Heiliger Abend 2011. Von ganzem Herzen wünsche ich Euch friedliche und besinnliche Tage. Habt Euch lieb! Die Krippe habe ich gerade mit Moritz aufgebaut. Mein Vater – sein Opa – hat sie Mitte der 70er Jahre gebaut. Seither begleitet sie treu alle unsere Weihnachten:

Samstagmorgen. Das Projekt Apfelkuchen geht auf die Zielgerade. Heute fahre ich mit dem Auto. Auf der Heimfahrt werde ich wertvolle, zerbrechliche Fracht an Bord haben … Max (wir sind zwischenzeitlich per Du) hat bereits wieder alles vorbereitet: Acht reife Äpfel (Jonagold) müssen zunächst geschält werden. Danach werden sie in Spalten und dann in kleine Stücke geschnitten: Es klingelt. Frau Ecker kommt. Wie verabredet, hat sie alles zum Kaffee kochen dabei. Passend zur Gesamtdramaturgie – Old School: Max rollt den Teig für den Kuchenboden aus. Dabei im Einsatz: Ein abgeschnittenes Stück Besenstiel: Im Hintergrund, vor dem Ofen, flötet das Backstubenradio. Es ist ein Autoradio und wird von eben einer solchen Batterie angetrieben. Ich erblicke auch eine Kassette … Jetzt kommt der Teig, der den Apfelkuchen zum gedeckten macht, in Form. Er wird mit EigelbWeiter Lesen

Ende Oktober 2011. Freitagnachmittag. Das Projekt Apfelkuchen findet seine Fortsetzung. Heute der Teig – morgen der Kuchen! Mit dem Radl geht es zum Feigel Max. In der stillgelegten Backstube treffe ich bereits auf eine perfekte Mise en Place. Die ganze Geschichte scheint nicht nur mir großes Vergnügen zu bereiten … Für den Mürbeteig liegen bereit: 2 Eier150 g Margarine150 g Puderzucker600 g Weizenmehl (405er)50 ml Vollmilch1/2 Fläschchen Zitronenaroma1 Päckchen Vanillinzucker1 Päckchen Backpulver Ich wäre statt der Margarine ja für Butter. Und das gute Zitronenaroma würde wohl im besseren Saft und Schalenabrieb einer ungespritzten Zitrone seinen Feind finden. Darum geht es heute aber nicht! Der personifizierte Bäcker meiner Kindheit legt noch einmal Hand an. An historischer Stätte entsteht mein Urmeter eines Apfelkuchens. Fast 2 1/2 Jahre nach Schließung der kleinen Bäckerei. Also zurück in die ReiheWeiter Lesen

Es gibt ein Grundrecht auf ein anständiges Wirtshaus. Der Beckerwirt in Böhmfeld ist ein  solches. Schmackhafte regionale und saisonale Küche – ausschließlich unter Verwendung von Erzeugnissen aus ökologischer Landwirtschaft. Dazu eine Wirtsfamilie mit Herz und Verstand! Viele Gewerbetreibende fahren in den Großmarkt. Etliche Produkte von dort werden dann in deren „Küchen“ (nur noch) erwärmt. Es gibt aber – Gott sei Dank – auch noch Wirte. Und die reißen sich Hände und Füße für ihre Gäste aus. Wie schaut dieser Gliederverlust beim Beckerwirt aus? Beim Schlachttag am 22.11.2011 durfte ich dabei sein. Auf dem Programm: Eine Sau und zwei Spanferkel werden komplett verwertet. Die Verarbeitung und Veredelung ergibt Bratwürste – klein, groß und im Glas. Blutwurst, Leberwurst und Leberstreichwurst. Weiter Schinken zum Räuchern sowie Braten- und Schnitzelstücke – im genau benötigten Zuschnitt für dieWeiter Lesen

Neben Plätzchen und Stollen ist das vorweihnachtliche Gebäck der Lebkuchen. Zu dessen Geschichte, zu Rezepten – der auch Pfeffer-, Gewürz- oder Honigkuchen genannten Köstlichkeit – bitte ich die Suchmaschine zu füttern. Durchaus auch inspiriert von Kathas „wiener jour doux“ (bis heute fünf Stück auf ihrem Blog) will ich wissen, wo es Ingolstadts beste Lebkuchen gibt. Und damit sind wir bereits bei der Auswahl der Testkandidaten. Ich entschied mich für Bäcker- oder Konditoreien, die auf dem Stadtgebiet von Ingolstadt im eigenen Ladengeschäft selbst gefertigte Lebkuchen verkaufen. Damit sind die Backindustrie und reine Händler außen vor. 14 Kandidaten habe ich ausgemacht. So tief wie beim Weißwursttest werde ich allerdings diesmal nicht einsteigen. Dazu hatte ich (natürlich) zunächst angesetzt. Meine Mail wurde dann aber leider nur von vier Adressaten beantwortet (Danke an Erhard, Heiglbeck, Kuttenreich und Hackner). Die BeantwortungWeiter Lesen

Es sind Geschichten wie die folgende, warum es extra prima good eigentlich gibt: Es geht um die Ingolstädter Bäckerei Feigel. Und um eines ihrer Produkte. Den gedeckten Apfelkuchen. Die Bäckerei gibt es nicht mehr. Am Samstag, den 13. Juni 2009 war ihr letzter Tag. Still und leise ist sie verschwunden. Dabei gab es sie 56 Jahre in der Neuburger Straße. Weit und breit war sie die einzige im alten Westviertel. Bäckermeister Max Feigel senior öffnete 1953 zunächst unter der Hausnummer 25. Zwei Jahre später wurde dann schräg gegenüber das als Bäckerei gebaute – zu erkennen an der besonderen Raumhöhe – Haus Nr. 14 bezogen. Hier blieb sie. Bis zum Schluss. Mir fällt gerade ein, dass ich schon einmal über eine Bäckerei in Ingolstadt geschrieben habe, die es heute nicht mehr gibt: DieWeiter Lesen

