertag. Mit der Familie! Im Schutterhof. Frühling in der Luft. Und Allerlei der Jugendblasmusik Zuchering. Im Krug der Nordbräu 1516 Jubiläums-Sud. Es folgt ein wunderbares „Farm to table“ sowie „Shake the hand that feeds you“ Erlebnis: Im Mittelpunkt ein Angusochse. Aus Weidehaltung vor den Toren der Stadt. Biozertifiziert nach Naturland (Biohof Wagner). Er findet über die Metzgerei Joseph Huber seinen Weg auf den Holzkohle(!)grill der Familie Mödl. Und dann auf unseren Tisch. Mit viel besseren Knödeln als letztes Jahr. Mit am Tisch sitzen: Karola und Manfred Wagner, sowie Claudia und Joseph Huber. Doch, das geht!

Anfang Februar in Nürnberg, nach der heurigen Biofach, lernte ich Martin Seefried auf einer Party (Danke Florian Bailey!) kennen. Der ausgebildete Koch und Metzgermeister betreibt in Abenberg (mittelfränkischer Landkreis Roth) seine Naturmetzgerei. Hier verarbeitet und veredelt er handwerklich ausschließlich Fleisch von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. Unter der gewichtigen(!) Losung „Wissen wo’s herkommt“ organisierte Seefried für Ende April einen „Bauernbesuch“ bei seinen Lieferanten. Einen ganzen Tag dem guten, sauberen und fairen Essen nachspüren … In angenehmer Gemeinschaft … Mit einem umtriebigen Gastgeber … Und überhaupt wollte ich schon lange Rudolf Bühler, dem Gründer der Erzeugergemeinschaft, einen Besuch abstatten: Aus dem Stegreif ließ ich mich auf die Gästeliste setzen! Letzter Samstag – 9:00 Uhr – Treffpunkt bei den Seefrieds. Mit dabei Moritz, der(!) Ingolstädter Metzger Joseph Huber und dessen Tochter Pia. FürWeiter Lesen

Foto-Überbleibsel aus Arbeitsgruppen von Slow Food Ingolstadt. Beim letzten Termin der Produzentenführer-Gruppe, die zukünftig wohl am Slow Food „Einkaufsführer“ arbeiten wird, ging es um Kartoffeln der Bauern Alexander Fuchs (Bioland) aus Schrobenhausen, Michael Stöckl (Naturland) aus Ehekirchen, Josef Glöckl aus Karlshuld und Franz Josef Mayer (Bioland) aus Preith: Weingruppe. Thema: Lieblingsweine weiß, einige Wochen später rot: Regionaltisch Eichstätt mit Gast Michael Gutmann – mit eigenem Hochzeits-Bier (dunkler Doppelbock) im Gepäck – im Wirtshaus Zum Gutmann. Auf der Tageskarte ein köstlicher Eintopf vom Altmühltaler Lamm. Information am Rande: Demnächst wird es in Ingolstadt einen basic Bio-Supermarkt geben (am Audi-Kreisel)!

Beim letztjährigen Pressegespräch zu den Bier-Genuss-Tagen hatte Veranstalter Alexander Herzog Brezen dabei. Ein bisserl kleiner als normal, aber spektakulär gut! Ich achte auf solche Dinge … Gleich aber auch die schlechte Nachricht: Gebacken werden sie leider weit weg von Ingolstadt, im Landkreis Freising, in Attenkirchen … Vor einigen Wochen habe ich Herzog dort besucht – in der nächsten Ausgabe seines Hallertau Magazins wird es einen Bericht über Slow Food geben 🙂 … Nachtrag – hier. Dabei hat er verkündet: 2016 folgt die zweite Auflage der Bier-Genuss-Tage in der Exerzierhalle. Freu! Und vom 03. bis 05. Juni das 4. Hallertauer Bierfestival. In Attenkirchen. Genau hier habe ich dann endlich Bäcker Uli Schindele (Hopfenstraße 1, 85395 Attenkirchen, Tel. 08168/216) besucht: Im ersten Lehrjahr mit dabei: Aghahowa Akunedo aus Nigeria und Luzia Wendl:Weiter Lesen

