Irgendwann hält man zum ersten Mal einen Warenkatalog der Fattoria La Vialla in Händen. Nicht wenige dürften ihn nach dem Durchblättern mit der vollkommen nachvollziehbaren aber trügerischen(!) Erkenntnis – „Das ist ja alles gar nicht wahr“ – zur Seite legen. Zu schön um … Ich bestellte trotzdem. Wirkung: Seit ungefähr sieben Jahren vertrauen wir in der heimischen Speisekammer auf mindestens eine Grundausstattung von Produkten – Olivenöl, Pasta und Torbolone (= Cuvée aus Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Merlot) – des in jeder Hinsicht mustergültigen Landguts der Familie Lo Franco. Weil der Zweifel aber die dicksten Bretter durchnagt, sind wir im Mai 2010 für eine Woche in die Toskana gefahren um zu begreifen. Nach Castiglion Fibocchi, gute 10 km nord-westlich von Arezzo gelegen. Unsere herrliche Unterkunft auf dem Anwesen, eine Wohnung imWeiter Lesen

Diese Kulisse geht eigentlich schon ein bisserl über den Realismus hinaus … Dank Entschleunigung trügt der erste surreale Eindruck aber. Gott sei Dank. Das Leben ist phantastisch. Kommt man bei unserem Gastgeber Matthias in Geisenfeld an, wird das Flussbett der Zeit tief und breit. Der Ofen ist lange angeschürt, der Stein hat ordentlich Temperatur aufgenommen. Die Kochgruppe von Slow Food Ingolstadt (diesmal zu zwölft) hat sich einen Backnachmittag hingelegt: Pizza, Brot und Blootz (in Hohenlohe und Franken für Flammkuchen). Machen und genussvoll wieder verschwinden lassen: Auf dem Tellerrand findet sich tatsächlich Sebastian Kneipp. Nichts wurde (aber) verwässert oder getreten. Mitkochen? Küche zur Verfügung stellen? Ideen zum Thema? Gunter Wagner (E-Mail). So heißt der Leiter unserer Gruppe …

Es ist endlich wieder Biergartenzeit! Die Antoniusschwaige ist gut in die Gänge gekommen. So gut, dass gerade vernehmbar genörgelt wird, weil man dort keinen freien Platz findet… Einen Tod muss man sterben … Aber es hat in der Tat dort noch sehr viel Platz, den es zu bespielen gilt. Die Geschichte ist einem regionalen Luxusproblem geschuldet. Der Ingolstädter Arbeitsmarkt scheint leergefegt. Wirt Anton Wittmann sucht händeringend (gutes) Personal. Und davon macht er die weitere Bestuhlung abhängig. Ein schlauer Mensch. Der Schutterhof geht einen anderen Weg und bietet etwas Einmaliges in der Region. Ich kenne jedenfalls keinen Zweiten der es macht. Hier wird gutes, bayerisches Brauchtum gepflegt. In der Begründung zur Bayerischen Biergartenverordnung – Ziffer 2.1 Zu § 1 – heißt es nämlich: „Kennzeichnend für den bayerischen Biergarten im Sinne derWeiter Lesen

Ich mag Klöster. Besonders angetan bin ich von der Benediktinerabtei Plankstetten. Als ich vor guten zehn Jahren vor der Frage stand, ob ich mich als Rechtsanwalt selbstständig machen soll, fand ich hier die nötige Stille zur Sammlung und Aufhellung. Eine Woche lang arbeitete ich bis zum Mittagessen in der Gärtnerei – der restliche Tag war der Kontemplation vorbehalten. Das erfreuliche Ergebnis ist bekannt. „Leben aus dem Ursprung“ heißt es in Plankstetten. Und damit sind sie ganz weit vorne. Die Landwirtschaft des Klosters wurde 1994 komplett auf organisch-biologische Wirtschaftsweise umgestellt. Gute Mittel zum Leben tummeln sich hier deshalb überall: Klosterküche, Marktwagen, Hofladen. Eigene Bäckerei, Metzgerei (sogar eigene Schlachtung), Imkerei, Gärtnerei und Brennerei (alle Betriebe hier). Selbst einen Onlineshop gibt es. Vergangenen Sonntag war die Familie in der Klosterschenke: Man beachte denWeiter Lesen

