Wir schreiten voran: Der vierte Teil. Hier der Beginn der Serie. Erwartungsgemäß sensationell der „Dolden Boom“ (der Zweite – Premiere war im Frühjahr). Ein Gemeinschaftsprojekt der Riedenburger mit der New Yorker Brooklyn Brewery. Während beim „Dolden Sud“ die fortlaufenden Sude auf der Flasche benannt werden, sind bei der Rarität „Dolden Boom“ die einzelnen Flaschen nummeriert …  Stark auch der weihnachtliche Klassiker aus Titting – der Weizenbock von Gutmann. Mir diesmal ein Tick zu bitter (für ein Münchner Hell), die schwarmfinanzierte „Untergiesinger Erhellung“. Alle Biere habe ich selbstredend im Donaupoint gekauft. entspricht den Schulnoten sehr gut und gut. steht für befriedigend und für ausreichend und abwärts. Besonders gelungene Biere bekommen noch einen *: Von oben nach unten, von links nach rechts: Schäffler Bräu Zwickl, Spalter Premium Pils Nr. 1, St. GeorgenBräuWeiter Lesen

Bitte schön: Der dritte Teil. Hier Teil zwei. Tolles Märzen aus der Region (Essing). „Wuida Hund“ is echt a Hund! Und siehe da, die Riedenburger haben mit der „Martha Krieger“ ein Spezialpils für den dänischen Markt. Keine Ahnung wie es dazu gekommen ist. Kann das jemand aufklären? Alle Biere natürlich wieder aus dem Donaupoint. entspricht den Schulnoten sehr gut und gut. steht für befriedigend und für ausreichend und abwärts. Besonders gelungene Biere bekommen noch einen *: Von oben nach unten, von links nach rechts: Schneider Altbayerisches „Infanterist Deifl“ Rotbier, Schneider Märzen Spezial, Schneider Lager Dunkel, Maisel & Friends Pale Ale, Nittenauer Doldenzwerg, Baumberger Export Hell, Hoppebräu Wuida Hund, Hoppebräu Wuide Hehna, Karg Staffelsee Gold, Riedenburger Martha Krieger Spitzenpilsner. Fortsetzung

Freitag letzte Woche. Nach langer Vorarbeit – vielversprechender Beginn der Produzentenführer-Gruppe von Slow Food Ingolstadt. Der Genussführer ist ordentlich auf Kurs. Jetzt gilt es in unserer Region die gut, sauber und fair arbeitenden Erzeuger zu finden. Sehr viel Arbeit wartet da. Der Anfang ist jedenfalls gemacht. Mit den Bäckern. Offiziell ist noch nichts. Herrliche Kaisersemmeln, Quark- und Apfeltaschen, wunderbare Nussschnecken. Westlich von Eichstätt: Danach tafeln in die Eichstätter Altstadt. Dort gibt es seit September am Domplatz 1 das maletter. Fein. Klein. Bayerisch. Ich zitiere deren Website: „maletter bedeutet im Bayerischen und im Fränkischen „mein Lebtag”, also schon immer“ … „Wie in einem spanischen Tapaslokal finden Sie bei uns Köstlichkeiten in kleinem Format – bayerisch geprägt und neu interpretiert“ … „Unsere Abendkarte wechselt regelmäßig und passt sich den Jahreszeiten an“ … „GroßenWeiter Lesen

Bitte schön: Der zweite Teil. Hier Teil eins. Ich glaube, noch nie wurde so viel über Bier geredet wie momentan. Siehe exemplarisch das Braukunst Live! Festival in München (2013 und 2014). Im Mittelpunkt: „Craft Beer“. Für mich ist das zunächst einmal nichts Neues. Es ging und geht um gutes Bier. Dieses wurde schon immer kompromisslos aus erlesenen Zutaten handwerklich gebraut. Mit ausreichend Zeit. Mit der wahrnehmbaren Handschrift des Bräu. Teil der Selbstachtung einer Region. (Wieder) dazugekommen ist das Bemühen zum Erhalt der bedrohten Vielfalt, mehr noch, zu deren Neubelebung. Und natürlich die Lust am Experiment. Bier kann geschmacklich so viel mehr. Warum die Speisenbegleitung – Gang für Gang – dem Wein alleine überlassen? Gleichzeitig gilt es (weiter) das neue Bier-Spezialitätengeschäft in der Ingolstädter Altstadt zu unterstützen. Selbstverständlich habe ich dieWeiter Lesen

Seit vier Wochen ist das Einkaufen von Bierspezialitäten in Ingolstadt(!) eine wahre Wonne. Liebe Leute – nutzt das bitte auch! Ich jedenfalls habe mir fest vorgenommen, mich nach und nach durch das beachtliche Sortiment zu probieren. Die Rede ist natürlich vom Donaupoint am Rathausplatz/Ecke Sauerstraße – hier mein Bericht zur Eröffnung. Wie beim Wein auch, sollte man sich Notizen von seinen sinnlichen Eindrücken machen. Nur so behält man den Überblick … Sehr hilfreich ist dabei der Rechnungsausdruck, den es beim Kauf vor Ort gibt. Brauerei, Bier und Flaschengröße – alles vermerkt: Meine ersten zehn Kandidaten sind getrunken. Neben den Notizen (u. a. zu welcher Speise das Bier gut passen könnte) habe ich mich für ein recht einfaches Bewertungssystem entschieden. Wie hat mir das Bier geschmeckt? 🙂 entspricht den Schulnoten sehrWeiter Lesen

Herr Michael Kenne hat sich mit Leib und Seele dem Bier verschrieben. Geboren in Dresden, lebt er seit zwei Jahren in Ingolstadt. Die Craft Beer-Bewegung feiert – ausgehend von den USA über Italien – endlich auch in Deutschland die Wiederbelebung der Vielfalt, die Lust am Genussexperiment, die Wertschätzung für gute handwerklich gebraute Biere. Das Thema liegt mir bekanntlich sehr am Herzen – seht insbesondere hier, da, dort und ebenda. Wie aber kommt man an die guten Tropfen? Die spärlichen Einkaufsquellen habe ich hochgehalten – eins (gut) und zwei (eher mühsam). Internet also? Jein. Think global, act local! Und genau da kommt Herr Kenne ins Spiel und behebt das Problem. Das Erfreuliche – er macht das in der Innenstadt! In seinem Donaupoint, Rathausplatz/Ecke Sauerstraße. Der ältere Schanzer weiß – da warWeiter Lesen