Es sind diese scheinbaren Kleinigkeiten, für die leider viel zu wenig Menschen einen Blick haben, die aber so wichtig sind und die den Unterschied machen. Sie zu verkünden ist eine stete Herzensangelegenheit von extra prima good. Unter uns – irgendjemand muss es machen! Gestern Abend war im diagonal Stammtisch von Slow Food Ingolstadt. Die beiden Wirte Norbertus von Jordans und Reinhard Maier nahmen dies zum Anlass, endlich eine empfindliche Lücke in ihrer Speisekarte zu schließen. In meinem Lobgesang auf ihre Currywürste hatte ich sie klar ausgemacht: „Das Schnitzel kommt, schön wellig in Butterschmalz gebraten, aus der Pfanne. Auch seine Herkunft soll in Zukunft – das wurde mir versprochen 🙂 – erwähnenswert sein. Ich bestehe darauf! Speisekarten sind dem Mannschaftssport zuzurechnen. Da ist Geschlossenheit gefragt.“ Das Versprechen ist erfüllt – Danke!!!Weiter Lesen

Mein Lieblingsessen mit Fleisch? Huhn. In allen seinen köstlichen Varianten. Mit Curry, mit Paprika, mit Waschmaschinenmotor gegrillt. Auf Volksfesten gilt das Hendl als Klassiker. Leider kommen diese mit Antibiotika satt gefütterten Tiere für gewöhnlich aus Massenqualhaltung (die Agrar-Industrie-Lobby bemüht dafür den Begriff „moderne Tierhaltung“). Sie zu essen heißt seinen (beachtlichen!) Teil zur Aufrechterhaltung dieses abartigen Systems beizutragen. Erfreulicherweise haben wir aber die Wahl. Die Artikelüberschrift von Wilhelm Busch gilt. Auf dem Münchener Oktoberfest, sogar auf dem Ingolstädter Volksfest. Wenn es auch Rückschläge gibt. Können kommt vom Wollen… Slow Food Magazin Ausgabe April/Mai 2015: Es war mir eine echte Freude dieser Tage Roswitha Hüttinger (Jura-Geflügel in Walting/Rapperszell) ein Exemplar davon in die Hand zu drücken: Sie hat Haltung und ermöglicht eine gute solche. Auf ihrem Hof tummeln sich im Freiland –Weiter Lesen

Die Leidenschaft für Lebensmittel – die im Sinne von Slow Food gut, sauber und fair sind – hat es zwischenzeitlich bewirkt, dass ich einen guten Überblick darüber habe was, wo, wann, von wem und wie in unserer Region gesät, gepflanzt, aufgezogen, gehegt, gepflegt, gereift, geerntet, geschlachtet, erlegt, gefischt, verwurstet, gekeltert, gebraut, verarbeitet, veredelt, gelagert, verkauft, zubereitet, gekocht, gebacken oder serviert wird. Und gerne nenne ich dann hier Ross und Reiter. Heute kommt Matthias Köstler dazu! Auf meinem Schreibtisch in der Kanzlei steht eine Postkarte mit der Aufschrift: „Das Beste im Leben ist sowieso, sich ständig selbst zu überraschen“. So hätte ich niemals gedacht, dass es gleichsam vor der Haustür noch eine Brauerei gibt, die ich nicht kenne: Kommt man vom Haus im Moos nach Karlshuld, geht es zuerst durch dessenWeiter Lesen

Tomaten – Selbstverständlichkeiten in unseren Küchen und auf unseren Tellern. Willkommen und köstlich. Ausländer – die einmal auf Schiffen zu uns nach Europa kamen … 😉 Treffender finde ich bei meiner ihnen gegenüber gepflegten Wertschätzung (siehe exemplarisch hier, da und dort) übrigens die Bezeichnungen Paradeiser oder Goldäpfel (pomodoro). Gute Saisonkalender (ein Beispiel) rufen für sie die Monate Juli bis Oktober auf. Daran sollte man von November bis Juni denken! Mitte August habt Ihr also noch nichts versäumt. Im Gegenteil. Wer sie isst, weil sie einem schmecken :-), freut sich jetzt auf die sogenannten alten Sorten. Jörg Christmann, der auf dem Preither Biohof Mayer (Bioland) den Gemüseanbau kuliviert, hat gerade die Geschmacksbomben Adlerschnabel, Orange Russian, Purple Calabash, Ananas Noir, Feuerwerk, Banana Legs, Black Ethiopian, Black Plum und Ochsenherz im Angebot: WirWeiter Lesen

