Richard Huber senior ist der Obermeister der Metzgerinnung Ingolstadt und damit der Häuptling fast aller Metzger der Region. Sein Hautquartier (es gibt keine Filialen), die Metzgerei Richard Huber, befindet sich neu renoviert in der Münchener Straße 77 a in 85051 Ingolstadt. Sie erinnern sich? Test Nr. 5 – die Metzgerei Joseph Huber – das ist jetzt der Richard. Drei Mails habe ich an die Hubers, Sohn Richard Huber junior ist aktiv an Bord des Familienbetriebs, geschickt. Allein, eine Antwort gab es nicht … 03.09.2011 Testtag. Wie gehabt – eine Handvoll Weiße: Erfreulich, dass der Seniorchef anwesend war. Ich begann mit der Mail-Thematik. Damit war ich auch schon identifiziert. Warum meine Anfragen nicht beantwortet wurden – ganz genau weiß ich es immer noch nicht. Ich lasse das jetzt auch mal so stehen. Was folgte war ein ebensoWeiter Lesen

Es geht los (einleitende Worte hier). Die historischen Einladungsplakate der OLMA-Messe. Heute die Jahre 1943 – 1950. Premiere hatte die Ausstellung 1943. Mich würde interessieren, welche Plakate Euch besonders gefallen und warum. Meine Favoriten in dieser Staffel: 1944, 1948 und 1949. Schön! In der nächsten Staffel die Jahre 1951 – 1960: Hier

Einem gebürtigen Müller, Schmidt oder Schneider (in dieser Reihenfolge die häufigsten Familiennamen in Deutschland) dürfte das Gefühl unbekannt sein: Man liest – wo auch immer – seinen Familiennamen und nimmt es persönlich. Sehr persönlich. Der padrone entstammt der Familie OLMA. Des Lesens mächtig, standen fortan diese vier Buchstaben exklusiv für meine Familie, für mich! In den 70er Jahren war ein schlichter Aufkleber etwas Besonderes. Selber machen war einfach nicht. Groß war deshalb die kindliche Aufregung, als es in einem Baumarkt einmal Aufkleber mit dem Schriftzug des Motorsägenherstellers DOLMAR gab. Zu Hause fielen dessen Anfang und Ende der Schere zum Opfer … Wow! Obwohl selbst nie dort gewesen, übte in dieser Zeit auch eine französische Stadt im Elsass einen besonderen Reiz aus: COLMAR. Das größte allerdings, war die Führung des Namens imWeiter Lesen

Es geht wieder südwärts (letzter Test hier). Direkt an der Kreuzung Münchener Straße/Am Pulverl befindet sich die Metzgerei Franz Wagner (Am Pulverl 2, 85051 Ingolstadt, Tel. 0841-72377). Eine Website ist mir nicht bekannt. Für den laufenden Test schließe ich in der Metzgerei einen Kaufvertrag (20.08.2011) über fünf Weißwürste. Frau Wagner erklärt mir schon einmal, dass es von Montag – Samstag, mit wenigen Ausnahmen, täglich frische Weiße gibt. So auch heute. Weitere Fragen wolle ich bitte an ihren Mann richten. Der sei aber gerade beim Friseur. Wie vertreibt man sich Am Pulverl die Zeit? Da gibt es schwierigere Plätze in der Stadt! Unter der Hausnummer 6 warten z. B. der Humidor und die Spezialitätenregale des „Cigar-Malt & More“ von Peter Schiemann. Und einer Oase gleich findet sich bei Nummer 13 das Bierdepot des SchwalbenbräusWeiter Lesen

Nach dem Einzel (hier) folgte jetzt das Doppel. Ausgetragen wurde die Geschichte wieder bei Matthias in Geisenfeld. Und auch diesmal funktionierte der WMG (Waschmaschinenmotorgrill) perfekt! Zu dessen Start muss nur das Schwungrad auf dem der Keilriemen läuft mit einem kurzen Handgriff  angedreht werden. Im gemütlichen Spülgang kommt dann langsam Farbe an die Haut. Der Metallkorb für die Holzkohle ruht auf einer Schiene und kann, je nach Temperaturbedarf, einfach nach vorne oder nach hinten versetzt werden. Gastgeber Matthias umsorgte uns – auch diesmal – mit ganz großem Besteck. Selbst gebackenes Brot (Mehl von der regionalen Lehenmühle Fischer (seit 1676), Lehen 1, 85283 Niederlauterbach, Tel. 08452-514), warm, mit selbst gemachter Butter. Schon wunschlos glücklich … Grüner Veltliner aus der Wachau. Herrlich reife Ochsenherz-Tomaten aus dem Dorf. Moritz am Salz-Mörser. Und natürlich die zwei beinahe Drei-Kilo-Gockel …Weiter Lesen