Am Dienstag ist Herbstanfang. Heute habe ich mich mal kurz gefragt, wann wieder die Zeitumstellung droht (… 26.10.). Wegwisch! Die Wiesnzeit sorgt üblicherweise für stabil schönes Wetter. Und die hat doch erst gestern angefangen. Außerdem bin ich treuer Gefolgsmann eines Goldenen Oktobers … Indian Summer … Nachfolgende Bilder entstanden dieser Wochen im Freisitz. Ich lege sie mal auf den Blog. Als Statement für ein Unentschieden zwischen Bier und Wein. Als Keil gegen abnehmende Tage …

Meine Suche nach einer Garküche mit Dim Sum in Ingolstadt entbehrt schmerzlich jedes Erfolgserlebnis. In München bin ich hingegen erneut fündig geworden (Danke Pini!): LeDu Happy Dumplings in der Theresienstraße 18 – geöffnet seit Mitte April 2014: Die frischen Teigtaschen werden handwerklich selbst gefertigt und gefüllt. Der Bestellvorgang beginnt mit der Teigauswahl: Hell mit Weizen- oder dunkel mit Roggenmehl. Dann bieten sich für die Zubereitung gebraten oder gedämpft an. Endlich stehen neun verschiedene Füllungen zur Auswahl. Das Rinder-, Schweine- und Hühnerfleisch stammt ausschließlich von der Bio-Metzgerei Pichler (Verbände Bioland und Naturland!) in Gräfelfing. Auch die verwendeten Eier sind bio. Wir hatten Hot Chicken und Sauer Schwein. Sehr fein. Schön wäre es, bei der Auswahl – es gibt 6 oder 10 Stück – der Füllungen variieren zu können. Um derzeit alleWeiter Lesen

Es war eine Flasche Samuel Adams Boston Lager die mir eine neue, wunderbare Bier-Welt eröffnete. Der Wohlgeruch des Humulus lupulus … Weit mehr als 20 Jahre ist das jetzt her – warm greetings to you Bill! Nun darf ich vermelden, dass es dieses Bier in Ingolstadt zu kaufen gibt. Etwas eingeschränkt – im SELGROS (nur für gewerbliche Kunden), Otto-Hahn-Straße 2-4, 85055 Ingolstadt – aber immerhin: Obere Reihe rechts von der Mitte. Craft Beer-Freude haben links daneben sicher gleich auch BrewDog ausfindig gemacht. Oder direkt darunter CREW Republic (vormals CREW AleWerkstatt aus München). Mittig letzte Reihe: Spezialitäten der Riegele BierManufaktur! (10) – Fingerzeig – (12)

Zeitweilige Mailanfragen erinnern mich an mein hier gegebenes Versprechen. Ich schulde noch die Benennung des fabelhaften Wirtshauses im östlichen Augsburger Umland – eines, dass man gar nicht oft genug ansteuern kann! Ich tue das seit fast 15 Jahren. Und das kam so: Im Ingolstädter Gasthaus Mittl (Canisiusstraße 9) hing zwischen den Herrnbräu-Zapfhähnen an einem Hahn ein Schild mit der Aufschrift „Koller-Bier“. Eine ungefilterte, naturtrübe Köstlichkeit machte mir augenblicklich die Luft aus dem Glas. Wie die Mittls zu dem Fass gekommen sind, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls gaben sie mir die Adresse des Brauers. Einige Wochen später war ich dann dort: Landhausbräu Koller (Melanie und Ludwig Koller), Hergertswiesen 5, 86495 Eurasburg. Im Jahr 2000 begann der hochsympathische Ludwig (heute 37 Jahre) im 150 Jahre alten (elterlichen) Wirtshaus sein eigenes Bier zuWeiter Lesen

Zur lesenswerten Vorgeschichte: Nach meinen Überlegungen zur Wiesnzeit 2011 und insbesondere 2012, habe ich mich über diesen Stadtratsantrag sehr gefreut. 2013 ging ins Land … Dann vermeldete der Donaukurier zu Beginn 2014 endlich tatsächliche Bewegung! Heute Mittag habe ich mich mit Moritz einer (leider sehr überschaubaren) Gruppe (mit aber immerhin zwei Stadträten: Christian Höbusch und Henry Okorafor – jeweils BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) angeschlossen, um der Volksfest-Bio-Hendl Premiere in Ingolstadt auf den Grund zu gehen. Der Weg führte uns ins Herrnbräu-Festzelt (Festwirt: Lorenz Stiftl). So schaut’s aus: Und gut wars. Nicht überwürzt, schön resch. Es kostet knapp 70% mehr als das konventionelle Hendl. Was bekommt man für 5,90 EUR (den Mehrpreis) auf dem Volksfest? Jedenfalls keine Fahrt in Begleitung mit der Mini-Achterbahn. Keine vier Spiele Camel-Derby und wohl nur 3 MalWeiter Lesen

Ich mag Klöster. Besonders angetan bin ich von der Benediktinerabtei Plankstetten. Als ich vor guten zehn Jahren vor der Frage stand, ob ich mich als Rechtsanwalt selbstständig machen soll, fand ich hier die nötige Stille zur Sammlung und Aufhellung. Eine Woche lang arbeitete ich bis zum Mittagessen in der Gärtnerei – der restliche Tag war der Kontemplation vorbehalten. Das erfreuliche Ergebnis ist bekannt. „Leben aus dem Ursprung“ heißt es in Plankstetten. Und damit sind sie ganz weit vorne. Die Landwirtschaft des Klosters wurde 1994 komplett auf organisch-biologische Wirtschaftsweise umgestellt. Gute Mittel zum Leben tummeln sich hier deshalb überall: Klosterküche, Marktwagen, Hofladen. Eigene Bäckerei, Metzgerei (sogar eigene Schlachtung), Imkerei, Gärtnerei und Brennerei (alle Betriebe hier). Selbst einen Onlineshop gibt es. Vergangenen Sonntag war die Familie in der Klosterschenke: Man beachte denWeiter Lesen