Die sehr großzügige, alle 14 Tage erscheinende Donaukurierserie ‚“Hier! – Geschichten über Menschen aus unserer Region“, lese ich recht gerne. Auch im Blog ist sie deshalb schon aufgetaucht. Folge 16/2015 vom letzten Freitag hat mich besonders erfreut. In ihr wird nämlich meine Spargelbäuerin – Christine Rehm – porträtiert: Schon oft habe ich darüber nachgegrübelt, ob wir im Gebiet von Slow Food Ingolstadt einen Passagier für die Arche des Geschmacks haben. Mir fällt dazu (leider) nicht wirklich was ein. Wer eine Idee hat meldet sich bitte unbedingt. Bitte! Bis mich ein Freund – Danke Holger – auf den Spargel brachte. Da könnte was dabei sein! Das zeigt schon der Umstand, dass wir dieses edle Gemüse nur mehr nach der Gattung benennen – Spargel. Das heutige Feld gehört faktisch ausschließlich den aufWeiter Lesen

Es gilt einen wichtigen Nachtrag zu machen. Die Geschichte ist bereits gute drei Wochen her. Weit und breit gab es keine Ankündigung der Festivität – zumindest auf Ingolstädter Fluren. Die Info gab mir ein treuer Freund – Danke Matthias! Dieses Faltblatt: Ich war dort. Gott sei Dank! Ein großartiges Beisammensein. Ohne Presse-Widerhall … gut, dass es extra prima good gibt! Gegenwärtig also (noch) der klassische Geheimtipp – ich gehe nämlich sicher von einer 2. Auflage im nächsten Jahr aus. Und dann wird in der Nähe übernachtet! Diese drei – von links Alois Petz sowie Sabine und Josef Rabl (sie bewirtschaften den Lengerhof) – hatten die Idee dazu und realisierten diese aufs Vortrefflichste: Ein frisches Bier in der Hand fiel mein Blick auf diese Botschaft, die sich ausgelegt auf jedem TischWeiter Lesen

Wirte und Produzenten zu finden, die im Sinne von Slow Food gut, sauber und fair arbeiten, ist die Aufgabenstellung des Produzenten– und Genussführers. Letzterer ist schon weit gediehen (Buch, 2. Ausgabe!), Ersterer (Mammutaufgabe!) steckt noch in den Kinderschuhen. An beiden Projekten arbeitet Slow Food Ingolstadt leidenschaftlich mit. Will man vor seiner Haustüre kehren, sollte man wissen, wo diese ist. Selbstbewusstsein ist gefragt: Für welche Region ist Slow Food Ingolstadt ganz konkret verantwortlich? In sehr freundschaftlicher Abstimmung mit unseren Nachbarconvivien (das sind im Uhrzeigersinn: Nürnberg, Niederbayern, München, Augsburg und Altmühlfranken) wurde die Frage beantwortet. Im Ergebnis bestätigten sich territorial zunächst 95% der seit Jahren gelebten Gefühlslage. Und en passant kam heraus, dass es nach Osten hin keine gemeinsame Grenze mit Slow Food Regensburg-Oberpfalz gibt … schade eigentlich. Zu Slow Food Ingolstadt gehörenWeiter Lesen

Toskana an der Schutter – Klappe die Zweite! Nach der Premiere im letzten Jahr (meine Notizen dazu) hatten Ingrid und Andreas Ridder – Naturmöbel-Einrichtungshaus Ridder² – erneut die Fattoria La Vialla zu Gast. Herrliches Ambiente (ein Teil des Einrichtungshauses ist im ehemaligen Gewächshaus der Gärtnerei Stern untergebracht; direkt dahinter fließt die Schutter vorbei), herzliche Gastfreundschaft, gute Leute (kein VIP-Kasperltheater) sowie kulinarische Köstlichkeiten (die Fattoria ist Slow Food Mitglied in Italien und wird seit 1978 biodynamisch (Demeter) bewirtschaftet) – doch, ich habe schon schlechtere Tage erlebt … Gleich zwei neue Entdeckungen waren für mich dabei. Der ungefilterte „Barriccato Bianco“ 2013 (70% Chardonnay, 30% Malvasia). Verträgt (verlangt gar) einen eiskalten Auftritt – Sommerköstlichkeit: Und für das süße Leben: „Stracci“. Ein feines Gebäck aus Vollkornmehl, Rohrzucker, Weizenmehl, Rotwein, Olivenöl Extravergine von La ViallaWeiter Lesen