Die Marktgemeinde Podersdorf am Neusiedler See hat zwei Leuchttürme. Einen echten. Er steht am kleinen Hafen, ist unbemannt und etwa 12 Meter hoch. Und einen der Wirtshauskultur! Dieser befindet sich in der Hauptstraße 39 und heißt Gasthaus zur Dankbarkeit. Seine Größe ist nicht abschätzbar. Er ist in jeder Hinsicht imponierend! Und er hat „Wärter“: Josef Lentsch und seine Frau Heidi. Was soll ich sagen? Das Netz ist voll mit Geschichten über die Dankbarkeit. Ich erzähle einfach kurz meine. An einem Freitagabend Ende Juli 2011 gegen 19 Uhr betrete ich das Gasthaus. Ohne Reservierung … Der Eingangsbereich birgt vier rustikale Holztische und die Schank. Jeder kennt das Gefühl – hoffentlich. Und jeder der es kennt, sehnt sich danach. Immer wieder. Man betritt ein Wirtshaus und kommt unmittelbar an. Gerade und auch bei sich selbst. AufWeiter Lesen

Im Burgenland habe ich bei der Familie Varga residiert. Die Vargas betreiben unter ihrem Namen im Weinort Gols DAS Fischrestaurant am Neusiedler See: Varga, Untere Hauptstraße 123, 7122 Gols. Seit 1972 gibt es das familiengeführte Restaurant. Im Sommer lockt eine schöne Sonnenterrasse (mit Baumschatten). Das kongeniale bei den Vargas ist aber, dass sie die Fische nicht nur außergewöhnlich köstlich zubereiten, sondern auch selbst fangen! Und das in der jetzt vierten Generation. Begonnen damit hat Matthias Haas im ungarischen Groisbach. Nach dem Krieg übersiedelte die Familie in das österreichische Gols. Hier lernte Emmerich Varga senior, ebenfalls aus Ungarn stammend, die Tochter von Haas kennen und heiratete sie. Sein Schwiegervater lernte ihm das Fischen auf dem See. Das Wissen gab er bei Zeiten seinem Sohn, Emmerich Varga junior, weiter. Dieser führt heute, zusammenWeiter Lesen

Klappe die sechste (letzter Test hier). Let´s go east – zur Metzgerei Gabler, Unterer Taubentalweg 5, 85055 Ingolstadt (Tel. 0841/56392). Eine Website existiert nicht. Aber eine Filiale in 85144 Hitzhofen, Oberzeller Straße 19. Nach dem Einkauf (13.08.11) beginnt meine kleine „Fragestunde“. Die Weißen gibt es kesselfrisch am Montag und am Freitag – gegen Vorbestellung auf Wunsch. Zusatzstoffe? Jetzt wird der Meister gerufen. Markus Gabler erscheint und gibt Auskunft. Er verwende eine fertige Gewürzmischung. Diese trägt den Namen „Münchner Weißwurst“. Geschmacksverstärker gebe er gesondert nicht zu. Aber in der Mischung sei u. a. Mononatriumglutamat/E 621 und – auf meine Nachfrage – Zitronenaroma. Der Magerfleischanteil (man lernt dazu! – siehe letzter Test) besteht nach seiner Aussage aus 30 % Kalbfleisch. Die Schweine kommen aus der Region von den Landwirten Sedlmeier/Buch, Pfaller/Krut und Schermer/Hofstetten. NachWeiter Lesen

Diese Geschichte beginnt zunächst in München. Irgendwann im November letzten Jahres besuchte ich dort die Chocolaterie & Café Götterspeise (Jahnstraße 30, 80469 München). Während ich mir eine köstliche Himbeertarte schmecken lies, streifte mein Blick über das Weinregal und fand dort Halt an einem wirklich feinen Etikett. Abschweif: Soll man, darf man Wein – den man nicht kennt – (nur) nach seiner Aufmachung kaufen? „Der Mensch ist ein Augentier“ befand einer meiner Biologielehrer immer wieder – und hatte damit Recht. Gutes Design spricht mich an. „Form follows function“. Dieser gescheite Gestaltungsleitsatz hilft hier aber leider nicht wirklich weiter. „Funktioniert“ der Wein ist die Form „geschenkt“. Hält er nicht, was das Etikett „versprochen“ hat, darf man sich doppelt ärgern. Doch ist die Freude nicht wirklich groß, wenn das geschmeckte Sein dem schönen Schein die Hand reicht? Attraktive Weinetiketten auf leeren FlaschenWeiter Lesen

Frauenkirchen liegt auf der Ostseite des Neusiedler Sees. Das Wahrzeichen des Städtchens ist die Basilika Mariä Geburt. Ihre Front ziert die Etiketten der Flaschen des Weinguts Umathum, St. Andräer Straße 7, 7132 Frauenkirchen, meinem Ziel. Glück muss man haben! Dort angekommen, teilt man mir mit, dass der Meister justament eine Führung begonnen hat. Vielleicht war es mein ausgesprochen breites Lächeln – in wenigen Minuten war ich jedenfalls Teil einer kleinen Gruppe. Gemeinsam lauschen wir zwischen Zweigeltreben den sehr engagierten Ausführungen von Josef Umathum. Da es recht kühl war, ging ich noch einmal kurz zum Auto und holte mir eine Jacke. Zurück lachte mich der Chef an und äußerte die gehabte Befürchtung, mich würde das wohl nicht interessieren. Wenn der wüsste! Rebenzucht, Sortenwahl, Genetik, Bodenbearbeitung (hier wird nach biodynamischen Richtlinien von Demeter gearbeitet), Schnitt, Ernte, Mikroklimata des Pannonischen BeckensWeiter Lesen