Vor dem Pokalfinale habe ich heute Nachmittag unsere Biervorräte aufgestockt. Dazu begebe ich mich regelmäßig in den Süden der Stadt. Entweder in den Spezialitätenmarkt von Schwalben-Bräu (Am Pulverl 13, 85051 Ingolstadt). Dort gibt es neben den Schwalben ausgewählte Biere und Limonaden. Oder in den Getränkemarkt Hörl (Unterlettenweg 1, 85051 Ingolstadt) von Frau Schropp. Hier pflegt man eine besondere Sensibilität für kleine, regionale Brauer – gut so! Aktuell findet sich hier tatsächlich auch eine Palette mit den Spezialitäten der Riegele BierManufaktur: Außerdem darf ich die erste mir bekannte Einkaufsquelle für das neue und ausgezeichnete Gutsbräu Oberhaunstadt (Bericht hier) vermelden. Der gerade erwähnte Hörl-Markt! Der Kasten ist braun: Pokalfinale? Bayern München ist zum 17. Mal DFB-Pokalsieger geworden – Freu! Darauf ein weiteres Gutsbräu … (9) – Fingerzeig – (11)

Ingolstadt liegt relativ mittig im Zentrum der Raute Nürnberg, Regensburg, München und Augsburg. Nach Augsburg komme ich nicht so häufig, obwohl es die drittgrößte Stadt Bayerns ist. Ich liebe halt Regensburg und München. Nürnberg war sehr lange nur eine Etappe auf dem Weg ins wiederum geliebte Würzburg (Studium!). Inzwischen weiß ich es mir aber durchaus zu schätzen … Das größte Näheverhältnis zu Dingen haben wir zum Essen – es wird Teil von uns! Dann aber kommt schon die Kleidung – wir tragen sie auf der Haut! Ein Grund – meine Empfehlung – deshalb mal nach Augsburg zu fahren. In der Fuggerstadt gibt es nämlich das tim – das Staatliche Textil- und Industriemuseum Augsburg: Interessante Infos in tollen Räumlichkeiten (ehemalige Kammgarnspinnerei). Dabei unbedingt – und schon bin ich wieder beim EssenWeiter Lesen

Nachdem ich jemandem ins Gesicht gesehen habe, blicke ich auf dessen Schuhe. Das gilt gleichermaßen für Männchen wie Weibchen. Es folgen dann bei Frauen die Beine und wieder geschlechtsunabhängig die Hände. Schuhe sind mir nicht unwichtig. Sie erden uns. Im Gefühl der völligen Vertiefung und des Aufgehens in einer Tätigkeit – F l o w – vergeht die Zeit scheinbar besonders schnell. Meine soeben gefühlten 30 Minuten dauerten tatsächlich annähernd drei Stunden. Verantwortlich dafür dieser wunderbare Dreiklang: Schuhe putzen, pflegen, imprägnieren, Sohlen einölen: So sehr ich Conchita Wurst den Gewinn des gestrigen Eurovision Song Contest gönne – das ist mein Europa (Freiheit, Vielfalt und Toleranz) – bin ich musikalisch immer noch angenehm umwoben vom Beitrag aus den Niederlanden. The Common Linnets „Calm After The Storm“ lief in der Dauerschleife: Dazu –Weiter Lesen

Auf meinem Bier-Radar, das den unmittelbaren Heimatluftraum überwacht, habe ich ein neues Objekt ausgemacht. Es ist im Flaschenausschank zu haben. Dort wo es Ingolstadts beste Currywurst gibt. Im Netz ist (noch) absolut rein gar nichts darüber zu finden. Und in keinem Getränkemarkt. Ich habe also den Eindruck mit dieser Meldung sehr weit vorne zu sein – gebührend zum Blogleitspruch rechts oben. Es scheint, dass das 1693 gegründete Nordbräu – seit 1833 im Eigentum der Familie Wittmann – einen Blick zurück wirft. Der Sitz ist Oberhaunstadt. Viele Jahrzehnte lautete der Name auf Gutsbrauerei. Ein typisches bayerisches Helles. Hopfen und Malz in der Waage. Sehr süffig. Gut gemacht! Nachtrag (18.05.2014): Erste Einkaufsquelle gefunden.

Segel setzen in Sachen Bier. Der Wind steht günstig. Die feine Braukunst Live! 2014 in München hat in dritter Auflage einen weiteren Besucherrekord verzeichnet – das Thema schäumt über! Ingolstadt fängt an, die Signale zu hören. Ingolstadt? Hier wurde die weltweit älteste bis heute gültige lebensmittelrechtliche Bestimmung erlassen: Das Bayerische Reinheitsgebot für Bier! So geschehen auf dem Landständetag an Georgi, dem 23. April 1516, durch den damals Bayern regierenden Herzog Wilhelm IV. Und vor den Stadttoren liegt das größte Hopfenanbaugebiet der Welt. Was für Steilvorlagen! Diese Umstände würdig und wertig in Szene zu setzen, gelang aber bis heute leider nicht wirklich. Das „Georgi-Fest“ war nicht mehr als ein viertelherziger Versuch. Fast bezeichnend wurde dann auch das Rennen um die Landesausstellung 2016 (500 Jahre Reinheitsgebot!) an das niederbayerische Aldersbach verloren …Weiter Lesen

2007 gründeten zwei Bierverbesserer und ein Hund im schottischen Ellon eine Brauerei: BrewDog. Daraus entwickelte sich eine beachtliche Brau-Ideenschmiede. Unter anderem im Programm: Single hop IPAs. Dazu werden im jährlichen Wechsel, mit jeweils vier verschiedenen Hopfen, Indian Pale Ales – „IPA is Dead“ – gebraut. Als Geschenk erreichten mich die vier Kampagnen-Abfüllungen für 2013. Folgende Hopfen wurden dabei verwendet: Der amerikanische „El Dorado“, aus dem britischen Kent der „Goldings“, „Waimea“ aus Neuseeland und aus Slowenien der „Dana“. Puuhhh. Irgendwo zwischen Autorenfilm, Zwölftonmusik, Scherenschnitt-Theater und Schokolade mit 100 % Kakaoanteil. Ich will aber auch immer tief einsteigen … Beim „Dana“ habe ich Licht im Tunnel gesehen. Die Kampagne ist ausverkauft. Wer will – das wären die Kandidaten für 2014.