„In ganz Deutschland wollen wir die Menschen dazu anregen, selbst zu kochen und sich mit ihrem Essen bewusst auseinanderzusetzen“. So lautete das wichtige Motto zum ZEIT Kochtag am 17. April 2015. Beim gemeinsamen Kochen und Essen immer gerne dabei: Slow Food Deutschland. Gastgeber einer der erfreulich vielen Veranstaltungen dazu war am vergangenen Freitag die Schäferei Eichhorn in Schernfeld: „Tiere essen – aber richtig. Schutz durch Nutzung“ so der Titel des zweiten Slow Food Kuttelgeprächs (was ist denn das?). Dabei: Schäfer Alfred Eichhorn, Günther Czerkus (Vorsitzender des Bundesverbands Berufsschäfer), Michael Jobst (Küchenchef Antonius-Schwaige Ingolstadt), Ursula Hudson (Vorsitzende von Slow Food Deutschland) und Rupert Ebner (Mitglied im Vorstand von Slow Food Deutschland). Ich durfte die Geschichte moderieren. Der Donaukurier berichtete. Nach viel interessanter Theorie folgte die schmackhafte Praxis: Ganzes Lamm vom GrillWeiter Lesen

Es klingelte an Tür. Ich öffnete. Die Sackkarre des Postboten war ob der Kisten darauf nicht mehr zu sehen … Der Zusteller grinste mich an und brachte es sehr schön auf den Punkt: „Dir schmeckts scho aa?!“ Frohe Kunde: So wie es aussieht, werden wir wohl auch diesen Sommer die Fattoria in Ingolstadt zu Gast haben (Bericht 2014)!

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Pfaffenhofen a.d.Ilm hat kürzlich ein Heft mit der Listung der Direktvermarkter für die Landkreise Pfaffenhofen und Neuburg-Schrobenhausen veröffentlicht: Es findet sich auch eine Online-Ausgabe. Ich schätze bekanntlich solche Empfehlungsschriften – hier für Ingolstadt und den Landkreis Eichstätt. Und natürlich die Kultstätten der Direktvermarkter – die Wochenmärkte unserer Region. (16) – Fingerzeig – (18)

Freitag letzte Woche. Nach langer Vorarbeit – vielversprechender Beginn der Produzentenführer-Gruppe von Slow Food Ingolstadt. Der Genussführer ist ordentlich auf Kurs. Jetzt gilt es in unserer Region die gut, sauber und fair arbeitenden Erzeuger zu finden. Sehr viel Arbeit wartet da. Der Anfang ist jedenfalls gemacht. Mit den Bäckern. Offiziell ist noch nichts. Herrliche Kaisersemmeln, Quark- und Apfeltaschen, wunderbare Nussschnecken. Westlich von Eichstätt: Danach tafeln in die Eichstätter Altstadt. Dort gibt es seit September am Domplatz 1 das maletter. Fein. Klein. Bayerisch. Ich zitiere deren Website: „maletter bedeutet im Bayerischen und im Fränkischen „mein Lebtag”, also schon immer“ … „Wie in einem spanischen Tapaslokal finden Sie bei uns Köstlichkeiten in kleinem Format – bayerisch geprägt und neu interpretiert“ … „Unsere Abendkarte wechselt regelmäßig und passt sich den Jahreszeiten an“ … „GroßenWeiter Lesen

Beim Monopoly geht es für gewöhnlich nach vorne: Rücke vor bis… Eine Abweichung gibt es davon: „Gehe zurück nach der Badstraße“. So ähnlich könnte auch eine Ereigniskarte der Ingolstädter Gastroszene lauten. Was ist passiert? Die “Locanda Artusiana” gibt es nicht mehr! Vor dem Haus in der Kanalstraße 2 erblickt man jetzt innerhalb der vier alten Bohrlöcher die Beschilderung des Ristorante „La Locanda“: Eine kurze Aufklärung tut not. Bitte sehr: Im März 2012 eröffnete Katia Garelli in der Schäffbräustraße 3 ihr wunderbares “Artusiana – Pasta fresca e salsa”. extra prima good berichtete begeistert vom Startblock weg: Neu und Gott sei Dank in Ingolstadt. Sowie in der Folgezeit: Slow Food und Hellas im Artusiana. Ende 2013 öffnete sich eine weitere Türe. Fast ein Jahr nach dem Ende der „Nudelstube Carrara“ sollten inWeiter Lesen