Haben Sie schon mal bewusst auf Kanaldeckel geachtet? Ich bisher nur einmal. In Rom. Als Asterix & Obelix Fan merkt man hier auf. Auf denen steht nämlich S.P.Q.R. Das ist die Abkürzung für das lateinische „Senatus Populusque Romanus“ und bedeutet übersetzt „Senat und Volk von Rom“. Richtig – ich hatte in der Schule Französisch, kein Latein. Und dann noch einmal dieser Tage bei uns in Ingolstadt. Am Ausgang der Hohe-Schul-Straße auf die Luftgasse/Roseneckstraße finden sich sehr edle Exemplare. Schaut mal: Nicht schlecht, oder? – sogar mit Wappen! Ich habe mich gar nicht drauftreten getraut. Da soll noch einer auf das Erscheinungsbild der Altstadt schimpfen!

Dieser Tage ging der „Original Hamburger Fischmarkt auf Reisen“ auf dem Paradeplatz in Ingolstadt vor Anker. Der sehr geschätzte Kabarettist Frank-Markus Barwasser könnte dazu passend seinen Dr. Göbel sagen lassen: „Na ja nuuun …“ Ich bin mal quer darüber gegangen. Unter der sehr profunden „Überschrift“ wurde ich bei „Käse Tommi“ Zeuge folgenden Schauspiels: Ein – sagen wir sehr dynamischer – Verkäufer stellte vor beachtlicher Zuschauermenge leere Körbchen vor sich hin. Diese befüllte er im Fortgang unter immer gleicher Dramaturgie mit sieben verschiedenen Produkten – die immer wieder genannte Endstation 10 EUR fest vor Augen und Ohren. Die Produkte gab er als Käse aus. Aus Frankreich. Die Zuschauer wurden über Mikrofon mit einer Vielzahl weiterer Informationen beglückt. Die Kühe wären vor Tagen noch auf der saftigen Weide gestanden, beim Käseeinkauf ginge nichts über Vertrauen und Qualität, entscheidend sei eineWeiter Lesen

Sehr wehmütig nahm ich von Wien Abschied. Aber ich hatte ja noch einige Tage das Burgenland vor mir. Region Neusiedler See. Ich schätze Weine aus Österreich ganz besonders. Und gerade aus dieser Ecke des Landes finden sich in schöner Regelmäßigkeit Flaschen auf unserem Esstisch. Den Besuch vier solcher Winzer hatte ich deshalb fest eingeplant. Der erste: Roland Velich mit seinem Weingut Moric, Kirchengasse 3, 7051 Grosshöflein. Um jetzt nicht in die – alles ist schon gesagt, nur noch nicht von jedem – Routine zu verfallen, verweise ich – hier – auf ein sehr schönes Interview, das Christian Seiler mit Velich im März 2009 geführt hat. Mir ging es bei meinem Besuch um den Menschen hinter dem Blaufränkisch. Der Boden, das Mikroklima, die Rebe – alles gut – aber es braucht auch Typen,Weiter Lesen

Gestern Abend war ich bei Matthias in Geisenfeld eingeladen. Sein Freund, ein alter Schmied, hat sich einen Grill mit Waschmaschinenmotor gebaut. Diesen wollten wir ausprobieren: Die weiteren Teilnehmer: Ein Gockel (echter Mistkratzer vom Nachbarhof, ca. 3 kg) mit Petersilienfüllung, Hühnerleber frisch aus der Pfanne, Wiesenkräutersalat, selbstgemachte(!) Butter, selbstgebackenes Brot. Es gibt schlimmere Abende … Erfreulicherweise fand das Ganze eine Fortsetzung.

Der fünfte Kandidat (4. hier). Ich lasse für die laufende Testreihe die Altstadt hinter mir und fahre Richtung München. Ins Herzland der Weißwürscht. Allerdings bleibe ich in Ingolstadt. Ich überquere lediglich die Donau – damit aber den berühmten Weißwurstäquator. Fünf verschiedene Metzgereien hat es hier noch im Stadtgebiet (noch? Ja leider, siehe: hier). Meine Wahl fällt auf die Metzgerei Joseph Huber. Der Joseph ist wichtig. Es gibt nämlich im Süden auch den Richard Huber. Der kommt aber ein anderes Mal dran. Die Metzgerei Joseph Huber hat ihren Stammsitz in Hundszell. Daneben gibt es weitere 5 Filialen. Ich kaufe für den Test (05.08.2011) in der Filiale Münchener Straße 253 ein. Meine Mailanfrage wurde nach nur wenigen Stunden von Herrn Huber persönlich beantwortet. Das kann so nicht unbedingt erwartet werden – umsoWeiter Lesen

