Fingerzeig (33) – Eisgenuss voraus!

Seit Jahren denkt mein Freund Wolfgang Erhard (Bäckerei Erhard) laut über eine eigene Speiseeisfertigung nach … und macht mir damit den Mund wässrig. Nun – es ist soweit! Am kommenden Donnerstag eröffnet in der Steuartstraße 2 (85049 Ingolstadt) seine Manufaktur „Die Eismacher“. Wir dürfen uns in jeder Hinsicht auf gute Zutaten (dazu die ausschließliche Verwendung von Bio-Milch), Saisonalität, die Abwesenheit von Zusatzstoffen und eine handwerkliche Herstellung einstellen. Vorfreude! Seit heute Abend leuchtet bereits die Schrift:

eismacher1eismacher2Nachtrag (12.05.2016): Es ist eröffnet.

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Fingerzeig (32) – Reinheitsgebot!?

23.04.1516. 499 Jahre und 363 Tage. 21.04.2016. Erlassen wurde das Reinheitsgebot bekanntlich in Ingolstadt. Wenn das keine Steilvorlage für Slow Food Ingolstadt ist. Und selbstverständlich nehmen wir den Ball auf!  Zwei Tage vor dem großen Geburtstag. Als guter Partner spielt das Museum für Konkrete Kunst mit. Wieder – siehe unsere Veranstaltung 20 + 1 im letzten Jahr.

Was geschah am 23.04.1516? Und warum? Was wurde daraus? Und heute? Welche Biere schmecken Slow Food? Behindert das Gebot die Freiheit? Oder ist es gar steter Garant für Kreativität? Fragen und Antworten. Wir haben beides. Und zwei feine Biere danach. Und Brot und Wurst. Als Fingerzeig wie es weitergeht. Wir haben uns nämlich erlaubt, aus dem Thema gleich eine kleine Serie über das Jahr zu machen. Drei Partien vom Museum – Reine Farbe, Reines Design und Reine Architektur – und drei von Slow Food.

Mit dem Bier geht es los – kommet zuhauf! Donnerstag, 21.04.2016, 19:00 Uhr, Museum für Konkrete Kunst, Tränktorstraße 6-8, 85049 Ingolstadt.

sf in - mkk in(31) – Fingerzeig – (33).

Nachtrag (27.04.2016): Bericht und Bilder zur Veranstaltung.

Fingerzeig (31) – Ach Claudio!

Claudio Del Principe und sein wunderbarer Blog Anonyme Köche sind keine Unbekannten hier. Ich habe gerade beschlossen, mir diese Woche noch seine Malfatti (Ricotta-Spinat-Klösschen) aus Italien vegetarisch zu machen. Am Karsamstag schlenderte ich auf der Suche nach österlicher Lektüre durch einen Buchladen. Aus dem Augenwinkel… jäher Stillstand… breites Grinsen… Kaufentscheidung!… erstes Blättern…

sommer1Eine entspannte Mischung aus kleinen Geschichten, Weisheit („Olivenöl extra vergine ist die conditio sine qua non“), Kurzweil , Fotolust, mundwässernden Rezepten und Mama:

sommer2Lucio Dalla läuft (seit längerer Zeit wieder), Wabi-Sabi! Ach Claudio – Danke!

sommer3Claudio Del Principe. „Ein Sommer wie damals“. Verlag Brandstätter. Erste Auflage 2016. Druckfrisch!

Postskriptum: Der Kenner kauft das Buch bitte im lokalen Buchladen. Sonst ist der irgendwann nicht mehr da… Ausnahmsweise begeben wir uns aber trotzdem kurz mal zu amazon. Hierher. Das ist sein erstes Buch. Nach kurzem Scrollen erscheint links ein wahrhaft köstlicher Kurzfilm – ansehen! Auf YouTube ist jeder Pfiffkas zu finden – könnte den Film jemand (Claudio?) dort bitte mal sichern?!