Würde ich eine Lebenserwartung von sagen wir 21.000 Jahren haben, würde ich glatt noch weitere zwei Minuten darüber nachdenken: Warum ziehen Menschen ein beliebig austauschbares Industriebier aus der Fernsehwerbung der herrlichen Vielfalt handwerklich gebrauter, regionaler Biere mit Charakter und Geschichte vor? Freiwillig. Manchmal sogar mit Lemon, Cranberry und Bullshit? Die Realität ist ein Fass ohne Boden! Sollte sie/er sich dann damit bemänteln, von Alternativen nichts gewusst zu haben – an Hilfe, an Beistand, an Auswegen soll es nicht mangeln. Gerne. Ein weiteres Mal: 600 Jahre Braugeschichte. München, Scheyern, seit 1640 Beilngries. Mittlerweile die einzige von vormals 36 Brauerei dort. Der Schattenhofer mit Gastwirtschaft und Hotel wird heute in der 16. Generation geführt. Das Wasser vom eigenen Brunnen. Das Braumalz aus dem Altmühltal. Der Hopfen (kein Extrakt!) ebenfalls – aus HaunstettenWeiter Lesen

Meine Spargelzeit kommt erst noch (the same procedure as every year: 2011 und 2012). Die vorfreudefeindlichen Eseleien aus Peru, Griechenland oder Spanien, die seit Wochen angeboten werden, mache ich eh nicht mit. Es sind bedauernswerte Menschen, die dagegen mit 300 km langen Rohrleitungssystemen im heimischen Boden, den sie damit seit Januar beheizen(!), anrennen wollen. Arrrgh. Als wäre die Exxon Valdez im Abensberger oder Schrobenhausener Land havariert – schwarzes Plastik wohin man schaut; die Spargel-Bauern mit Dreifachfolie stechen auch schon. Immer noch zu schnell. Ich habe gestern mit meinem Spargelbauern telefoniert. Sachstand: So ab dem 10. April wird er seinen folienfreien Freilandspargel ernten. Ihr wisst gar nicht, wie gerne ich slow bin! Die Wartezeit kann man sich in unseren Breiten versüßen. Wir leben schon in einer appetitlichen Region! Über eine kleineWeiter Lesen

In den letzten 14 Tagen war ich tatsächlich zwei Mal im Museum der Münchener-Verkehrs-Gesellschaft in der Ständlerstraße 20. Beide Male war es danach angezeigt, unbedingt auf den öffentlichen Nahverkehr zurückzugreifen! Termin 1: Die Braukunst Live! 2014. Wie schon 2013 war es (Besucherzuwachs 45%) wieder ein Hochamt für ausgezeichnete, handwerklich gebraute Biere. Eines ist besser als das andere. Also was soll ich sagen? 06.-08. März Braukunst Live! 2015 … Vier willkürlich herausgepickte Bringer. Die acht Brauspezialitäten von Riegele aus Augsburg – Link ansehen! Speziell von Hofbräu für die Messe kreiert – dieses Jahr ein „Zweifacher“: Gleich am Messestand mit Chef Georg Schneider fest vereinbart: Ein Besuch von Slow Food Ingolstadt im heißen Sommer zum kühlen Weißbierverkosten. And the winner is: Das Jahrgangsbier „Sonnenkönig“ vom Salzburger Stiegl Bräu. Abartig gut: Noch einWeiter Lesen

Wahrnehmung und Nachhall. Ein paar Lichtblicke von der BIOFACH. Am Stand von Slow Food Deutschland wird mit den neuen Pfunden gewuchert – Genussführer und Magazin: Viele (neue) probiert. Nach wie vor eine der besten Limonaden – ein echtes Kracherl: Hendrik Haase alias wurstsack: Sollte eigentlich verbotene Werbung, weil mit Selbstverständlichkeiten, sein … Kühe fressen Gras und Heu. Haben Hörner. Eigentlich … Ich liebe sie. Mit Haut und Haar: Josef Zotter. Muss mir endlich sein Buch kaufen: Genau vor einem Jahr hatte hier – auf der Biofach 2013 – der wunderbare „Dolden Sud“ Premiere. Habe noch eine leere Flasche vom „Sud 1“. Heute fließt bereits der „Sud 17“. Eine Jahresbilanz: Und was hat uns das Riedenburger Brauhaus für 2014 abgefüllt: „Dolden Boom“. Bei ihm – 2 x hopfengestopft, 3 x mehrWeiter Lesen

Wer wie ich ständig über genussfreie Fernsehbiere und Hopfenextraktbomben zetert, muss auch immer wieder Alternativen anbieten. Heute finde ich diese im nur ca. 40 km entfernten Abensberg (Landkreis Kelheim/Niederbayern). Drei Brauereien gibt es da: Kuchlbauer, Hofbräu Abensberg und Ottenbräu. Es war letztes Jahr im Zug nach München, auf einer Fahrt zur Wiesn. Drei durch und durch glaubwürdige Männer schwärmten leidenschaftlich über mindestens 10 km – im Bummelzug! – vom Ottenbräu (keine Website, Schulhausplatz 2 a, 93326 Abensberg, Telefon: 09443/1348). Sowas ist für mich immer Ursache. Eine liebe Bekannte – aus Abensberg! – stellte mir dann in gleich sechs Disziplinen einen Kasten zusammen. Die Wirkung: Alle gut (das Pils fast). Fabelhaft das 1348 (ein dunkles Lager) und das Hefe-Weizen! Zur jährlichen Gillamoos braut Robert Neumaier, der Chef des Ottenbräu, noch einWeiter Lesen