Neue Auftritte des Springinkerls – acht Stück – damit gibt es jetzt über 50(!). Lieben Dank vor allem an die überaus fleißige Marion für die Fundstellen. Erstmals treten zwei Springinkerl im Teamwork auf. An den Händen haben sie sich schon einmal gehalten (hier). Genau 52 konnte ich bisher dokumentieren (die letzten 8 hier): Zur Vermeidung von Missverständnissen: Ich beobachte, ich dokumentiere. Seit Monaten entdecke ich Auftritte des Springinkerls. Zwischenzeitlich werden mir von Dritten Fundstellen mitgeteilt. Diese Tätigkeit ist aber – und soll von mir aus auch so bleiben – eine rein historische. Es kommen nämlich keine Neuen hinzu. Ich betrachte das deshalb als abgeschlossenes „Projekt“. Ich versuche es festzuhalten. Eine besondere Schöpfungshöhe wird ihm – sich einmal bewusst darauf eingelassen – niemand wirklich absprechen können. Und das Ganze findet, wie auch schonWeiter Lesen

Nachdem es zwischenzeitlich vier Tests gab – der nächste folgt voraussichtlich am kommenden Wochenende – habe ich zur besseren Übersicht hier einen Medaillenspiegel eingerichtet. Dem geneigten Leser darf ich die Wartezeit zum nächsten Test hiermit versüßen: Quelle: Ritter Sport Blog

4. Teil (3. hier). Vor mir stehen die Eheleute Möhle. Ihnen gehört die gleichnamige Metzgerei, Unterer Graben 23 1/2 in 85049 Ingolstadt. Nach dem Weißwursteinkauf (30.07.2011)  geben sie mir bereitwillig Auskunft. Es ist ein angenehmes Gespräch. Und die erste Feststellung ist gleich bemerkenswert. Vor Ort befindet sich die letzte Fertigungsstätte für Fleisch- und Wurstwaren in der Altstadt von Ingolstadt. Die gerade erstandenen Würste sind also echte Schanzer – die letzten ihrer Art (nach der Regel, dass ein echter Schanzer innerhalb der Stadtmauern geboren sein muss – diese Regel wird, Hausgeburten ausgenommen, jedenfalls zum Aussterben der Schanzer führen, nachdem alle gewöhnlichen Geburtsstätten heute außerhalb liegen … :-(). Die Tiere stammen vom regionalen Fleischhändler Oskar Lipp und werden im Schlachthof Ingolstadt geschlachtet. Weißwürste gibt es jeden Samstag kesselfrisch. Unter der Woche nurWeiter Lesen

Zuerst eine Empfehlung. In Österreich gibt es das Magazin für Ess- und Trinkkultur „A La Carte“. Es erscheint vier Mal im Jahr. Als ständige Beilage im Magazin findet sich die Zeitschrift „Slow“ von Slow Food Wien. Allein dieses Näheverhältnis sagt einiges aus … Besonders gut gefallen mir die „Bookazines“ des Verlags, die zwei Mal per anno herauskommen. Unter den bisherigen Titeln finden sich z.B. „Wiener Beisln“, „Wiener Kaffeehäuser“ oder „Wiener Märkte“. Tiefgang und Kompetenz in sehr schönem Layout mit Spitzenfotos. Nicht nur als Bestandteil des Wiener Reisegepäcks sicher eine sehr gute Wahl. Seit heute darf mich der Verlag auch auf seiner Abo-Liste führen … Da mich in letzter Zeit Burger (siehe hier) besonders beschäftigten, schlug ich beim Anblick des neuen „Das Burger-Kochbuch“ im Buchladen sofort zu. Zum „must have“ wurdeWeiter Lesen

Extrawurst – sagen wir für einen sehr überschaubaren Kreis von Enthusiasten. Diese werden gleich wohlig satt sein. Ich bin ein getreuer Bewunderer des Schauspielers Oskar Werner. Geboren am 13.11.1922 in Wien, verstorben am 23.10.1984 in Marburg an der Lahn. Auf dem Wiener Zentralfriedhof – ich passierte gerade das Grab von Helmut Qualtinger – kam er mir plötzlich, aber nicht überraschend in den Sinn. Natürlich wollte ich jetzt seine letzte Ruhestätte besuchen. Bei den Ehrengräbern fand ich ihn aber nicht. Am Tor 2 des Friedhofs bat ich um Hilfe. Der angesprochene Bedienstete wusste sofort wen ich suchte – ein Liegeplatz war ihm aber aus dem Stegreif nicht bekannt. Also griff er nach einem offiziellen Bestandskatalog und schlug nach. Keine Listung. Ich steuerte noch den Geburtsnamen Werners – Bschließmayer – bei. Wir fandenWeiter Lesen