Ein lieber Freund ist Kanadier. Er kommt aus der Provinz Ontario, ganz im Osten, gleich über dem Ottawa River liegt die Provinz Québec. Slow Food hat uns zusammengebracht. Kulinarisch fällt jetzt zwingend das Produkt dieser Region: Ahornsirup! Ein wunderbares, reines Naturerzeugnis – eine beachtliche Zutat für das im Wortsinne dolce vita. Vom letzten Weihnachtsbesuch in der Heimat brachte er zum munteren Probieren vier Dosen in den Klassifizierungen – light, medium, amber und dark – mit. Die Geschmacksintensität steigt mit der Farbsättigung. Infodestillat: Anteil Kanada Weltjahresproduktion: Gute 85 % – davon ca. 90 % Québec. Rest USA (Neuenglandstaaten). Erntezeit Ende Februar bis April – dazu unbedingt notwendig Nachtfrost und gleichzeitig tagsüber Temperaturen über den Nullpunkt. Dann steigen die Säfte des Zucker-Ahorn aus den Wurzeln in den Stamm. Dieser wird angebohrt undWeiter Lesen

Seit gut vier Jahren treffen sich Mitglieder von Slow Food Ingolstadt zum gemeinsamen Kochen. Ich verweise beispielhaft auf die hier im Blog dokumentierten Treffen vom 06/2009, 10/2009, 03/2011 und 03/2012. Seit diesem Jahr wird unsere Kochgruppe von Tanja Lewandowski und Gunter Wagner geleitet. Das (halbe) Altmühltaler Lamm stammte von der Schäferei Wörlein (Wochenmarkt Ingolstadt). Am Palmsonntag wurde es komplett (als empfehlenswerter Kontrapunkt zur ausschließlichen Verwendung von Edelteilen) verwertet. Der padrone hat dem geschätzten Leser – die herrlichen Gerüche ausgeklammert – nichts voraus. Fastenzeit … Nicht mal das Bier der Mallerdorfer Schwestern wurde von mir angerührt. Ein paar Kartoffeln mit Salz und Butter habe ich mir dann aber doch gegönnt. Die restliche Tafelrunde war sich einig: Die Lasagne war am besten. Es wäre sehr wünschenswert, wenn häufiger geschmurgelt würde. Kommt dieWeiter Lesen

Die Bayerischen Ernährungstage 2013 sicherten mir am vergangenen Freitagabend ein genussreiches Plätzchen im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Ingolstadt. Dieses Amt sollte man als Ansprechpartner für Essen in der Region auf der Rechnung haben. Von ihm wird z. B. die sehr hilfreiche Broschüre “Köstliches vom Lande – Direktvermarkter aus dem Landkreis Eichstätt und der Stadt Ingolstadt” herausgegeben. Die Behörde wird seit 01. Juni ganz frisch von Else Greßmann geleitet. Sie begrüßte uns zum Motto „Richtig gut essen“ an einer festlichen Tafel (mit Tafelmusik). Weil richtig gutes Essen sich immer an Saisonalität und Regionalität orientiert, gab es ausschließlich reife, frische Produkte lokaler Anbieter. Zubereitet wurde diese von den Studierenden des laufenden Semesters der hauseigenen Landwirtschaftsschule – Abteilung Hauswirtschaft. Zu jedem Gang präsentierte eine andere Studentin kurzweilig vorgetragene Informationen zurWeiter Lesen