Knapp 20 Mitglieder des Slow Food Conviviums Ingolstadt  begaben sich am 18.11.11 nach Neuburg zum Besuch des Juliusbräu mit anschließendem Biermenü im Neuwirt. Das Juliusbräu – aus vollkommen unverständlichen Gründen im benachbarten Ingolstadt weitgehend unbekannt – ist seit 2001 leider der einzige produzierende Bräu in Neuburg. Dabei waren es 1879 dort einmal 16 Stück. Unverständlich deshalb, weil hier mit noch echtem handwerklichem Anspruch und Aufwand herrliche Biere das Licht der Welt erblicken. In erstaunlicher Vielfalt bei der Kleine des Betriebs. Was „Fernsehbiere“ mit Millionenaufwand nicht schaffen und letztlich doch fast (Jever nehme ich mal raus) beliebig austauschbar bleiben – beim Julius besteht kein Mangel an Identität, Charakter und sogar Charme. Für bayerische Verhältnisse ist es eine junge Brauerei. Es gibt sie (erst) seit 1828. Und Julius hieß der Vater, der Opa und der UropaWeiter Lesen

Seit heute hat das Thema eine neue Dimension! Bis jetzt bin ich fest davon ausgegangen, dass das Springinkerl eine historische Angelegenheit ist. Das ist nicht mehr der Fall! Es ging mir bisher um die Dokumentation dieser zurückliegenden Schöpfungen. Nicht wenige waren schon verblasst. Wer ist der Urheber? Frau oder Mann? Jung oder alt? Warum sind 64 Stück schwarz, eines aber rot? Meine bisherige Lieblingstheorie: Der Urheber war temporär (mindestens einige Monate) in Ingolstadt (Praktikum, Austauschschüler, befristetes Arbeitsverhältnis, etc.), ist aber seit dem zeitigen Frühjahr 2011 nicht mehr vor Ort. Ich bin sehr viel in der Stadt unterwegs. Seit ich das Springinkerlchen kenne, schaue ich ständig ob ich eines finde (latenter Suchtansatz). Damit „speichere“ ich natürlich auch die vielen Flächen ab, wo es nicht auftritt. Es wäre mir sofort aufgefallen wenn esWeiter Lesen

Dem einen wird es gefallen, dem anderen (sorry Alois) nicht. Ich habe 11 neue Springinkerl! Neu ist hier aber erklärungsbedürftig. Neu im Sinne von entdeckt, nicht dieser Tage geschaffen. Zumindest ist das mein Eindruck. Zunächst sei aber kurz berichtet, dass es das Kerlchen in die Zeitung geschafft hat. Am 24.08.2011 auf Seite 7 der iz-regional: und am 15./16.10.2011 auf Seite 25 im Donau Kurier: Nach der Nr. 53 habe ich nur noch selten neue Auftritte entdeckt. Die wenigen wollte ich sowieso dieser Tage hier posten. Unter Mithilfe (Danke!) von Moby Zet, Gerald, Moritz, Ralf und Thomas sind es dann doch noch einige mehr geworden. Hier also die Nummern 54 bis 64: Ganz sicher nicht gerade geschaffen … aber jetzt vor dem Totalverlust gesichert! Klasse! Geniale Umgebungsadaption: Hier auch: Wieder vor dem Totalverlust gesichert:Weiter Lesen

Seit sieben Jahren pflegen zwei, zwischenzeitlich drei Familien und neuerdings zwei Hunde eine schöne Tradition. Treffpunkt ist immer um Sankt Martin herum ein Parkplatz in Berletzhausen (Altmühltal, Autobahnausfahrt Kinding, dann westlich). Von dort geht es landschaftlich sehr reizvoll auf einem Teilstück des Schwarzachtal Panoramawegs ca. 5 Kilometer über Feld und Buchenwald nach Euerwang zum Gasthaus Schmidt. Euerwang hat keine 200 Einwohner. Im geckenfreien, einfachen Wirtshaus – seit 1893 im Familienbesitz der Schmidts – warten ein Tisch und im Rohr Gänsebraten auf uns. Die Eheleute Monika und Robert Schmidt führen Haus und Hof. Besonders schön: Der Schweinsbraten und etliche Spezialitäten (u. a. Hausmacherpressack rot und weiß, Fleischkäse, Dosenfleisch oder Hausmacherbratwurst) stammen hier von eigenen Tieren. Und diese werden vor Ort sogar selbst geschlachtet (EU-zugelassener Schlachtbetrieb)! Auch die Ferkel für die Mast kommen aus Euerwang.Weiter Lesen

Spezialtest. Ingolstadt. Für nicht wenige ist das ein Synonym für Audi. Das ist natürlich Unsinn! Audi baut sehr gute und schöne Autos. Ich mag Audi. Aber Ingolstadt ist viel mehr. Gott sei Dank. Gäbe es einen Satelliten, der Weißwurstansammlungen erfassen könnte, würde er auf Ingolstadt ausgerichtet, über dem Werksgelände der Audi AG deren größte Konzentration in der Region messen. Hier arbeiten mehr als 35.000 Menschen. Eine Stadt in der Stadt. Mit eigener Metzgerei! Und die fertigt natürlich auch Weißwürste. Ca. 1.000 kg pro Woche! Ein Weißwursttest in Ingolstadt – wenn auch wie der des padrone nur auf die 15 öffentlichen Metzgereien begrenzt – sollte diesen Umstand würdigen. Die Audi-Weißen gibt es außerhalb des Werks nicht zu kaufen (deshalb erfolgt auch keine Listung vom Testergebnis im Ranking). Sie trotzdem zuhause im TopfWeiter Lesen

Nachbesserung. Es gibt nicht vier, sondern fünf Würstelstände in der Altstadt! Montag bis Samstag geöffnet hat Marias Imbiss in der Taschenturmstraße 8. Die Weißen kommen vom Metzger Pauleser aus Kasing (Test Nr. 1). Die anderen vier Stände und Informationen zum „Würschtlkrieg auf dem Viktualienmarkt“ finden sich hier.