Ich war gerade einige Tage in Wien und dann im Burgenland. Über Erlebnisse und Eindrücke der (sehr bewegenden) Reise werde ich dieser Tage und Wochen hier in loser Folge berichten. Ich beginne mit einem bemerkenswerten Fundstück: Die Metzgerei Radatz (23 Filialen in Wien) bietet ihren Kunden zur Grillzeit aktuell eigene Grill-Holzkohle an. Und wenn schon, denn schon! Man informiert, was das für eine Kohle ist, woher sie kommt und wer sie gemacht hat! Schon für einen Teil dieser Informationen – geschweige denn für ein solches Regionalitätsverständnis – wäre man vielerorts beim Fleischeinkauf sehr dankbar … die setzen bereits bei der Kohle so an … Respekt! Wien/Burgenland (2): Hier

Auf dem morgendlichen Weg zur Kanzlei komme ich in der Altstadt von Ingolstadt immer an der Ecke Gartengasse/Griesbadgasse, gelegen zwischen Münster und Scherbelberg, vorbei. Dort fällt mein Blick stets auf diese wunderschöne Hausinschrift: „Bäckerei und Mehlhandlung“ und „1912“ ist zu lesen. Im Korb zu Füßen der beiden stolzen Löwen erkenne ich auf jeden Fall ein Eiweckerl (links), einen Zopf (Mitte) und ein Brot (rechts). Die Breze darunter war schon unzählige Male Ziel von Wettläufen mit meinem Buben auf dem Weg nach Hause: „Wer zuerst bei der Breze ist – los!“ Diese Läufe konnte ich bisher nie für mich entscheiden … Stufen führen hinauf zum ehemaligen Ladengeschäft. Es gibt ein Schaufenster. Dahinter ist heute eine Wohnung. Was war das für eine Bäckerei? Seit wann gibt es sie nicht mehr? Gab esWeiter Lesen

Dritter Test (zweiter hier). Noch einmal Altstadt. In der Donaustraße 5 befindet sich eine der drei Ingolstädter Filialen (insgesamt 22) der Metzgerei Walk aus Berching. Ich erleichtere (09.07.2011) das Geschäft um fünf Würste. Marmorierung:Hell. Petersilie ein wenig ungleichmäßig verteilt. Leicht körnige Struktur. Viele Lufteinschlüsse. Duft:Fleischbrät. Homogen. Keine Zitrusnote. Mundgefühl:Weniger flaumig, eher fester Biss. Geschmack:Mild. Ausgewogen. Preis:10,90 EUR/kg Note: 3 Meine erste Mailanfrage (02.06.2011) bei der Metzgerei wurde nicht beantwortet. Die zweite (19.06.2011) auch nicht. Nicht so toll … In der Filiale habe ich dann den dort ausgehängten Listen für Zusatzstoffe entnehmen können, dass für die Weißwürste des Hauses Mononatriumglutamat (= E 621) und Diphosphate (= E 450) verwendet werden. Das Mischungsverhältnis – Kalb/Schwein – in den Würsten konnte mir auf Nachfrage  im Geschäft niemand beantworten. Der Website von Walk hat der padrone entnommen, dass zwischen der MetzgereiWeiter Lesen

Morgens esse ich meistens Müsli. Mal mit Milch, mal mit Joghurt. Früchte nach Saison. Auch mal getrocknete. Immer wieder gerne mit verschiedenen Nüssen. Kürzlich habe ich Mohn als schmackhaften Mitspieler entdeckt – ausprobieren! Hafer – gibt Pferdestärken. Dinkel, Buchweizen, und so weiter. Abwechslung beugt vor – vielem. Eine Konstante habe ich aber. Kein Müsli ohne Leinsamenöl! Leinsamenöl hat bei mir gleich drei Steine im Brett. Erst einmal schmeckt es sehr gut. Es ist goldfarben und riecht angenehm nach Heu. Im Mund schmeckt es schön nussig und (auch) nach Heu. Für Heugeruch gehe ich gerne in die Knie. Zweitens hat es eine außergewöhnliche ernährungsphysiologische Bedeutung. Mit ca. 55 % Anteil an der essentiellen Omega-3-Fettsäure α-Linolensäure (ALA) steht es an der Spitze der diese beinhaltenden Lebensmittel. Insbesondere Herz, Kreislauf, Gehirn und Gemüt gefallenWeiter Lesen

Kesselfrische Extrawurst! Heute (01. Juli 2011) vor fünf Jahren (1. Juli 2006) wurde aus der Kanzlei Olma die Kanzlei Olma & Piegsa. Fünf sehr gute Jahre. Danke Ralf! bis 30.06.2006: seit 01.07.2006: aktuelles Logo seit 01. April 2010: Das Ständchen kommt natürlich von Dave Brubeck: Take Five! Ein wunderbares Lied – und so passend … Bei You Tube gibt es eine Auswahl von mehreren gelungenen Darbietungen. Besonders gut gefällt mir ein Live-Mitschnitt aus dem Jahr 1966 in der Besetzung Dave Brubeck – piano, Paul Desmond – alto sax, Eugene Wright – bass und Joe Morello – drums. By the way: Geschrieben hat den Song Desmond und nicht Brubeck. Ruck Zuck ist der zur Verfügung gestellte Einbettungscode bei You Tube kopiert und hier HTML-gemäß eingepflegt. Schaut gut aus! Und hört sichWeiter Lesen