Es fehlt noch ein bisserl aus dem Jahr 2011. Unser Tatendrang 2010 ist hier dokumentiert. Kochen am 18.03.2011. Vorspeise: Hühnchenleber (von Schönacher/Ingolstadt) auf geröstetem Weißbrot Hauptgang: Forelle (von Lang/Regelmannsbrunn) im Salzteig mit Pesto und Fenchel Nachspeise: Birnen mit Honig, Ziegenfrischkäse und Pecorino Weine: Furstentum 2002, Gewürztraminer, Andre Blanck, Elsass und Patergarten 2002, Riesling, Paul Blanck, Elsass 21.01.2011 – Weinstammtisch – Thema Spätburgunder in Rheinhessen (Gegenprobe Baden/Burgund) Battenfeld-Spanier, Hohen-Sülzen: Spätburger „Holzfass“ 2007 Battenfeld-Spanier, Hohen-Sülzen: Kirchenstück 2007 GG Weingut Kühling-Gillot, Bodenheim: Oppenheim Kreuz 2007 GG Weingut Ludi Neiss, Kindenheim: Glockenseil 2008 GG Weingut Keller Flörsheim-Dalsheim: Spätburgunder trocken „S“ 2006 GG Weingut Bernhard Huber, Malterdingen: Bombacher Spätburgunder trocken 2007 Domaine Dupont-Tisserandot, Cote-D´Òr: Gevrey-Chambertin 2000  25.03.2011 – Thema Lieblingsweine Weinstammtisch am 25.03.2011. Thema: Persönliche Empfehlungen! Zu Gast waren wir bei Ulla und Franz inWeiter Lesen

Der Rettungsschirm spannt sich jetzt über das Jahr 2010. Rettungsschirm? Also: 02.05.2010 – Besuch Chocolaterie „mundgerecht“ Seit Mitte März 2010 hat mundgerecht, eine kleine Patisserie und Chocolaterie im Zehenthof zwischen Viktualienmarkt und Fußgängerzone in Ingolstadt geöffnet. In der kleinen Erlebniswelt des Genusses trifft man auf unwiderstehliche, kleine aber feine Köstlichkeiten. Handgefertigte Einzelstücke in exzellenter Qualität – direkt vor Ort hergestellt. Süß, salzig, schokoladig – mundgerecht(e) Köstlichkeiten. Das wollten wir uns am 02.05.2010 genauer ansehen. Frau Katrin Elsler, die Inhaberin der Manufaktur, führte uns zu Beginn in die Grundsätze von „mundgerecht“ ein und präsentierte uns dazu die Köstlichkeiten die ihr Vater Ernst – gelernter  Meister seines Fachs – hergestellt hatte. Zuerst waren salzige Kleinigkeiten wie Käsestangen, Käseschwäne (auch mit Meerrettich), Blätterteig-Pasteten, Tarteletts mit Ziegenkäse an der Reihe bevor wir das hauseigene gebackene MüsliWeiter Lesen

Weiter geht es mit dem Rest des Jahres 2009. Teil 1 findet sich hier. 17.10.2009 – Hallertauer Ziegenhof und Kirchweih-Gansessen Am Kirchweihsamstag besuchten wir den Hallertauer Ziegenhof. Im Anschluss gab es ein Kirchweih-Gansessen im Huberhof. Zunächst trafen wir uns um 15:30 Uhr beim Huberhof der Familie Selmayer in Airischwand 5, 85405 Nandelstadt. Zu Fuß geht es dann ca. 2 km über Feldwege zum Hallertauer Ziegenhof, Nandlstädterstraße 37, in 84104 Tegernbach. Wir wurden bereits von Herrn Hans Kellner erwartet. Mit dem angenehmen Selbstverständnis von Menschen, die ganz bei sich sind bei dem was sie machen, stellte er uns seinen Bioland zertifizierten Ziegenhof vor. Während einer Australienreise, bei der er Ziegenkäse kennenlernte, kam die Idee. Zurück von der Reise, tauschte er eine Sau mit Ferkeln aus dem elterlichen Betrieb gegen eine Goaß mit drei Kitzen. DerWeiter Lesen