Wahllos austauschbare Fernsehbiere mit Hopfenextrakt. Erst kürzlich hat sich das Bundeskartellamt wegen verbotener Preisabsprachen einige dieser Vertreter (u. a. Bitburger, Krombacher, Veltins, Warsteiner) zur Brust genommen. Ich vermute ja bei denen auch eine Geschmacksabsprache: Gelb und nass. Da ist natürlich und Gott sei gedankt mehr drin! Der handwerklich arbeitende Bräu um die Ecke (wohl den Regionen die diese Formulierung noch gebrauchen dürfen) ist jedenfalls stets darin bestrebt, seinem Bier ein individuelles Gepräge zu geben. Das Thema liegt mir sehr am Herzen. Die Kleinen hören die Signale. Und ich sehe die schöne Resultate: Wem Pale Ales für gewöhnlich zu hopfenlastig sind, findet im „Hopfull“ der Schlossbrauerei Au einen Typen der auch deutliche Malztöne an Bord hat. Ganz eintauchen in die wunderbare Biervielfalt? Die Braukunst Live! bietet vom 21. – 23. FebruarWeiter Lesen

Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah! Wissen muss man es halt. Zur heutigen Erhellung sei deshalb erklärt: In Bayern wird seit 2001 landwirtschaftlich der Haselnussanbau kultiviert. 2004 pflanzte in (unserer) Hallertau die Familie Neumeier ihre ersten Büsche. Die ehemaligen Hopfenbauern erkannten die besondere Geeignetheit des Regionalklimas auch für die Haselnuss und nahmen sich dieser vielseitigen wie wohlschmeckenden Köstlichkeit an. Mit Leib und Seele. Von Beginn an arbeiten sie mit einer Bio-Zertifizierung! Die unterschiedlichen Produkte der „Holledauer Haselnuss“ werden seit 3 Jahren unter der Marke „Eichhörnchen“ vertrieben. Ihren Ursprung hat die zu den Birkengewächsen gehörende Haselnusspflanze (Lambertshasel) an der türkischen Schwarzmeerküste. Noch heute kommen ca. drei Viertel der weltweiten Ernte von hier. In freudiger Erwartung einer frischen, regionalen Alternative machte sich Slow Food Ingolstadt im vergangenenWeiter Lesen

Dass mir gute Burger sehr am Gaumen liegen, ist ja nun kein Geheimnis. Die besten in Ingolstadt gibt es im Golden. Heute sogar mittags (nur am Donnerstag). In Wien wohl bei den burgermachern – leider habe ich meine Schwierigkeiten sie tatsächlich zu probieren. Die Geschichte der Macher und die Papierform im „Burger-Kochbuch“ jedenfalls sind sehr beachtlich. Aktuell gesellte sich ein weiteres, empfehlenswertes Buch zum Thema in meine Kochbuchsammlung. Die Autoren burgern im Blend in Paris. Ich will mich heute kurz zur Burger-Referenz in München festlegen. Eine kleine Erwähnung der Freudenquelle gab es schon einmal hier. Wer also außerdem Freude an Craft Beer hat – „Sie haben Ihr Ziel erreicht!“ Man begebe sich dazu in die Schwabinger Amalienstraße 89 in das Red Hot. Der Vorfreude wegen schadet es keinesfalls, zunächst nochWeiter Lesen

Schade, dass die „Sport Weisse“ von Stiegl bei der ursprünglichen Blindverkostung nicht schon dabei war. Die ist nämlich richtig gut! Ein Hauch von Süße mit ordentlichem Malzton. Dieses alkoholfreie Weißbier (26 kcal/100 ml) gehört, auch nach den beiden Updates (eins und zwei), unbedingt auf das Siegertreppchen. War ein Mitbringsel aus Tirol – bei uns leider nicht zu haben. Die Stieglbrauerei zu Salzburg ist erstklassig! Man werfe nur einen Blick auf ihr reguläres Sortiment, die Spezialitäten, Sondereditionen und insbesondere die Hausbiere. Auf dem diesjährigen Münchener Braukunst Live! Festival (mein Bericht) waren die Salzburger ebenfalls am Start. Update (29.12.2014): Zwei weitere.

Ein weiteres alkoholfreies Weißbier ist mir untergekommen. Los ging es mit einem Vergleichstest, weiter mit einem Update. Heute Nr. 14 – von einer meiner Lieblingsbrauereien: Riedenburger Hefe-Weißbier alkoholfrei (22 kcal/100 ml): Die Papierform ist unschlagbar: Aus der Region, familiengeführtes Unternehmen, handwerklich gebraut, ohne Gentechnik, Naturdoldenhopfen, ökologische Zutatenherkunft – nicht nur EU-Bio, sondern Bioland zertifiziert. Es half alles nichts. Trotz positivster Grundstimmung und ohne Blindverkostung hat es (mir) leider, leider nicht geschmeckt. Es ist (viel) zu säuerlich. Die Kriegers werden es verschmerzen können. Ihre Plankstettener Biere, das Ur-Helle und der Dolden Sud (IPA) gehören zu meinen Referenzgebräuen. Update (03.09.2013): Ein Österreicher.

Zum gestrigen Sommerfest des Ingolstädter Cigarren Collegium “All that Cigar” e.V. spielten wir erneut mit den Elementen. Letztes Jahr gingen wir ja ins Wasser. Heuer in die Luft. Im Waldhochseilgarten Beilngries (= Altmühltaler Abenteuerpark). Was für ein Hochgenuss! Hinfahren! In bisschen weiter entfernt, südlich von Ingolstadt, wartet in Jetzendorf der Waldkletterpark Oberbayern. Nicht mehr lange! Sammler schätzen besonders das aus der Reihe fallende, aus der Art schlagende – z. B. den Fehldruck oder die Geweihmissbildung. Fragt dazu einfach mal einen Jäger – sehr oft sind Jäger nämlich Sammler … Ich drohe abzuschweifen. Beim anschließenden Grillen und Tabak verbrennen machte ich jedenfalls noch eine Entdeckung, die jetzt vielleicht passionierte Sammler in die Getränkemärkte rufen wird. Zielsicher griff ich bei der Bierauswahl zu einem Gutmann. Ich schätze die besonders für ihre sehrWeiter Lesen