Für die Artikel zum Weißkohl und zum Sauerkraut gab es Lob. Auch von Klaus K. und Hans E. Berichte, Fotos, alles extra prima good. Aber eines erregte Widerstand. Eines machte sie sauer. „Kohl.“ Der Gebrauch des Wortes „Kohl.“ Klaus wurde dazu sogar aktiv und überreichte mir einen Literaturauszug. Hans sprach mich gezielt darauf an. Von Klaus kenne ich das. Lobt jemand in fröhlicher Tafelrunde sein Mahl als „lecker“ verzieht er das Gesicht. Beschreibt ein anderer eine Breze oder die Kruste eines Schweinsbratens als „kross“ ist ihm von Klaus eine Verbalgrätsche sicher! Die Herren sorgen sich um die bairische Sprache! Genauer um deren Erhalt. Am besten gelingt das wohl durch Förderung ihres Gebrauchs. Und von mir, einem gebürtigen Schanzer, einem Oberbayern, der mit einem Blog auf großer Sendung ist, erwarten sie das im Besonderen … Ein GrundzustandWeiter Lesen

Der Weißwursttest aller Ingolstädter Metzgereien steht vor seinem Ende (aktuelles Ranking). Bevor ich mich dem letzten Kandidaten zuwende, sind einige Extrawürste fällig. In München wurde sie erfunden. In München wurde um sie gekämpft. Die Schutzgemeinschaft Münchner Weißwurst wollte die „Original Münchner Weißwurst“ als geschützte geografische Angabe eingetragen wissen. Der Antrag dazu wurde 2004 gestellt. Es ging hin und her. 2009 schließlich lehnte das Bundespatentgericht in letzter Instanz diesen Antrag ab. Zum Rechtsstreit und den Ablehnungsgründen finden sich zwei weiterführende Artikel in der FAZ – hier und dort. Um die Ingolstädter Ergebnisse auf der großen Weißwurstbühne richtig einschätzen zu können, hielt ich es für angebracht, ja für unausweichlich, einmal zu verkosten was die Münchner Metzger so in den Darm füllen. Am 15.10.2011 wurde dazu ein großes Weißwurstfrühstück bei sehr lieben Freunden inWeiter Lesen

Die 69. OLMA ist vorbei. Ich freue mich schon heute auf das Plakat zur 70. im nächsten Jahr. Nachtrag: Hier ist es. Wie schon beschrieben, freut man sich als OLMA über jede öffentliche Begegnung mit diesen vier Buchstaben. Zwei Spezialitäten sollen deshalb kurz Erwähnung finden. Selbstverständlich sind bei extra prima good beide zum Essen! Die OLMA-Nudel: Fand ich einmal online im OLMA-Messe-Fanshop (den es anscheinend nicht mehr gibt). Kein Versand außerhalb der Schweiz … Hat mir dann mein hochgeschätzter Zigarrenhändler Urs Portmann (Kreuzlingen) organisiert. Bemerkenswert: Mir ist bisher keine andere Nudel bekannt, die auf der Verpackung die Haltungsform der Hühner die ihre Eier dazu beigetragen haben (hier Bodenhaltung) nennt. Die OLMA-Bratwurst: Wird traditionell ohne Senf gegessen. Als bekennender Bratwurst-Aficionado fand ich sie ganz ordentlich. Die Wurst (in der Region auch St.Weiter Lesen

Aus Weißkohl … macht man Sauerkraut. Nach einem Besuch beim Wöhrl Franz (hier) wissen wir, dass wir uns in Ingolstadt nicht mit weit Zuagroastem verkohlen lassen müssen – er wächst vor unserer Haustüre! Kohlgemüse zählt mit maximal 20 kcal/100g zu den kalorienärmsten und dank seiner Vitamine, Mineral-, Balast- und Inhaltsstoffe (49 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe) zu den gesündesten Gemüsearten. Die Chinesen entdeckten die Milchsäurekonservierung von Weißkohl (= Sauerkraut). Mit dem lagerfähigen Kraut konnte auf langen Seefahrten der Skorbut (Vitamin C Mangelkrankheit) erstmals wirksam bekämpft werden. Sein Vitamin B12-Anteil (durch die Milchsäuregärung) ist für Vegetarier nicht uninteressant. Der von mir hochverehrte Meister Wilhelm Busch setzte dem Sauerkraut im zweiten Streich der Buben „Max und Moritz“ ein Denkmal: „Eben geht mit einem Teller Witwe Bolte in den Keller, Daß sie von dem SauerkohleWeiter Lesen

Was wächst auf den Feldern in und um Ingolstadt? Südlich der Donau jedenfalls Kohl, insbesondere Weißkohl. Und das nicht zu knapp. Dazu gibt es in Ingolstadt seit 1921 einen Spezialisten für die Sauerkrautproduktion. Hatte das jetzt jeder auf der Rechnung? Es dürfte sich tatsächlich wohl eher in Richtung „Prophet im eigenen Land“ verhalten. Also aufgemerkt! Der padrone wirft einen Blick darauf. Heute geht es zunächst um den Weißkohl. Und da führt in unserer Region kein Weg an der Familie Wöhrl (Gemüsehof Wöhrl) vorbei. Ca. 2/3 seiner 100 Hektar Betriebsfläche hat Bauer Franz Wöhrl dem Weißkohl gewidmet. Es gibt einen schönen Hofladen. Und im Ingolstädter Stadtrat sitzt er auch. Bauer im Stadtparlament einer Autostadt. Das gefällt mir! Wir sitzen am Küchentisch und Wöhrl erzählt: In der 14. und 16. Jahreswoche bringt er die WeißkohlpflänzlingeWeiter Lesen

Morgen (23.10.11) schließt die 69. OLMA ihre Pforten. Spiegelbildlich kommt damit auch die hier laufende Serie mit den zehn Einladungsplakaten der 2000er Jahre zum Ende (1990er Jahre hier). Die Motive dieser Dekade gefallen mir in Summe am besten: Das 2011er Plakat findet sich hier. Einige OLMA-Spezialitäten habe ich aber noch.