Das Slow Food Magazin (Print) erscheint mit der aktuellen Ausgabe (11/12-2012) jetzt im Münchner Oekom Verlag. Nächstes Jahr wird es ein neues Layout geben. Und ich gehe sicher davon aus, dass auch die Website von Slow Food Deutschland (irgendwann) einen Umbau erfahren wird. Das Convivium Ingolstadt hat seit Gründung (11. Mai 2007) dort alle seine Veranstaltungen und Aktivitäten gepostet und wird dies natürlich auch weiter tun. Es ist jetzt aber nicht auszuschließen, dass ältere Beiträge (z. B. einem neuen Layout geschuldet)  „hinten runterfallen“. Das wäre betrüblich. extra prima good ist also zur Stunde ganz präventiv tätig und entfaltet zur Gefahrenabwehr einen in diesen Tagen allseits beliebten Rettungsschirm. Die Texte und Fotos (allesamt vom padrone) habe ich (historisch korrekt) im Original belassen. Beim Zusammenstellen wurden viele Erinnerungen wach. Sie dürfen mitWeiter Lesen

Ingolstadt liegt an der Donau. Den Fluss der Stadt – oder umgekehrt? – und seinen Menschen näher zu bringen ist hier ein tagesaktuell viel diskutiertes Thema. Letztes Jahr habe ich am städtischen Nordufer diese schöne Installation zu Ehren seiner unmittelbaren Bewohner entdeckt. Ihnen galt jetzt auch eine sehr reizvolle Slow Food Veranstaltung Unter dem Titel „Donaufisch und Weltenburger Enge“ trafen sich Anfang Oktober in Kelheim (Hafen) Mitglieder aus den beiden Convivien Niederbayern und Ingolstadt. Die Zusammenkunft war mit 70 Gästen sehr gut besucht. Goldenes Herbstwetter gesellte sich zur Freude aller auch hinzu. Mit Fischen aus der Donau habe ich bereits früh meine Erfahrungen gemacht. Sie sind zweigeteilt. Großartig in Erinnerung habe ich die Nächte, in denen ich meinen Vater beim Aal-Angeln begleiten durfte. Nicht so toll waren (vereinzelte) Karpfenessen. DieWeiter Lesen

Im Mai diesen Jahres – am 11. genau – wurde das Slow Food Convivium Ingolstadt fünf Jahre alt. Eine offizielle Feier dieser schönen Gegebenheit gab es nicht. Eine Planung dazu aber sehr wohl. Allein – einige hat dabei der Mut verlassen. Das nächste Mal wird es gelingen! Aber so ganz ohne Feier? Eben. Klaus hat keine Ruhe gegeben. Und Bruder Jose Vettikatte sein Versprechen gehalten. Jose ist Guardian des Kapuzinerklosters Ingolstadt. Den bemerkenswerten Platz in der Harderstraße 4 darf ich all denen ans Herz legen, die lebendige, lebenstaugliche kirchliche Angebote schmerzlich vermissen! Bis Ende 2005 haben diese hier die Franziskaner gemacht. Seit Anfang 2006 zeichnen sich die Kapuziner dafür verantwortlich. Im Refektorium waren wir also Ende September zu einer genussvollen Tafel Gäste im Kloster. Parole: Jeder brachte feines, selbst zubereitetesWeiter Lesen

Hartnäckig hält sich die wahrscheinlich zutreffende Behauptung, wonach es nicht wenige Kinder gibt, die glauben Kühe seien lila. Übertragen wir das einmal. Auf die Nähe und das Wissen zu einer Berufsgruppe, ohne die in Sachen Brot nichts geht. Müller. Schon mal einen gesehen? Schon mal einem die Hand gegeben? Wer mahlt das Mehl deines Bäckers? Schon mal eine aktive Getreidemühle besucht? Blank war ich da – richtig blank! Und das bei dieser unersetzlichen Brücke zwischen Bauer und Bäcker. Wenn ich die Augen schließe, habe ich – als Wilhelm Busch Enthusiast – einen dicken, weiß gekleideten Mann vor mir. Mit roter Mütze und roten Schlappen. Nach den Protagonisten Witwe Bolte, Schneider Böck, Lehrer Lämpel, Onkel Fritz, Meister Bäcker und Bauer Mecke ist er es schließlich – Meister Müller – der denWeiter Lesen