Ein alkoholfreies Weißbier hat der padrone als spritzig-frischen Durstlöscher eigentlich immer auf Lager. Im letzten Jahr gab es dazu hier einen Vergleichstest mit 11 verschiedenen Kandidaten. Zwei weitere bayerische Produkte dieser Familie sind mir jetzt in die Hände gefallen. Das Weltenburger (20 kcal/100 ml), leider mit Hopfenextrakt gebraut, und ein (nach dem Lammsbräu) weiteres Bio-Weißbier (Bioland). Das mit Dinkel gebraute Unertl (26 kcal/100 ml). Es kommt aus Mühldorf a. Inn und darf nicht mit der gleichnamigen Brauerei aus Haag in Oberbayern verwechselt werden: Der Post hat aus meiner Sicht nur chronistischen und leider keinen genüsslichen Charakter. Beim alkoholfreien Weißbier habe ich zwei Grund-Geschmacksgruppen ausgemacht. Und diese beiden Biere besitzen nicht die (von mir favorisierte) leicht süßliche Note, sondern tendieren ins säuerliche. Und das ist nicht meine – jedenfalls beim Bier.Weiter Lesen

In der abgelaufenen Fastenzeit hatte ich eine „Wildcard“ gezogen. Sie erlaubte mir eine, die Ausnahme von der Regel. Wohl überlegt verwendete ich sie in München beim Braukunst Live! Festival. Erst zum zweiten Mal nach 2012, aber schon mit einer Ausstellerverdoppelung, sprudelte vom 08. – 10.03.13 aus den Hähnen im MVG-Museum feines, handwerklich hergestelltes Bier: Fernsehbier- und hopfenextraktfreie Zone! Veranstalter (und Slow Food Unterstützer) Frank-Michael Böer konnte und durfte sehr zufrieden ins Glas grinsen: Es geht um gutes Bier. Schon immer kompromisslos aus erlesenen Zutaten gebraut, wird endlich auch in dieser Disziplin das Segel der Vielfalt voll entfaltet. Der Wind dazu weht aus den USA. In den 1980er Jahren fiel hier die Zahl der Brauereien deutlich unter 100. Vornehmlich geschmacklich dünne und untereinander austauschbare Produkte von Industriebrauereien teilten sich den Markt auf.Weiter Lesen

Sein Duft ist mir einer der Liebsten. Und das will für einen Nasenmenschen was heißen. Es geht um den Hopfen (Humulus lupulus). Als Schüler half ich einmal 10 Tage bei seiner Ernte. Der Grundstein war gelegt. Jedes Jahr bin ich wegen ihm zur Saison einmal in der Hallertau und hole mir einige feine Dolden. Ihr neues Zuhause, ein Weck-Glas, wird dann immer bei Gusto geöffnet und ich werde zum Schnüffler. Festigung. Einer meiner Onkel (der mit dem Bärlauch) zog in den 80er Jahren mit seiner Familie für einige Jahre nach Haunstetten (Hopfenanbaugebiet Spalt). Wir haben sie gerne besucht. Was stand unmittelbar in der Nachbarschaft? Eine Hopfendarre! Anfang der 90er Jahre öffnete mir mein lieber Freund Bill in New York eine Flasche Samuel Adams Boston Lager. Die Nasenflügel weiteten sich. Gänsehaut!Weiter Lesen

Die größte Brauereigruppe der Welt heißt Anheuser-Busch InBev. Zu ihr gehören – man höre und staune aus bayerischer Sicht – Franziskaner, Löwenbräu und Spatenbräu. Der weltweit drittgrößte Brauereikonzern ist Heineken N.V. Zu ihm gehören u. a. die Marken Hacker-Pschorr, Paulaner und Kulmbacher. Gemeinsame Ziele: eine möglichst große Konsumentenschicht. Diese wird erreicht durch: den kleinsten gemeinsamen Nenner. Auf der Strecke bleiben dabei … Im Ozean der Industrie- und Fernsehbiere halte ich deshalb schon seit jeher Ausschau nach den handwerklich arbeitenden, privat geführten, regionalen Leuchttürmen der Braukunst. Der eigenen Note, des Geschmacks wegen. Der Markt ist hoch erfreulich in Bewegung – und ich meine jetzt nicht den globalen Verdrängungs- und Verdichtungswettbewerb bei den austauschbaren Giganten – nein, ich meine die Veränderungen auf lokaler Ebene. Stichworte: Hausbrauerei, Microbrewery, Craft Beer. Von der fantastischenWeiter Lesen

Das Slow Food Magazin (Print) erscheint mit der aktuellen Ausgabe (11/12-2012) jetzt im Münchner Oekom Verlag. Nächstes Jahr wird es ein neues Layout geben. Und ich gehe sicher davon aus, dass auch die Website von Slow Food Deutschland (irgendwann) einen Umbau erfahren wird. Das Convivium Ingolstadt hat seit Gründung (11. Mai 2007) dort alle seine Veranstaltungen und Aktivitäten gepostet und wird dies natürlich auch weiter tun. Es ist jetzt aber nicht auszuschließen, dass ältere Beiträge (z. B. einem neuen Layout geschuldet)  „hinten runterfallen“. Das wäre betrüblich. extra prima good ist also zur Stunde ganz präventiv tätig und entfaltet zur Gefahrenabwehr einen in diesen Tagen allseits beliebten Rettungsschirm. Die Texte und Fotos (allesamt vom padrone) habe ich (historisch korrekt) im Original belassen. Beim Zusammenstellen wurden viele Erinnerungen wach. Sie dürfen mitWeiter Lesen