Der vorletzte reguläre Test. Süden. Die Metzgerei Richard Hübner, Asamstraße 156, 85053 Ingolstadt (Tel. 0841/65339) war noch nicht dran. Gegessen wird wieder mal in der Kanzlei. Es ist der 14.10.2011. Noch vor 8 Uhr bin ich im Laden. Filialen gibt es keine. Auch keine Website. Auf meine Frage, ob die Weißwürste in der Auslage von heute seien, wird mir bedeutet, dass diese noch im Kessel sind. Frisch gäbe es sie jeden Dienstag und Freitag, so die Verkäuferin. Auf meine Bitte, Herrn Hübner einige Fragen zu seinen Würsten stellen zu wollen, wird mir sehr freundlich angeboten, zu ihm nach hinten in die Arbeitsräume gehen zu können. Aber gerne! Da lässt sich jemand in die Karten schauen – gut so! Der Meister, Herr Richard Hübner steht neben einer von der Decke hängendenWeiter Lesen

Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer sind als Autoren von Büchern, die sich mit Essen und Trinken beschäftigen, wahrlich keine Unbekannten. Außerdem bewirtschaften sie im Nordschwarzwald ein Apfelgut und kochen beim WDR im Fernsehen. Auf der jährlich stattfindenden Slow Food Messe „Markt des guten Geschmacks“ in Stuttgart (nächster Termin 12. – 15.04. 2012) hatte ich einmal die Freude bei Neuner-Duttenhofer ein Verkostungsseminar zum Thema Apfelsaft mitzumachen. Die Liste der bisherigen Veröffentlichungen der beiden Slow Food Mitglieder besticht durch ihre Themenvielfalt. Wobei alle mir bekannten Werke auch Tiefe haben. Das gilt für viele Rezeptbücher, über die (2010) für die Stiftung Warentest geschriebene „Kochwerkstatt – Küchentechnik, Handwerkszeug, 1000 Tipps & Tricks“ bis zu der Serie „Kulinarische Landschaften“. Letztere ist mit dem Untertitel „Küche, Land und Leute“ eine sehr gut gelungene Kombination eben dieser drei Elemente, dieWeiter Lesen

Heute (08.10.2011) stand die Metzgerei Geyer, Arndtstraße 26, 85055 Ingolstadt (Tel. 0841/56179) auf dem Programm. Bitte nicht verwechseln mit der Manufaktur von Meister Anton Geier (Test Nr. 9) aus Zuchering. Ich bin nicht selten – war aber noch nie alleine – in dieser Metzgerei. So auch heute. Will sagen, das Ladengeschäft ist immer gut, sehr gut besucht. Ich habe es auch schon erlebt, dass die Kunden bis auf den Bürgersteig standen – bei wirklich ausreichend Personal. Das muss man sich erarbeiten. Respekt! Es gibt keine Filialen und keinen Webauftritt. Als Premiere im laufenden Test schickte ich meine Fragen per Fax an die Geyers – und erhielt – Danke! – nachfolgende Antworten: 1. Sind in Ihren Weißwürsten künstliche Aromen, Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker? Wenn ja, welche? “Keine künstlichen Aromen oder Zusatzstoffe, aberWeiter Lesen

Blick nach St. Gallen – heute eröffnet die 69. OLMA! Dafür gibt es jetzt die 90er Jahr-Plakate (die der 80er sind hier). Welches Ansinnen verfolgt der padrone überhaupt seit Wochen mit dieser Reihe? Dieses hier. Sehr gut gefallen mir 1991 und 1997. Gute Idee im Jahr 1999. Die nächste Staffel – Jahre 2001 – 2010 – ist die letzte.

In Ingolstadt existiert ja leider kein Wirtshaus in dem es hausgemachte Weißwürste gibt. Anderenfalls bitte ich um sofortige Mitteilung! Wohl haben sie – eingekauft – aber etliche im Angebot. Ein Klassiker ist und bleibt der Verzehr von Würsten am Würstelstand. In der Altstadt habe ich vier davon ausgemacht. Woher kommen die Weißen, die dort im Kessel schwimmen? Am Wochenmarkt (Mittwoch und Samstag) gibt es zwei Stände. Der Pfafflinger steht am oberen Ende (schräg im Rücken zum Herzogkasten). Roswitha und Christian Pfafflinger beziehen die ihren von der Metzgerei Walk (Weißwursttest Nr. 3). Am unteren Ende (im Rücken zur Donau) ist das Revier der Peyerls (Standbetreiber sind Renate und Rupert Stark). Der Wochenmarkt bleibt aber – was die Würstelstände angeht – in einer Metzgerhand. Denn Marianne und Peter Peyerl/bzw. die Starks kaufen ihre auch beimWeiter Lesen

Mit OLMA geht es in die 1980er Jahre (1971 – 1980 hier). Interessant: 1980 gab es das erste Fotoplakat. In dieser Dekade und dann bis weit in die 90er Jahre hinein folgt keines mehr nach. 1985 gefällt mir gut. In der nächsten Staffel die Jahre 1991 – 2000.