Der Gastgeber unseres (Slow Food Convivium Ingolstadt) letzten (20.04.12) Weinstammtischs war dieser Tage in London. Vom dortigen – auf einheimische Sorten spezialisierten – Käsehändler Neal’s Yard Dairy brachte er uns diese englischen Rohmilchkäse (alles Kuhmilch) mit: Stichelton, Sparkenhoe Red Leicester, Montgomery´s Cheddar, Wensleydale, Kirkham´s Lancashire und Gorwydd Caerphilly. Wallace & Gromit flogen extra zum Mond, weil sie glaubten, dieser bestehe aus ihrem Lieblingskäse Wensleydale. Meine Favoriten waren hingegen die wunderbar milchigen Leicester und Caerphilly. Als wäre dies nicht schon genug der löblichen Gastfreundschaft, drängte unser Gastgeber zum eigentlichen Zweck der Zusammenkunft diese fünf Flaschen – Zeugen eines weit zurückliegenden Südfrankreichbesuchs –  von seiner Kellerherde ab: 1998/Domaine du Gour de Chaulé/Cuvée Tradition Gigondas 1999/Domaine la Bouïssière/Gigondas 1999/Domaine Pierre Usseglio & Fils/Chateauneuf du Pape 1999/Domaine Berthet-Rayne/Chateauneuf du Pape 1999/Chateau Fortia/Chateauneuf du Pape Der PierreWeiter Lesen

Neben regelmäßigen Stammtischen und Veranstaltungen unterhält das Slow Food Convivium Ingolstadt derzeit drei aktive Interessengruppen – Genussführer, Weinstammtisch und Kochgruppe. Vom letzten Treffen der „Köche“ (23.03.) gibt es einige Bilder. Ich sitze im selben Boot wie die hochverehrten Leser dieser Zeilen – ich war (diesmal) nicht dabei. Fastenzeit. Da sagt der padrone – frei nach Grünwald – Stopp! Zum Reh zum Beispiel. Petra hat mich (hinter der Kamera) sehr sehenswert vertreten: Im Mittelpunkt standen zwei Rehkeulen. Über den Nachmittag – gerade so lange, dass sie den Wildgeschmack nicht verlieren – wurden sie in Buttermilch mariniert. Die eine verließ den Ofen als Bratenstück. Die andere als Klassiker: „Ja, wos gibt’s denn heid auf d’Nacht? – heid gibt’s a Rehragout!“ Diese Kochgruppe ist – insbesondere weil wir in privaten Küchen kochen (Platz!)Weiter Lesen

Dinner for One. Miss Sophie zum Nachtisch: „I think we’ll have port with the fruit.“ Trinken Sie Portwein? Zum Nachtisch? Machen Sie das mal! Mein erster Kontakt mit Portwein führte über die Zigarre. Die beiden ergänzen sich sehr gut! Im Dezember 2000 gründete sich das Ingolstädter Cigarren Collegium – „All that Cigar„. Zu der Zeit gab es noch das „Caledonian Connection“ – der in vielerlei Hinsicht sehr besondere Whiskyhandel von Bernd Wolf. Neben diverser Single Malt Tastings war ich im Juni 2001 dort auch bei einer Portwein-Verkostung zu Gast. Geöffnet wurden Flaschen der Erzeuger 2 x Fonseca, 2 x Dow, Graham, Niepoort und 2 x Quinta do Noval. Es war Liebe auf den erste Riecher und Schluck. Mein damaliger Favorit: Dow. Zu meiner großen Freude hatte nun vergangenen Freitag unser Slow Food Weinstammtisch dasWeiter Lesen