Aus Anlass der Bayerischen Öko-Erlebnistage 2014 war Slow Food Ingolstadt – wie schon letztes Jahr – im Einsatz auf dem Neuburger Wochenmarkt: Ebenfalls mit dabei: PR-Profi „Schalong“. Erst vor einer Woche half sie mit, die neue Spielzeit des Ingolstädter Stadttheaters zu eröffnen: Keinen Zweifel an der tatsächlichen Verwendung von gentechnikfreiem Futter für ihre Bronze-Freilandputen, ließ Familie Schmidl aufkommen und präsentierte das entsprechende Zertifikat. Ich werde mich nie daran gewöhnen, dass es nicht die DNS- Jongleure sind, die sich ständig erklären müssen … Die Puten werden demnächst geschlachtet. Mindestabnahme ist 1/2 Tier zum Preis von 7,50 EUR/kg. Selbstverständlich finden sich die Schmidls mit ihrem Betrieb auf meiner Liste für gutes Geflügel in unserer Region. Großen Anklang am Stand fand die 2. Ausgabe des Slow Food Genussführers. Ich hatte ein Exemplar zurWeiter Lesen

Irgendwann hält man zum ersten Mal einen Warenkatalog der Fattoria La Vialla in Händen. Nicht wenige dürften ihn nach dem Durchblättern mit der vollkommen nachvollziehbaren aber trügerischen(!) Erkenntnis – „Das ist ja alles gar nicht wahr“ – zur Seite legen. Zu schön um … Ich bestellte trotzdem. Wirkung: Seit ungefähr sieben Jahren vertrauen wir in der heimischen Speisekammer auf mindestens eine Grundausstattung von Produkten – Olivenöl, Pasta und Torbolone (= Cuvée aus Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Merlot) – des in jeder Hinsicht mustergültigen Landguts der Familie Lo Franco. Weil der Zweifel aber die dicksten Bretter durchnagt, sind wir im Mai 2010 für eine Woche in die Toskana gefahren um zu begreifen. Nach Castiglion Fibocchi, gute 10 km nord-westlich von Arezzo gelegen. Unsere herrliche Unterkunft auf dem Anwesen, eine Wohnung imWeiter Lesen

Der Anteil der in Deutschland zum Verzehr bestimmten Hühner und Puten in industrieller Massenqualhaltung liegt bei >98%. Damit können bestimmte Figuren gut arbeiten. Zum Beispiel im 2010 in Betrieb genommenen Geflügelschlachthof in Wietze (Niedersachsen). Er hat eine Schlachtkapazität von 27.000 Tieren. Pro Stunde(!). Nur mal so: Der Bau wurde mit 6,5 Millionen Euro vom Land Niedersachsen gefördert und erhielt weitere 800.000 Euro von der Bundesregierung … Lust auf die knappen 2%? Dazu gleich zwei gute Nachrichten. Man hat es in der Hand. Und – denken hilft. Findet sich Fleisch von Geflügel mit einem Leben vor dem Tod in der Ketten- und Systemgastronomie, in Chicken-Nuggets (die man erstaunlicherweise gerne seinen ganz Lieben vorsetzt), bei der alleinigen Konzentration auf die sogenannten „Edelteile“ (Brust), beim Discounter, in der Wurst mit Bärchengesicht oder inWeiter Lesen

Ich mag Klöster. Besonders angetan bin ich von der Benediktinerabtei Plankstetten. Als ich vor guten zehn Jahren vor der Frage stand, ob ich mich als Rechtsanwalt selbstständig machen soll, fand ich hier die nötige Stille zur Sammlung und Aufhellung. Eine Woche lang arbeitete ich bis zum Mittagessen in der Gärtnerei – der restliche Tag war der Kontemplation vorbehalten. Das erfreuliche Ergebnis ist bekannt. „Leben aus dem Ursprung“ heißt es in Plankstetten. Und damit sind sie ganz weit vorne. Die Landwirtschaft des Klosters wurde 1994 komplett auf organisch-biologische Wirtschaftsweise umgestellt. Gute Mittel zum Leben tummeln sich hier deshalb überall: Klosterküche, Marktwagen, Hofladen. Eigene Bäckerei, Metzgerei (sogar eigene Schlachtung), Imkerei, Gärtnerei und Brennerei (alle Betriebe hier). Selbst einen Onlineshop gibt es. Vergangenen Sonntag war die Familie in der Klosterschenke: Man beachte denWeiter Lesen