Elf Tests liegen jetzt hinter mir (der bisher letzte hier). Ausblick: Vier Metzgereien in Ingolstadt habe ich für den regulären Test noch auf der Liste. Dazu ein „Wackelkandidat“, zwei geplante Spezialtests, ein Sondertest in München (mit zwei Kandidaten) und einer in Neumarkt. Im Übrigen bin ich mir noch nicht sicher, was ich zum Abschluss des regulären Tests mache. Vielleicht lade ich einige Weißwurstfreaks ein. Die Spitzengruppe könnte gemeinsam einmal verkostet werden. Mal sehen. Es wird jedenfalls hier nachzulesen sein… Heute (24.09.2011) also Test Nr. 12. Die Metzgerei Pauleser aus Böhmfeld. Wieder lauert Verwechslungsgefahr. Es gibt noch die Metzgerei Pauleser aus Kasing. Mit ihr habe ich angefangen (Test Nr. 1). Neben dem Hauptgeschäft des heutigen Kandidaten in Böhmfeld gibt es noch fünf Filialen. Zwei davon in Ingolstadt. Ich entschied mich für dieWeiter Lesen

Es gibt gar nicht so wenige reizvolle „Aufheller“ in Ingolstadt – der viel zu häufig eingenommene Tunnelblick lässt sie uns nur nicht gebührend erkennen … so auch hier. Den Promenadenweg (Schloßlände) am unmittelbaren Nordufer der Donau schmückt in der Nähe des Donaustegs ein schönes Detail. Es ist eine Metalltafel die sich hier findet. Darauf sind verschiedene Donaufischarten mit ihren Schonmaßen um 1800 und um 1968 abgebildet. Schonmaße sind gesetzlich festgelegte Mindestgrößen für gefangene Fische. Sie dienen dem Bestandsschutz. In der aktuellen Verordnung zur Ausführung des Bayerischen Fischereigesetzes sind nachfolgende Fische der Tafel und deren (heute teilweise abweichende) Maße genannt: Hecht (50 cm), Karpfen (35 cm), Huchen (70 cm), Schied (40 cm) und Nerfling (30 cm). Die Arten Perben, Ruden und Preken sind mir hingegen unbekannt. Ich habe auch nichts über sie gefunden.Weiter Lesen

Für die OLMA-Freunde! Gut bestückt zeigt sich die Messe-Reklame in den 1970er Jahren (1961 – 1970 hier). Mir gefallen insbesondere 1973, 1975 und das erste Foto-Plakat 1980. Der Name der Messe ist aber jedes Jahr unschlagbar … In der nächsten Staffel die Jahre 1981 – 1990. Hier

Am Dienstag war ich auf der Wiesn. Also auf dem Oktoberfest in München. Ich bin kein Wiesn-Fanatiker. Aber an einem Wochenanfang, im Altweibersommer, gegen Mittag, eine frische Mass, flanieren, schauen, beobachten, sich langsam in den Abend hineinfesten, ohne Ehrgeiz, aber mit Lebenslust – das möchte ich einmal, vielleicht zweimal im Jahr nicht missen! Die Oide Wiesn habe ich mir angesehen. Sie ist die Nachfolgerin der historischen Wiesn, die 2010 anlässlich des Wiesnjubiläums “200 Jahre Oktoberfest” erstmals veranstaltet wurde. Respekt! Insbesondere das Volkssänger- und Musikantenzelt “Zur Schönheitskönigin” hat es in sich. Echte bayerische Kulturgutpflege – ein Blick in das Programm und die Linkliste und man weiß sich dort in wirklich guten Händen. Zurück zur Wiesn. Wie grenzt man eigentlich diese jetzt namentlich gegen die Oide Wiesn ab? Konventionelle? Normale? Ich nenne sie weiter einfach Wiesn.Weiter Lesen

Zwei Bekenntnisse: Von den sechs großen Münchner Brauereien schlägt mein Herz ohne jeden Zweifel für den Augustiner-Bräu. Und mein Lieblingszelt auf der Wiesn ist das Augustiner-Festzelt. Als einzige Münchner Brauerei liefert der Augustiner noch Holzfässer zum Oktoberfest. Da bin ich Traditionalist und schätze das. Den Inhalt ja eh. Die Metzgerei hat keine Website und keine mir bekannte Mailadresse. In diesem Fall pflege ich  nach dem Einkauf  – im persönlichen Gespräch mit dem Metzger – das spezifische Lebensumfeld seiner Weißwurst vor Ort kennenzulernen. Die freundlichste Fachverkäuferin wirft erfahrungsgemäß bei Fragen über die Zusammensetzung des Magerfleischanteils und der Herkunft der geschlachteten Tiere das Messer. Warum eigentlich? Ich rechnete also mit verbleibenden Wissenslücken, weil ich davon ausging hier keinen Meister aus dem fernen Eichstätt anzutreffen. Umso erfreuter war ich, als sich ein Mann, derWeiter Lesen

In Ingolstadt und den angrenzenden Landkreisen gibt es eine ganze Reihe gut gemachter Museen und Bildungsstätten zum Thema Lebensmittel und Landwirtschaft, die da wären: Bauerngerätemuseum in Ingolstadt/Hundszell Jura Bauernhof Museum in Hitzhofen/Hofstetten Donaumoos Freilichtmuseum „Haus im Moos“ in Karlshuld Deutsches Hopfenmuseum in Wolnzach Europäisches Spargelmuseum in Schrobenhausen Das Hopfenmuseum hat der padrone mit dem Slow Food Convivium Ingolstadt vor einigen Wochen besucht. Bericht dazu hier. Heute ging es wieder ins Museum. Im Bauerngerätemuseum Hundszell war Öko-Bauernmarkt! Zunächst machen wir aber eine große Schleife. Schon immer wollte ich einmal auf dem Pfaffenhofener Flohmarkt herumstöbern. Stunden später: Guter Markt! Neuwaren 0 %, Ramsch < 3 %. Klare Empfehlung. Meinen Rucksack machten schließlich acht Gewichte schwer: Diese werden bald ein wenig abgeschliffen und dann klar lackiert. Türstopper, Bücherstütze, Briefbeschwerer – sind gut verwendbar. Handschmeichler.Weiter Lesen