Kerstin kommt aus Celle. Ihr Mann Ingo aus Buxtehude. Dort, im hohen Norden wird geboßelt. Der Bayer macht sich jetzt zu Wikipedia auf: Boßeln. Kurzerklärung: Zwei Mannschaften. Zwei Holz- oder Gummikugeln. Abwechselnd werden diese in die Landschaft geworfen (in der Technik dem Kegeln ähnlich). Die Ruhepunkte der beiden Kugeln werden nach jedem Wurf verglichen. Das der Weite nach zurückliegende Team beginnt den nächsten Wurf. Gelingt es dabei dem Werfer dieses Teams nicht, den Rückstand wettzumachen, erhält der Gegner einen Punkt (auch Schöt genannt). Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Schöts zu erzielen. Beim Spaziergang zu unserem jährlichen Gansessen um Sankt Martin herum, hatte Ingo einmal die Idee ein gemeinsames Boßeln zu veranstalten. Geboßelt wurde ursprünglich (und wird als Freizeitbeschäftigung) in Norddeutschland im Winter. Zu dieser Jahreszeit hatte die Landbevölkerung ausreichend Zeit und esWeiter Lesen

Der Weißwursttest aller Ingolstädter Metzgereien steht vor seinem Ende (aktuelles Ranking). Bevor ich mich dem letzten Kandidaten zuwende, sind einige Extrawürste fällig. In München wurde sie erfunden. In München wurde um sie gekämpft. Die Schutzgemeinschaft Münchner Weißwurst wollte die „Original Münchner Weißwurst“ als geschützte geografische Angabe eingetragen wissen. Der Antrag dazu wurde 2004 gestellt. Es ging hin und her. 2009 schließlich lehnte das Bundespatentgericht in letzter Instanz diesen Antrag ab. Zum Rechtsstreit und den Ablehnungsgründen finden sich zwei weiterführende Artikel in der FAZ – hier und dort. Um die Ingolstädter Ergebnisse auf der großen Weißwurstbühne richtig einschätzen zu können, hielt ich es für angebracht, ja für unausweichlich, einmal zu verkosten was die Münchner Metzger so in den Darm füllen. Am 15.10.2011 wurde dazu ein großes Weißwurstfrühstück bei sehr lieben Freunden inWeiter Lesen

Nach dem Einzel (hier) folgte jetzt das Doppel. Ausgetragen wurde die Geschichte wieder bei Matthias in Geisenfeld. Und auch diesmal funktionierte der WMG (Waschmaschinenmotorgrill) perfekt! Zu dessen Start muss nur das Schwungrad auf dem der Keilriemen läuft mit einem kurzen Handgriff  angedreht werden. Im gemütlichen Spülgang kommt dann langsam Farbe an die Haut. Der Metallkorb für die Holzkohle ruht auf einer Schiene und kann, je nach Temperaturbedarf, einfach nach vorne oder nach hinten versetzt werden. Gastgeber Matthias umsorgte uns – auch diesmal – mit ganz großem Besteck. Selbst gebackenes Brot (Mehl von der regionalen Lehenmühle Fischer (seit 1676), Lehen 1, 85283 Niederlauterbach, Tel. 08452-514), warm, mit selbst gemachter Butter. Schon wunschlos glücklich … Grüner Veltliner aus der Wachau. Herrlich reife Ochsenherz-Tomaten aus dem Dorf. Moritz am Salz-Mörser. Und natürlich die zwei beinahe Drei-Kilo-Gockel …Weiter Lesen

Gestern Abend war ich bei Matthias in Geisenfeld eingeladen. Sein Freund, ein alter Schmied, hat sich einen Grill mit Waschmaschinenmotor gebaut. Diesen wollten wir ausprobieren: Die weiteren Teilnehmer: Ein Gockel (echter Mistkratzer vom Nachbarhof, ca. 3 kg) mit Petersilienfüllung, Hühnerleber frisch aus der Pfanne, Wiesenkräutersalat, selbstgemachte(!) Butter, selbstgebackenes Brot. Es gibt schlimmere Abende … Erfreulicherweise fand das Ganze eine Fortsetzung.