Fangen wir mit seinem Namen an. Einen solchen hat es nämlich jetzt. „Unruhiges, lebendiges Kind“. „Luftikus“. „Sehr lebhaft“. „Flatterhaft“. „Lustig herumspringendes Kind“. „Draufgängerisch.“ Diese sehr passenden Beschreibungen vereint der schöne österreichische Ausdruck: Springinkerl. Ein Blick auf das „Männchen“. Vielleicht in bewegter Pose. Langsam – S p r i n g i n k e r l – sagen. Passt! Schanzer Springinkerl. 36 Auftritte habe ich (bisher) „festhalten“ können. 35 in schwarz. Einmal ist es rot geworden! Gegenüber der Kanzlei – wie schon beschrieben – wurde es übermalt (und vorher leider nicht von mir fotografiert). Wenn ich dieser Tage durch die Stadt gehe, schaue ich nur noch ob es irgendwo hängt, klettert oder springt. Als eine Art therapeutische Maßnahme lasse ich es deshalb hier los. Trotzdem gilt: Wer noch eines findet – her damit! Nachtrag: Weitere Auftritte wurden mirWeiter Lesen

Der Slow Food Genussführer freut sich seit heute über einen Neuzugang aus dem Gebiet des Conviviums Ingolstadt: Gasthof Neuwirt, Färberstraße 88, 86633 Neuburg Herzlich willkommen und weiter so! Damit sind nunmehr vier Empfehlungen aus unserer Region im Genussführer – siehe hier.

Ein Geheimtipp. Die Frage ist ja immer: Sage ich es weiter? Oder behalte ich es für mich? Für ersteres spricht die Freude, die man anderen damit macht. Gleichzeitig steht man bei ihnen gut im Kurs. Und der Empfohlene freut sich auch noch – wird doch seine Arbeit gesehen und gewürdigt (= win/win/win). In der Regel ist das so. Es gibt aber auch einige, seltene Spezialisten, die die Trommel scheuen. Deshalb frage ich vorher immer – ich will es mir mit dieser Spezies natürlich nicht verscherzen. Das für sich behalten anderseits, fußt in der häufig gemachten Erfahrung, dass mit Bekanntheit und Ruhm oft die Qualität Schaden nimmt. Als bereits Wissender will man genau das nicht. Die Entscheidung heute: Ich gebe ihn bekannt -Dexl! In Haunstetten (nördlich von Kinding im Altmühltal) gibtWeiter Lesen

Zweiter Test (erster hier). Ich bleibe innerhalb der Stadtmauern. Die Weißen kommen heute (25.06.2011) von der Metzgerei Bauer, Kösching. Besorgt habe ich sie mir in deren Altstadtfiliale, Milchstraße 23 in Ingolstadt (insgesamt 6 Filialen). Kein einfacher Test. Vor Jahren bei den Kanzleiverkostungen waren die Weißen dieser Mannschaft weit abgeschlagen. Neues Spiel – neues Glück? Sie sind diesmal deutlich besser! Marmorierung:Hell. Gleichmäßige Petersilienfleckerl in unterschiedlicher Größe. Duft:Blass. Hinten raus unbestimmte Würznote. Keine Zitrusnote. Mundgefühl:Schöne, flaumige Konsistenz. Weich aber mit Dichte. Geschmack:Anfangs deutlich nach Kalbsbrät. Dann ein wenig flach. Preis:10,60 EUR/kg Note: 3+ Meine Mailanfrage bei der Metzgerei wurde (im zweiten Anlauf) so beantwortet: 1. Sind in Ihren Weißwürsten künstliche Aromen, Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker? „Die Weißen enthalten Diphosphate und Geschmacksverstärker.“ 2. Wie ist das Mischungsverhältnis – Kalb/Schwein – in Ihren Weißwürsten? „SieWeiter Lesen

Dieser Post wird fortlaufend aktualisiert. Für den laufenden Weißwursttest habe ich mir eine Liste der Ingolstädter Metzgereien (oder auswärtiger Metzger, die in Ingolstadt wenigstens eine Filiale unterhalten) gemacht. Und siehe da – herausgekommen ist leider auch eine stattliche Streichliste. Ich bin durchaus überrascht, wie viele einfach nicht mehr da sind! Gestandene Handwerksbetriebe. Aus und vorbei. Bei vielen habe ich schon mal eingekauft. Und jetzt bin ich noch nicht sooo alt … Ist die Wurst kürzer geworden? Gibt es mehr Filialen der größeren (überregionalen) Betriebe? Gab es keine Nachfolger in der Familie? Die Gründe sind im Einzelfall bestimmt vielfältig. Ganz sicher hat das Heer der mühsamen Discounter – einfach über den Preis – an Boden gewonnen. Kognitive Dissonanz – wo ist meine Wertschätzung für gute Lebensmittel an der Kasse? Der dummeWeiter Lesen