Die Metzgerei Wörlein hat ihren Stammsitz in Pappenheim. Das ist (bereits) Mittelfranken. Es gibt zwölf Filialen nördlich von Ingolstadt und zwei vor Ort – und deshalb taucht sie hier im Weißwursttest auf. Im Ladengeschäft in der Hölderlinstraße 1, 85055 Ingolstadt (Unterhaunstadt) besorge ich mir (am 17.09.2011) meine Wochenend-Weißen. Da ich zuvor mit der Zentrale alle meine Fragen per E-Mail abgearbeitet hatte, gab es heute keinen Plausch. Interessant: In der Metzgerei werden Spezialitäten vom Altmühltaler Lamm angeboten. Sehr schön! Das dürfte in Ingolstadt (leider) einmalig sein. Zu meinen Fragen und den Antworten von Friedrich Wörlein: 1. Sind in Ihren Weißwürsten künstliche Aromen, Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker? Wenn ja, welche? „Geschmacksverstärker 0,5 g/kg – dient zur Harmonisierung der einzelnen Gewürze.“ Nachfrage padrone: Haben Sie eine fertige, oder stellen Sie eine eigene Gewürzmischung her? Verwendung von Zitrone?Weiter Lesen

Heute gibt es die Jahre 1961 – 1970 (1951 -1960 hier). Das Design der 60er Jahre … die Farben … gegen Ende des Jahrzehnts dürften die Pril-Blumen-Aufkleber erstmals aufgetaucht sein … Mein (weil mehr oder weniger zeitloser) Favorit in dieser Staffel: 1963. 1969 wäre die erste Ausstellung gewesen, die ich hätte besuchen können … In der nächsten Staffel die Jahre 1971 – 1980.

Heute (10.09.2011) ging es zur südlichsten Metzgerei in Ingolstadt. In Facebook wurde bereits ein qualitatives Nord-Süd-Gefälle der Weißen in Ingolstadt konstatiert. Zugunsten des – wie in nicht wenigen Disziplinen – Südens. Geht das so weiter? Am Kap – in Zuchering – jedenfalls wurstet Meister Geier. Familienbetrieb. Keine Filialen. Kein Internetauftritt. Hier ist sie: Metzgerei Anton Geier, Wallmeisterstraße 14, 85051 Ingolstadt, Tel. 08450-239. Wie bereits bei den Hubers (Joseph und Richard, Tests 5 und 8) gilt es zunächst die Gefahr der Verwechslung zu bannen. Heute geht es um die Wurst für/von Anton Geier. Im Osten der Stadt gibt es noch die (sicher bekanntere) Metzgerei Johann Geyer. Zukunftsmusik. Neuland! Ich war schon in jeder Metzgerei in Ingolstadt. In dieser aber nicht. Weißer Fleck, toter Winkel …? Beim Weißwursttest in der Kanzlei vor einigen Jahren hatten wirWeiter Lesen

Das Slow Food Convivium Ingolstadt  traf sich kürzlich in Wolnzach. Auf dem Programm stand der Hopfen. Es war Erntezeit. Den Duft der Dolden habe ich noch immer in der Nase … herrlich! Johannes Sommerer persönlich, der 1. Vorsitzende des Vereins Deutsches Hopfenmuseum (e.V.), führte uns mit Leidenschaft durch die schöne Sammlung. Eine ausgezeichnete Führung! Von der Theorie zur Praxis – besuchten wir gleich danach die Hopfenbauernfamilie Pfab. Vater und Sohn beantworteten alle gestellten Fragen. Vor allem aber unzählige Ungestellte. Eine sehr sympathische Familie! Und das mit dem Duft stimmt wirklich. Der padrone arbeitete als Schüler einmal 10 Tage bei der Hopfenernte. Zu Recht durfte er sich nach den Ferien dünken etwas geleistet zu haben. Auf der Ladefläche eines vom Traktor gezogenen Anhängers stehend, mussten die einzelnen Reben vom oberen Spanndraht gerissen werden. HeftigeWeiter Lesen

Eine Blogroll ist eine sichtbare Sammlung von Weblogs. Meine befindet sich am unteren Ende der rechten Seitenleiste. hier. Als Blogger schaut man gerne nach rechts und links was andere so mit ihrer Tastatur machen. Wird ein Blog mit der Zeit zu einer festen Wasserstelle im Netz, kann man öffentliche Zuneigung und Treue dadurch bekennen, dass man ihn in seine Blogroll aufnimmt. Ich bin damit sparsam und vorsichtig. Vom Inhalt meiner Blogroll bin ich wirklich angetan! Bisher hatte ich zwei Blogrolls. Ich nannte sie „regional“ und „überregional“. Das Rückgrat von extra prima good ist die Kulinarik. Mit starkem Regionalbezug. Aber auch Extrawürsten! Ich habe deshalb beschlossen, ab heute nur noch eine Blogroll zu führen. Darin ausnahmslos mir am Herzen liegende Blogs, bei denen es zumeist um Kulinarik (im weitesten Sinn) geht. Unabhängig davon wäreWeiter Lesen