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Fingerzeig (29) – Fuchsbräu im Genussführer

Der Fuchsbräu in Beilngries hat für 2015 das Jahresmotto „Fuchs gibt Voigas“ ausgegeben. Der Slow Food-Geneigte zuckt bei solchen Losungen unwillkürlich…

fuchsbräu1 Es war freilich nur ein kurzes Zucken. Der Fuchsbräu hat den Halt nicht verloren – im Gegenteil! Es ging geschwind weiter in die goldrichtige Richtung – so weit, dass er nunmehr zum feinen Kreis der Wirtshäuser gehört, die im Slow Food Genussführer 2016 gelistet sind:

genussführer 2016Damit sind es jetzt sieben Einträge, die Slow Food Ingolstadt zu diesem Werk beisteuert.

Gestern Abend haben wir Wirtin Denise (Denny) Amrhein, zusammen mit Küchenchef Sylvester Meyer (ein Meister der inneren Freude) und dessen Stellvertreter Andreas Wibmer, die Aufnahmeurkunde überreicht. Herzlichen Glückwunsch!

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Andreas Wibmer, Denise Amrhein, Sylvester Meyer

Nach den Druckausgaben 2014 und 2015 kommt das nächste Buch (nach einjähriger Verschnaufpause) im Herbst 2016 in den Buchhandel. Redaktionsschluss dafür ist am 30.04.2016. Ich darf verraten: Wir haben dafür noch ganz heiße Kandidaten…

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Fingerzeig (28) – Erneuter Umzug und Bierliteratur

Hat man sich einmal eines Themas angenommen, fühlt man sich ihm irgendwann verpflichtet. Hängt damit dann auch noch die Deckung des persönlichen Nachschubs an Bierspezialitäten nicht unwesentlich zusammen, gilt es wachsam zu bleiben. Also aufgemerkt – die nachfolgende Nachricht ist brandheiß!

Den Donaupoint gibt es nicht mehr. Dafür jetzt aber das Bier Schmankerl. Nach anfänglichen Stationen des Donaupoints am Rathausplatz und dann in der Höllbräugasse, finden wir den neuen Laden ab heute (04.11.15) – die Straßennamen bleiben genial! – in der Ziegelbräustraße 4:

bier23bier24bier25Hans Fegerts Buch „Alte Ingolstädter Brauereien und Wirtshäuser“ gibt zu Protokoll: „Das Ziegelbräuhaus wurde … 1745 … erstmals urkundlich erwähnt, doch das Brauereianwesen bestand schon lange vorher.“ Gemeint ist damit freilich das ehemalige Brauereiareal an der Ecke Ludwigstraße/Schmalzingergasse. Im tiefen Keller unter der Ziegelbräugasse 4 findet sich eine Schleuse zu den dahinterliegenden früheren (zukünftig bespielbaren!) Gärkellern. Diese könnten, so vermute ich, entweder zum ehemaligen Hetzerbräu oder zum ehemaligen Eselbräu gehört haben. Beide befanden sich östlich von der Ziegelbräustraße, in der parallel verlaufenden Eselbräustraße (heute Georg-Oberhäuser-Straße):

bier22Es muss ja keine Endstation werden, aber eben auch kein schneller Zwischenhalt mehr… das wünsche ich Michael Kenne und allen Bierliebhabern ganz nachdrücklich. Morgen hole ich mir zur Eröffnung das taufrische 2015er Wet Hop Pale Ale „Frischer Traum“ (Gemeinschaftssud der Riedenburger mit der Kehrwieder Kreativbrauerei).

In Letzterer braut Oliver Wesseloh. Er hat gerade (druckfrisch letzte Woche) ein wunderbares Buch – „Bier leben: Die neue Braukultur“ – geschrieben. Wer hier einsteigt kommt sicher und kurzweilig zum Ziel!

bier21Ein (kleiner) Fehler hält sich in Teilen der Szene leider hartnäckig. So auch in obigem Werk oder im ebenfalls gerade erschienenen Craft Beer Kochbuch (Torsten Goffin/Stevan Paul/Daniela Haug). Das grandiose Weisse Bräuhaus G. Schneider & Sohn wird regelmäßig in Kehlheim – statt in Kelheim – verortet… Wenn wir schon dabei sind. Ebenfalls sehr gelungen, Sylvia Kopps „Das Craft – Bier Buch“. Mit richtig geschriebenem Kelheim!

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