Zum heutigen Tag der Milch sei an die vor einem Jahr veröffentlichte Grundsatzerklärung von Slow Food Deutschland zur Rohmilch erinnert. Das brandneue Slow Food Magazin beschäftigt sich im Schwerpunkt ebenfalls mit dem Thema: Vorzugsmilch ist naturbelassene, unbehandelte Milch (= weder homogenisiert, pasteurisiert oder fettreduziert). Sie ist die einzige Rohmilch, die frei gehandelt werden darf. Leider – sie ist nämlich ein Geschmackserlebnis! – gibt es sie nur noch sehr vereinzelt. Wo? Der BVDM (Bundesverband der Vorzugsmilcherzeuger und Direktvermarkter von Milch und Milchprodukten) hilft weiter. Tipp: Beim nächsten Besuch in München zu Manufactum brot & butter gehen. Hier gibt es tatsächlich ausgezeichnete Vorzugsmilch (Kuh) vom Milchhof Lerf aus Ottobeuern. Und in unserer Region? Fehlanzeige Vorzugsmilch. Feine Rohmilch (Kuh/nur ab Hof/mit dem gesetzlichen Hinweis „Rohmilch, vor dem Verzehr abkochen“) gibt es beim Biohof MayerWeiter Lesen

Schinken. Parma, San Daniele, Culatello, Serrano oder Pata Negra. Aber Italien und Spanien sind weit. Dabei hängt der Gute auch so nah. Zwischen Ingolstadt und Neuburg – in Bergheim! Nicht gewusst? Ein Paradebeispiel für die leichtfertige Unkenntnis der eigenen Region … Beim Januar-Stammtisch von Slow Food Ingolstadt im Neuwirt machten uns unsere Gastgeber Anke und Karl Deiml mit Wolfgang Speth bekannt: Dieser ist gelernter Metzgermeister. Sein wohl zu blutleerer momentaner Arbeitsschwerpunkt im Außendienst als Anwendungstechniker entfachte eine tiefe Sehnsucht nach den handwerklichen Wurzeln seines Berufes. Es gibt Menschen, die aufbrechen, ihr Verlangen zu stillen. Speth ist ein solcher. Er entschied sich in Schinken zu machen. Wir dürfen uns darüber freuen! Fruchtbar und erhellend wie die Zusammentreffen von Slow Food regelmäßig sind, besuchten wir Ende April – nach der Fastenzeit 😉Weiter Lesen

Nach 46 Tagen (Fastenzeit) Verzicht auf Fleisch, war bereits der Einkauf eine Freude. Ostersamstag. Wochenmarkt Ingolstadt. Altmühltaler Lamm von der Schäferei Wörlein. 5 Stelzen: Das Rezept kommt aus Wien. Von einer Metzgerei, die ihre eigene Grillkohle hat und ihre Kunden darüber informiert, was das für eine Kohle ist, woher sie kommt und wer sie gemacht hat! Wenig(er) Fleisch essen. Gutes Fleisch essen. Am 13.09.2014 besucht Slow Food Ingolstadt übrigens einen Hüteschäfer. Wer Lust hat dabei zu sein: Die aktuellen Termine des Conviviums. Wie geschaffen für geschmortes Lamm – Giordanos Barbaresco Cavenna (Einkaufsquelle). Heute Abend gibt es Resteessen – ein Haxl ist noch da. Freu!

Seit Ewigkeiten möchte ich eine „Frankfurter Grüne Sauce“ probieren. Dazu gehören unbedingt diese glorreichen Sieben: Schnittlauch, Kresse, Petersilie, Kerbel, Sauerampfer, Pimpinelle und Borretsch. Der Ziegler auf dem Ingolstädter Wochenmarkt hatte sie gestern alle frisch. Rezepttechnisch habe ich mich bei Stevan Paul in „Deutschland vegetarisch“ bedient. Die fabelhafte Buchreihe wird im Herbst übrigens mit „Italien vegetarisch“ ihre Fortsetzung finden. Wenn ich richtig kombiniert habe, könnte dabei dieser Mann Koch und Autor der Ausgabe sein. Jene Frau hat einfach eine sehr glückliche Hand, mit anderen Worten, ist das Glück natürlich mit dem Tüchtigen … Zu Eiern, zu Schinken – die Frankfurter haben schon Geschmack – frohe Ostern!

Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah! Wissen muss man es halt. Zur heutigen Erhellung sei deshalb erklärt: In Bayern wird seit 2001 landwirtschaftlich der Haselnussanbau kultiviert. 2004 pflanzte in (unserer) Hallertau die Familie Neumeier ihre ersten Büsche. Die ehemaligen Hopfenbauern erkannten die besondere Geeignetheit des Regionalklimas auch für die Haselnuss und nahmen sich dieser vielseitigen wie wohlschmeckenden Köstlichkeit an. Mit Leib und Seele. Von Beginn an arbeiten sie mit einer Bio-Zertifizierung! Die unterschiedlichen Produkte der „Holledauer Haselnuss“ werden seit 3 Jahren unter der Marke „Eichhörnchen“ vertrieben. Ihren Ursprung hat die zu den Birkengewächsen gehörende Haselnusspflanze (Lambertshasel) an der türkischen Schwarzmeerküste. Noch heute kommen ca. drei Viertel der weltweiten Ernte von hier. In freudiger Erwartung einer frischen, regionalen Alternative machte sich Slow Food Ingolstadt im vergangenenWeiter Lesen

Entschleunigung: Die AVUS (Automobil-Verkehrs- und Übungs-Straße) in Berlin – konzipiert als Rennstrecke – wurde 1921 für den Verkehr freigegeben. In den 30er Jahren duellierten sich hier die berühmten Silberpfeile von Mercedes-Benz und Auto Union. 1959 wurde auf der Strecke der Große Preis von Deutschland ausgetragen. Seit Mai 1989 gilt auf der AVUS ein Tempolimit von 100 km/h. Schließlich bevölkerten am vergangenen Samstag wieder die Schnecken das Restaurant AVUS im Ingolstädter Audi Forum. Die Schnecke ist Sinnbild der Slow Food-Bewegung. Wieder? Unter dem Titel „Die Region zu Gast“ waren sie schon einmal im Mai (Spielplan) da. Zu köstlichen Brotschmankerln mit Fisch (Fisch Jakob/Mühlhausen) und Wild (Köschinger Waldhaus), sowie einem ausgezeichneten Weißwein-Aperitif mit Wermut (Brennerei Kramlich/Königsmoos), gab es am Beginn des Abends kurzweilige Informationen von Klaus Kürzinger und Thomas von Großmann (Convivium Ingolstadt)Weiter Lesen

Stetig im Einsatz für das Gute, Saubere und Faire! Slow Food Ingolstadt war im Rahmen der Bayerischen Öko-Erlebnistage mit einem Infostand auf dem Neuburger Wochenmarkt vertreten. Danke Matthias, Moni und Fritz für Euren Einsatz! Ein kleiner, feiner Markt ist das! Besonders gut hat mir das Angebot von Josefine Wünsch aus Burgheim gefallen. Eine Überzeugungsgärtnerin. Unbestrittene Hauptdarsteller waren aber die beiden Freilandputen (Rasse Bronze-Kelly) der Familie Schmidl aus Ingolstadt/Hundszell und eine Murnau-Werdenfelser Kuh (Naturland Weidehaltung) der Familie Eller aus Neuburg. Beide beliefern damit den im Slow Food Genussführer geführten Neuwirt der Familie Deiml in Neuburg. Alle mir bekannten Wochenmärkte in unserer Region sowie interessante Direktvermarkterportale habe ich hier gelistet.

Erntezeit überall. Auch das Obst hängt reif und schwer an den Bäumen. Beim Verzehr des flüssigen Obstes sind die Deutschen in Europa übrigens Spitzenreiter. Apfel- und Orangensaft liegen dabei in der Beliebtheit etwa gleich auf. Regionalität und Einkauf beim Erzeuger ist nicht bei jedem Produkt machbar – auf jeden Fall aber hier! Ich verabschiede mich damit vom Orangensaft und darf zunächst ein Lob auf das patentierte „Bag-in-Box“-Verpackungssystem anstimmen. Nach dem ersten Mal Zapfen ist der Saft darin (Fruchtgehalt 100% = Fruchtsaft) ganze 90 Tage ohne Kühlung haltbar. Ungeöffnet mindestens 15 Monate. Eine wunderbare Möglichkeit für kleine, örtliche Produzenten ohne allzu viel Logistik am Markt dabei zu sein. Und insbesondere ein Segen für all jene, die ihr eigenes Obst verflüssigt im Jahresverlauf genießen wollen. Wo fließt also in unserer Region derWeiter Lesen