Eine schöne, genussreiche Woche Piemont liegt hinter mir. Mit Familie und Freunden. Unterkunft bot uns ein Agriturismo. Im Wechsel wanderten wir in den einmaligen Landschaften des Roero und der Langhe oder bummelten durch Städte. Was für ein gesegnetes Land! Natürlich Weinberge. Nebbiolo (Babaresco und Barolo), Barbera, Dolcetto, Grignolino oder Moscato Bianco. Alles steht im Saft. Dazwischen: Pfirsiche, Haselnüsse (ein – DER – gattungsprägende Haselnussaufstrich Nutella wurde hier 1940 in Alba entwickelt), Birnen, Pflaumen, Äpfel, Kirschen, Kiwis, Feigen, Maulbeeren, Kartoffeln, Getreide, Tomaten, Zucchini – nicht vollzählig – nur was schnell erinnerlich ist. Alles geht immer wieder ineinander über und koexistiert besonders fruchtbringend. Weiße Tupfen auf den Wiesen: Piemonteser Rinder! Diese haben bei Slow Food Italien Presidio Status (Razza Piemontese). In Turin besuchten wir das Eataly. Ein Gesamterlebnis! In einer wunderschön renoviertenWeiter Lesen

Neues Männchen entdeckt. Und: He goes colour! Er? Vielleicht eine sie? Es? Und überhaupt – „Männchen“ ist nicht soo toll. Wir sollten einen Namen vergeben! „Name ist Schall und Rauch“ (Goethe, Faust I). Lieber „Nomen est omen.“ Ich bitte um Vorschläge! Hier ging die Geschichte los. Hier geht sie weiter.

Nach Umsatzzahlen in der Gastronomie steht McDonald´s auf Platz eins und Burger King auf Platz zwei in Deutschland. Beide verkaufen insbesondere – Burger. Ein Burger wird also immer gerne genommen. Soviel zur Quantität. Jetzt wäre es freilich sehr traurig, würde man den Damen und Herren der Systemgastronomie dieses schmackhafte Feld widerstandslos überlassen. Wenden wir uns also der Qualität zu. Jeder der schon mal einen mit frischen, guten Zutaten handgemachten Burger gegessen hat, weiß wie ein solcher Widerstand schmeckt. Das Problem: Ganz Ingolstadt ist von uniformen, vollkommen genussfreien Standardbratlingen der Lebensmittelindustrie besetzt … Ganz Ingolstadt? Nein! Es gibt tatsächlich Gegenwehr. Hier: Ich sitze im Golden. Kupferstraße 28 in der Altstadt von Ingolstadt. Mir gegenüber: Wolfgang Kratzer – der Chef. Seit wann gibt es das Golden? Eröffnung war am 11.11.2010. Das ersteWeiter Lesen

Ich bin wirklich sehr überrascht. Und deshalb gibt es heute die erste Extrawurst! Ich schaue gerade in den Blog von Andi Schuller. Ein Freund aus Ingolstadt. Er hat dort einen Link auf extra prima good hinterlegt (Danke!). Und was finde ich dann noch beim Stöbern auf seiner Seite? Graffiti-Bilder. Besondere. Ganz besondere! Wochenlang? monatelang? – „pinselte“ jemand Männchen in das Stadtbild. Genial einfach. Das Männchen hat Charakter. Es reflektiert stets in Wahrnehmung oder Bewegung sein unmittelbares Umfeld. Andi hat es jetzt für sich entdeckt. Der „Witz“: Auch mich hat es „angesprungen“. Seit Monaten bin ich von ihm infiziert. Genau gegenüber unserer Kanzlei hatte ich es jeden Tag im Auge. Diese Ausführung wurde zwischenzeitlich leider beseitigt. Der Hauseigentümer war ob seiner Existenz not amused. Eine Sichtweise, die auch ihre Berechtigung hat – wir reden dannWeiter Lesen

Erster Test (einleitende Worte hier). Die Hauptdarstellerin kommt von der Metzgerei Pauleser, Kasing. Nicht mit der gleichnamigen Metzgerei aus Böhmfeld verwechseln! Eingekauft (04.06.2011) habe ich in deren Altstadtfiliale in der Harderstraße 23 in Ingolstadt (insgesamt gibt es 11 Filialen). Marmorierung:Hell. Schöne Petersilienfleckerl in unterschiedlicher Größe. Duft:Fleischbrät. Homogen. Keine Zitrusnote. Mundgefühl:Perfekt flaumige Konsistenz. Weich aber mit Dichte. Geschmack:Schön ausgewogene Würze. Salz und Zwiebel nicht zu dominant. Preis:7,99 EUR/kg Note: 2+ Meine Mailanfrage bei der Metzgerei im Vorfeld wurde in absolut vorbildlicher Weise schnell und vollständig beantwortet. Respekt! So sollte Kommunikation mit dem interessierten Kunden praktiziert werden. Hier die Infos der Metzgerei: Zutaten: „Schweine- und Kalbfleisch (70%), Speck, Trinkwasser, Schwarten, Kochsalz, Zwiebel, Gewürze, Stabilisator E450, E262, Dextrose, Geschmacksverstärker E621, essbarer Schweinedarm.“ Mischungsverhältnis: „1/3 Kalbfleisch – 2/3 Schweinefleisch.“ Herkunft: „In der Woche vom 30.05. –Weiter Lesen