Ingolstadt liegt an der Donau. Den Fluss der Stadt – oder umgekehrt? – und seinen Menschen näher zu bringen ist hier ein tagesaktuell viel diskutiertes Thema. Letztes Jahr habe ich am städtischen Nordufer diese schöne Installation zu Ehren seiner unmittelbaren Bewohner entdeckt. Ihnen galt jetzt auch eine sehr reizvolle Slow Food Veranstaltung Unter dem Titel „Donaufisch und Weltenburger Enge“ trafen sich Anfang Oktober in Kelheim (Hafen) Mitglieder aus den beiden Convivien Niederbayern und Ingolstadt. Die Zusammenkunft war mit 70 Gästen sehr gut besucht. Goldenes Herbstwetter gesellte sich zur Freude aller auch hinzu. Mit Fischen aus der Donau habe ich bereits früh meine Erfahrungen gemacht. Sie sind zweigeteilt. Großartig in Erinnerung habe ich die Nächte, in denen ich meinen Vater beim Aal-Angeln begleiten durfte. Nicht so toll waren (vereinzelte) Karpfenessen. DieWeiter Lesen

Seit dem 01. Mai diesen Jahres gibt es in Ingolstadt den Schutterhof-Biergarten. Gleich am Eröffnungstag habe ich freudig darüber einen Artikel geschrieben. Seither sind vier Monate ins Land gegangen. Gerade komme ich aus dem Biergarten und mich drückt ein Kurz-Resümee: Schön, dass es ihn gibt! Es fehlt (noch) die Patina. Die kommt von alleine. Die Zeit wird auch die Kastanien wachsen lassen. An der (zu kühlen) Beleuchtung sollte gearbeitet werden. Warum nicht Teile der umliegenden Wände dauerhaft illuminieren? Der Lichtkünstler Markus Jordan hat doch vor Ort seine Werkstatt … Die Schirme des Industrieeisherstellers Langnese passen nicht in den Hof. Am Schankhaus habe ich mich inzwischen optisch abgearbeitet. Mir passt es. Kontrapunkt zu den historischen Festungsanlagen. Im Ostende (Toiletten) könnte man vielleicht über eine Holzlattung mit Rankpflanzen (Wein?) nachdenken. Oft versprochen, seltenWeiter Lesen

Ich will kurz vom weiteren Tagesverlauf – der im Weißwurst-Mekka so schön begonnen hatte – berichten. Wo geht man “auf den Keller”? Und wo ist es so schön, dass gleich die ganze Altstadt UNESCO Kulturerbe ist? In Oberfranken, in Bamberg natürlich! Was die Altstädte in Deutschland angeht, haben auch die von Lübeck, Goslar, Quedlinburg, Stralsund, Wismar und Regensburg Kulturerbestatus – aber eben keine Keller. Die Bamberger Universität hat keine Juristische Fakultät. Anderenfalls wäre es für meine nährende, gütige Mutter (Alma Mater) in Würzburg womöglich noch einmal eng geworden … Unser – mein Vater begleitete mich (dringende Empfehlung für Vater-Sohn-Tage!) – erster Weg führte uns zum Mahr´s Bräu, das rechts der Regnitz liegt. Ich schuldete der Brauerei noch die Rückgabe eines leeren Biertragels. Lastenfrei ließen wir uns auf dem ersten KellerWeiter Lesen

Bekanntlich war seinerzeit das Bierbrauen im Sommer verboten. Wegen der Brandgefahr die von den heißen Siedekesseln ausging. Da (gutes) Bier immer schmeckt – vor allem und gerade im Sommer – legten die findigen Brauer zwecks jahreszeitlicher Überbrückung tiefe Keller zur kühlen Lagerung des Hopfenschatzes an. Oberirdisch wurden zudem großblättrige Bäume (Kastanien!) gepflanzt um mit deren Schatten auch hier der Erwärmung entgegenzuwirken. Es waren schöne, gemütliche Plätze – der Rest ist Geschichte und genussvolle Gegenwart: Mit dem Ausschank vor Ort und einfachen Tischen und Bänken, war der Biergarten geboren! Unterirdisch bedingt – vom Keller her gedacht. Wohlwissend sagen deshalb die Bamberger, sie gehen „auf den Keller“. Es folgt ein bieriger Ausflugstipp des padrone: Begebt Euch auf den Wettelsheimer Keller! Zwischen Treuchtlingen und Wettelsheim ist ein bergiges Waldstück. Dort, wunderbar eingebettet, findet sichWeiter Lesen

Seit heute (01.05.12) 14 Uhr steigert der Schutterhof die Lebensqualität der Ingolstädter Altstadt. Schaut dieser Tage eh recht gut aus hier! Wenn ich so an die phantastische Stimmung beim (heißen) Halbmarathon am Samstag denke … Oder zeitgleich veranstaltet, an den wunderbaren Beginn der 19. Literaturtage: Im (kühlen) Gewölbe der Harderbastei über 48 ununterbrochene Stunden Tolkiens gesamten Herr der Ringe von 100 Vorlesern dargeboten … reizvolle Bandbreite … schön hier zu sein. Ich kenne den Schutterhof (nur) als Veranstaltungsort von Flohmärkten aus den 70er und 80er Jahren. Erinnerlich am ersten Sonntag im Monat. Im Wechsel mit dem dritten Sonntag in der Herrenschwaige bei Hagau. Der Schutterhof hat natürlich eine tiefere Geschichte. Er ist Teil der beeindruckenden Festungsanlage (BR-Sendereihe „Das Bayerische Jahrtausend“ – Folge Ingolstadt – Schlusssatz dort: „Wenn alles wankt –Weiter Lesen

In der traditionell vom padrone gepflegten Fastenzeit bleibt von Aschermittwoch bis zur Osternacht auch der Alkohol aus dem Spiel. Die Starkbierzeit muss also stetig gut ohne mich auskommen. Eine klitzekleine Ausnahme gab es vor fünf Wochen. Neben den „normal“ konditionierten Bieren, habe ich an leichten Weißbieren großen Gefallen gefunden. Und nach einem Zieleinlauf beim Halbmarathon hatte ich mein Erweckungserlebnis mit alkoholfreiem Weißbier. Noch ist Fastenzeit, vorletzte Woche wurden die Sonnenstrahlen länger – ideale Bedingungen für einen Vergleichstest des wunderbaren Durstlöschers. Wie immer will ich anregen solche Tests selbst zu machen – seinen eigenen Geschmack zu finden! Bei der Vorbereitung nehme ich interessiert zwei Vergleiche alkoholfreier Weißbiere zur Kenntnis. Im Mai 2010 testete (hier) die Stiftung Warentest 20 Biere. Gewonnen hat das TAP 3 von Schneider. Im Juni 2011 verglich dieWeiter Lesen