Der padrone schätzt Bio. Eine besondere Disziplin in diesem Bereich ist das Biohotel. Unter der Dachmarke „BIO-Hotels“ haben sich eigenständige(!) Hotels aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Frankreich zur gemeinsamen Vermarktung zusammengeschlossen. Erstmals – wenn auch nur indirekt – bin ich mit den BIO-Hotels über die Biohotel Tafernwirtschaft Hörger, Hohenbercha 38, 85402 Kranzberg in Berührung gekommen. Der Hörger liegt von Ingolstadt kommend auf halber Strecke nach München. Ich kenne und empfehle ihn gerne als ausgezeichnetes Wirtshaus. Er ist Slow Food Mitglied und auch im Genussführer geführt. Im Bett eines BIO-Hotels habe ich mich dann im Herbst 2008 erstmals im Naturhotel Chesa Valisa, Gerbeweg 18, A-6992 Hirschegg, Kleinwalsertal ausgestreckt. Ich bin sehr gerne wiedergekommen und komme wieder … Der nächste bleibende Eindruck im Herbst 2010: Das Naturhotel Grafenast, Am Hochpillberg, A-6130 Schwaz,Weiter Lesen

Richard Huber senior ist der Obermeister der Metzgerinnung Ingolstadt und damit der Häuptling fast aller Metzger der Region. Sein Hautquartier (es gibt keine Filialen), die Metzgerei Richard Huber, befindet sich neu renoviert in der Münchener Straße 77 a in 85051 Ingolstadt. Sie erinnern sich? Test Nr. 5 – die Metzgerei Joseph Huber – das ist jetzt der Richard. Drei Mails habe ich an die Hubers, Sohn Richard Huber junior ist aktiv an Bord des Familienbetriebs, geschickt. Allein, eine Antwort gab es nicht … 03.09.2011 Testtag. Wie gehabt – eine Handvoll Weiße: Erfreulich, dass der Seniorchef anwesend war. Ich begann mit der Mail-Thematik. Damit war ich auch schon identifiziert. Warum meine Anfragen nicht beantwortet wurden – ganz genau weiß ich es immer noch nicht. Ich lasse das jetzt auch mal so stehen. Was folgte war ein ebensoWeiter Lesen

Es geht los (einleitende Worte hier). Die historischen Einladungsplakate der OLMA-Messe. Heute die Jahre 1943 – 1950. Premiere hatte die Ausstellung 1943. Mich würde interessieren, welche Plakate Euch besonders gefallen und warum. Meine Favoriten in dieser Staffel: 1944, 1948 und 1949. Schön! In der nächsten Staffel die Jahre 1951 – 1960: Hier

Einem gebürtigen Müller, Schmidt oder Schneider (in dieser Reihenfolge die häufigsten Familiennamen in Deutschland) dürfte das Gefühl unbekannt sein: Man liest – wo auch immer – seinen Familiennamen und nimmt es persönlich. Sehr persönlich. Der padrone entstammt der Familie OLMA. Des Lesens mächtig, standen fortan diese vier Buchstaben exklusiv für meine Familie, für mich! In den 70er Jahren war ein schlichter Aufkleber etwas Besonderes. Selber machen war einfach nicht. Groß war deshalb die kindliche Aufregung, als es in einem Baumarkt einmal Aufkleber mit dem Schriftzug des Motorsägenherstellers DOLMAR gab. Zu Hause fielen dessen Anfang und Ende der Schere zum Opfer … Wow! Obwohl selbst nie dort gewesen, übte in dieser Zeit auch eine französische Stadt im Elsass einen besonderen Reiz aus: COLMAR. Das größte allerdings, war die Führung des Namens imWeiter Lesen

Es geht wieder südwärts (letzter Test hier). Direkt an der Kreuzung Münchener Straße/Am Pulverl befindet sich die Metzgerei Franz Wagner (Am Pulverl 2, 85051 Ingolstadt, Tel. 0841-72377). Eine Website ist mir nicht bekannt. Für den laufenden Test schließe ich in der Metzgerei einen Kaufvertrag (20.08.2011) über fünf Weißwürste. Frau Wagner erklärt mir schon einmal, dass es von Montag – Samstag, mit wenigen Ausnahmen, täglich frische Weiße gibt. So auch heute. Weitere Fragen wolle ich bitte an ihren Mann richten. Der sei aber gerade beim Friseur. Wie vertreibt man sich Am Pulverl die Zeit? Da gibt es schwierigere Plätze in der Stadt! Unter der Hausnummer 6 warten z. B. der Humidor und die Spezialitätenregale des „Cigar-Malt & More“ von Peter Schiemann. Und einer Oase gleich findet sich bei Nummer 13 das Bierdepot des SchwalbenbräusWeiter Lesen

Nach dem Einzel (hier) folgte jetzt das Doppel. Ausgetragen wurde die Geschichte wieder bei Matthias in Geisenfeld. Und auch diesmal funktionierte der WMG (Waschmaschinenmotorgrill) perfekt! Zu dessen Start muss nur das Schwungrad auf dem der Keilriemen läuft mit einem kurzen Handgriff  angedreht werden. Im gemütlichen Spülgang kommt dann langsam Farbe an die Haut. Der Metallkorb für die Holzkohle ruht auf einer Schiene und kann, je nach Temperaturbedarf, einfach nach vorne oder nach hinten versetzt werden. Gastgeber Matthias umsorgte uns – auch diesmal – mit ganz großem Besteck. Selbst gebackenes Brot (Mehl von der regionalen Lehenmühle Fischer (seit 1676), Lehen 1, 85283 Niederlauterbach, Tel. 08452-514), warm, mit selbst gemachter Butter. Schon wunschlos glücklich … Grüner Veltliner aus der Wachau. Herrlich reife Ochsenherz-Tomaten aus dem Dorf. Moritz am Salz-Mörser. Und natürlich die zwei beinahe Drei-Kilo-Gockel …Weiter Lesen