Knapp 20 Mitglieder des Slow Food Conviviums Ingolstadt  begaben sich am 18.11.11 nach Neuburg zum Besuch des Juliusbräu mit anschließendem Biermenü im Neuwirt. Das Juliusbräu – aus vollkommen unverständlichen Gründen im benachbarten Ingolstadt weitgehend unbekannt – ist seit 2001 leider der einzige produzierende Bräu in Neuburg. Dabei waren es 1879 dort einmal 16 Stück. Unverständlich deshalb, weil hier mit noch echtem handwerklichem Anspruch und Aufwand herrliche Biere das Licht der Welt erblicken. In erstaunlicher Vielfalt bei der Kleine des Betriebs. Was „Fernsehbiere“ mit Millionenaufwand nicht schaffen und letztlich doch fast (Jever nehme ich mal raus) beliebig austauschbar bleiben – beim Julius besteht kein Mangel an Identität, Charakter und sogar Charme. Für bayerische Verhältnisse ist es eine junge Brauerei. Es gibt sie (erst) seit 1828. Und Julius hieß der Vater, der Opa und der UropaWeiter Lesen

Am Dienstag war ich auf der Wiesn. Also auf dem Oktoberfest in München. Ich bin kein Wiesn-Fanatiker. Aber an einem Wochenanfang, im Altweibersommer, gegen Mittag, eine frische Mass, flanieren, schauen, beobachten, sich langsam in den Abend hineinfesten, ohne Ehrgeiz, aber mit Lebenslust – das möchte ich einmal, vielleicht zweimal im Jahr nicht missen! Die Oide Wiesn habe ich mir angesehen. Sie ist die Nachfolgerin der historischen Wiesn, die 2010 anlässlich des Wiesnjubiläums “200 Jahre Oktoberfest” erstmals veranstaltet wurde. Respekt! Insbesondere das Volkssänger- und Musikantenzelt “Zur Schönheitskönigin” hat es in sich. Echte bayerische Kulturgutpflege – ein Blick in das Programm und die Linkliste und man weiß sich dort in wirklich guten Händen. Zurück zur Wiesn. Wie grenzt man eigentlich diese jetzt namentlich gegen die Oide Wiesn ab? Konventionelle? Normale? Ich nenne sie weiter einfach Wiesn.Weiter Lesen

In Ingolstadt und den angrenzenden Landkreisen gibt es eine ganze Reihe gut gemachter Museen und Bildungsstätten zum Thema Lebensmittel und Landwirtschaft, die da wären: Bauerngerätemuseum in Ingolstadt/Hundszell Jura Bauernhof Museum in Hitzhofen/Hofstetten Donaumoos Freilichtmuseum „Haus im Moos“ in Karlshuld Deutsches Hopfenmuseum in Wolnzach Europäisches Spargelmuseum in Schrobenhausen Das Hopfenmuseum hat der padrone mit dem Slow Food Convivium Ingolstadt vor einigen Wochen besucht. Bericht dazu hier. Heute ging es wieder ins Museum. Im Bauerngerätemuseum Hundszell war Öko-Bauernmarkt! Zunächst machen wir aber eine große Schleife. Schon immer wollte ich einmal auf dem Pfaffenhofener Flohmarkt herumstöbern. Stunden später: Guter Markt! Neuwaren 0 %, Ramsch < 3 %. Klare Empfehlung. Meinen Rucksack machten schließlich acht Gewichte schwer: Diese werden bald ein wenig abgeschliffen und dann klar lackiert. Türstopper, Bücherstütze, Briefbeschwerer – sind gut verwendbar. Handschmeichler.Weiter Lesen

Das Slow Food Convivium Ingolstadt  traf sich kürzlich in Wolnzach. Auf dem Programm stand der Hopfen. Es war Erntezeit. Den Duft der Dolden habe ich noch immer in der Nase … herrlich! Johannes Sommerer persönlich, der 1. Vorsitzende des Vereins Deutsches Hopfenmuseum (e.V.), führte uns mit Leidenschaft durch die schöne Sammlung. Eine ausgezeichnete Führung! Von der Theorie zur Praxis – besuchten wir gleich danach die Hopfenbauernfamilie Pfab. Vater und Sohn beantworteten alle gestellten Fragen. Vor allem aber unzählige Ungestellte. Eine sehr sympathische Familie! Und das mit dem Duft stimmt wirklich. Der padrone arbeitete als Schüler einmal 10 Tage bei der Hopfenernte. Zu Recht durfte er sich nach den Ferien dünken etwas geleistet zu haben. Auf der Ladefläche eines vom Traktor gezogenen Anhängers stehend, mussten die einzelnen Reben vom oberen Spanndraht gerissen werden. HeftigeWeiter Lesen

Eigentlich täglich komme ich an der Ecke Kreuzstraße/Poppenstraße an dieser schönen Wandmalerei vorbei: Ortsunkundige – Durstige womöglich – wähnen hier einen frischen Bierausschank, direkt beim Bräu. Allein – die Suche danach, das wissen jetzt Ortskundige schon, scheitert leider. Die Malerei erinnert, neben einigen Straßennamen, an die einstige Vielfalt des Brauwesens in Ingolstadt. Der Stadt, in der bekanntlich die weltweit älteste bis heute gültige lebensmittelrechtliche Bestimmung erlassen wurde: Das Bayerische Reinheitsgebot für Bier! So geschehen am Georgitag – dem 23. April 1516 – auf dem Landständetag durch den damals Bayern regierenden Herzog Wilhelm IV. Heute gibt es im Stadtgebiet noch zwei aktive Brauereien. Nordbräu und Herrnbräu. Erfreulicherweise sind es mit dem Schwalbenbräu ja eigentlich drei. Letzteres wird aber selbst nicht in Ingolstadt gebraut – oder doch? Ich werde dieser Frage –Weiter Lesen