Die Marktgemeinde Podersdorf am Neusiedler See hat zwei Leuchttürme. Einen echten. Er steht am kleinen Hafen, ist unbemannt und etwa 12 Meter hoch. Und einen der Wirtshauskultur! Dieser befindet sich in der Hauptstraße 39 und heißt Gasthaus zur Dankbarkeit. Seine Größe ist nicht abschätzbar. Er ist in jeder Hinsicht imponierend! Und er hat „Wärter“: Josef Lentsch und seine Frau Heidi. Was soll ich sagen? Das Netz ist voll mit Geschichten über die Dankbarkeit. Ich erzähle einfach kurz meine. An einem Freitagabend Ende Juli 2011 gegen 19 Uhr betrete ich das Gasthaus. Ohne Reservierung … Der Eingangsbereich birgt vier rustikale Holztische und die Schank. Jeder kennt das Gefühl – hoffentlich. Und jeder der es kennt, sehnt sich danach. Immer wieder. Man betritt ein Wirtshaus und kommt unmittelbar an. Gerade und auch bei sich selbst. AufWeiter Lesen

Im Burgenland habe ich bei der Familie Varga residiert. Die Vargas betreiben unter ihrem Namen im Weinort Gols DAS Fischrestaurant am Neusiedler See: Varga, Untere Hauptstraße 123, 7122 Gols. Seit 1972 gibt es das familiengeführte Restaurant. Im Sommer lockt eine schöne Sonnenterrasse (mit Baumschatten). Das kongeniale bei den Vargas ist aber, dass sie die Fische nicht nur außergewöhnlich köstlich zubereiten, sondern auch selbst fangen! Und das in der jetzt vierten Generation. Begonnen damit hat Matthias Haas im ungarischen Groisbach. Nach dem Krieg übersiedelte die Familie in das österreichische Gols. Hier lernte Emmerich Varga senior, ebenfalls aus Ungarn stammend, die Tochter von Haas kennen und heiratete sie. Sein Schwiegervater lernte ihm das Fischen auf dem See. Das Wissen gab er bei Zeiten seinem Sohn, Emmerich Varga junior, weiter. Dieser führt heute, zusammenWeiter Lesen

Klappe die sechste (letzter Test hier). Let´s go east – zur Metzgerei Gabler, Unterer Taubentalweg 5, 85055 Ingolstadt (Tel. 0841/56392). Eine Website existiert nicht. Aber eine Filiale in 85144 Hitzhofen, Oberzeller Straße 19. Nach dem Einkauf (13.08.11) beginnt meine kleine „Fragestunde“. Die Weißen gibt es kesselfrisch am Montag und am Freitag – gegen Vorbestellung auf Wunsch. Zusatzstoffe? Jetzt wird der Meister gerufen. Markus Gabler erscheint und gibt Auskunft. Er verwende eine fertige Gewürzmischung. Diese trägt den Namen „Münchner Weißwurst“. Geschmacksverstärker gebe er gesondert nicht zu. Aber in der Mischung sei u. a. Mononatriumglutamat/E 621 und – auf meine Nachfrage – Zitronenaroma. Der Magerfleischanteil (man lernt dazu! – siehe letzter Test) besteht nach seiner Aussage aus 30 % Kalbfleisch. Die Schweine kommen aus der Region von den Landwirten Sedlmeier/Buch, Pfaller/Krut und Schermer/Hofstetten. NachWeiter Lesen

Diese Geschichte beginnt zunächst in München. Irgendwann im November letzten Jahres besuchte ich dort die Chocolaterie & Café Götterspeise (Jahnstraße 30, 80469 München). Während ich mir eine köstliche Himbeertarte schmecken lies, streifte mein Blick über das Weinregal und fand dort Halt an einem wirklich feinen Etikett. Abschweif: Soll man, darf man Wein – den man nicht kennt – (nur) nach seiner Aufmachung kaufen? „Der Mensch ist ein Augentier“ befand einer meiner Biologielehrer immer wieder – und hatte damit Recht. Gutes Design spricht mich an. „Form follows function“. Dieser gescheite Gestaltungsleitsatz hilft hier aber leider nicht wirklich weiter. „Funktioniert“ der Wein ist die Form „geschenkt“. Hält er nicht, was das Etikett „versprochen“ hat, darf man sich doppelt ärgern. Doch ist die Freude nicht wirklich groß, wenn das geschmeckte Sein dem schönen Schein die Hand reicht? Attraktive Weinetiketten auf leeren FlaschenWeiter Lesen

Frauenkirchen liegt auf der Ostseite des Neusiedler Sees. Das Wahrzeichen des Städtchens ist die Basilika Mariä Geburt. Ihre Front ziert die Etiketten der Flaschen des Weinguts Umathum, St. Andräer Straße 7, 7132 Frauenkirchen, meinem Ziel. Glück muss man haben! Dort angekommen, teilt man mir mit, dass der Meister justament eine Führung begonnen hat. Vielleicht war es mein ausgesprochen breites Lächeln – in wenigen Minuten war ich jedenfalls Teil einer kleinen Gruppe. Gemeinsam lauschen wir zwischen Zweigeltreben den sehr engagierten Ausführungen von Josef Umathum. Da es recht kühl war, ging ich noch einmal kurz zum Auto und holte mir eine Jacke. Zurück lachte mich der Chef an und äußerte die gehabte Befürchtung, mich würde das wohl nicht interessieren. Wenn der wüsste! Rebenzucht, Sortenwahl, Genetik, Bodenbearbeitung (hier wird nach biodynamischen Richtlinien von Demeter gearbeitet), Schnitt, Ernte, Mikroklimata des Pannonischen BeckensWeiter Lesen