Ich hatte es ja angekündigt. Weißwursttest. Heute geht es los! Über die Geschichte der Weißwurst (Faschingssonntag 1857, München Marienplatz, Gasthaus „Zum ewigen Licht“, Sepp Moser), Legenden dazu (immer nur eine ungerade Anzahl bestellen/kaufen, 12 Uhr-Läuten, etc.) oder über das Wurstmachen selbst, habe ich nicht wirklich Lust zu schreiben. Das Netz ist dazu bereits randvoll. Einen Link darf ich aber setzen. Am 25.10.2009 war das Slow Food Convivium Ingolstadt beim Weißwursten dabei: Hier Interessant wäre es dagegen Weißwürscht in Wirtshäusern zu testen, die über eine eigene Wursterei (hausgemacht!) verfügen – allein, in Ingolstadt gibt es das leider nicht. In der Landeshauptstadt sind diese Fähigkeiten noch beim Franziskaner (Residenzstraße 9), beim Spöckmeier (Rosenstraße 9) im Hofbräuhaus und in der Gaststätte Großmarkthalle (Kochelseestraße 13) vorhanden. Die Quelle wird also in der Metzgerei sein. Ich werdeWeiter Lesen

Der Donau Kurier berichtete dieser Tage (01.06.2011, Seite 24) über ein derzeit anhängiges Verfahren zwischen der Fast-Food Kette „Subway“ und „Saiger“ vor dem Landgericht in Ingolstadt. Saiger war Franchisenehmer zweier Subway-Läden in Ingolstadt. Jetzt heißen diese Läden nicht mehr Subway, sondern Saiger. Subway stört sich an dem wohl nur minimal veränderten Außenaufritt und befürchtet Verwechslungen. Man streitet sich. Und? Die Auseinandersetzung gewinnt offenbar an Tiefe. Man beginnt sich inhaltlich miteinander zu beschäftigen. Dadurch treten interessante Erkenntnisse über diese „wunder“bare Branche zu Tage. Nun – schauen wir uns dazu einen Ausschnitt der Werbeanzeige an: Ich habe es rot unterstrichen. Donnerwetter! Ist das Werbung mit Selbstverständlichkeiten? Oder? – Nein. Mit dieser und sicher weiteren Fragen lasse ich Sie jetzt alleine. Ich bin sicher, Sie finden Antworten. Was wir essen wird Teil vonWeiter Lesen

Heute vor zwei Jahren war die Welt in Ingolstadt noch in Ordnung! Ich muss freilich gleich zugeben – diese Aussage bedarf der Konkretisierung. Sie entstammt der Magengegend eines Weißwurstessers. Eines Weißwurst-Aficionados. Also vor zwei Jahren war die Sache – zumal als Altstadtbewohner – einfach. Einfach zwingend. In der Kanalstraße 3 fand sich die Metzgerei Listl (ach wie gerne würde ich jetzt hier einen Hyperlink unterlegen). Die Seniorchefin Hannelore Listl, oder mein persönlicher Sonnenschein hinter der Theke – Frau Sieglinde Weiß – übergaben dort vertrauensvoll unter anderem kesselfrische Weißwürscht, gerne auch mal Wiener oder den dritten Klassiker der Manufaktur – Leberkäs – an wissende Kunden. Das Anwesen hat einschlägige Geschichte. Bereits 1762 ist der Metzgermeister Anton Eisenmann als Besitzer nachgewiesen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts befand sich hier der „Ochsenwirt“. DieWeiter Lesen

Er hat noch nie für mich gekocht. Trotzdem hat er mich schon unzählige Male aufs befriedigendste gesättigt. Der Mann macht Musik, er jazzt mit dem Flügelhorn, schreibt Bücher – auch Kochbücher – verlegt eine Zeitschrift „Häuptling Eigener Herd“, gartelt, imkert, lebt angenehm intensiv. Ja und natürlich kocht er. In seinem Laden, dem „Restaurant Wielandshöhe“ in Stuttgart. Sein Name: Vincent Klink. Er wird für mich kochen. Ganz sicher. Bis dahin labe ich mich an einer meiner Lieblingswasserstellen im Netz – seinem Online-Tagebuch. Wunderbarer Stoff. Immer wieder. Nachtrag (26.04.2012): Es ist geschehen

Eigentlich täglich komme ich an der Ecke Kreuzstraße/Poppenstraße an dieser schönen Wandmalerei vorbei: Ortsunkundige – Durstige womöglich – wähnen hier einen frischen Bierausschank, direkt beim Bräu. Allein – die Suche danach, das wissen jetzt Ortskundige schon, scheitert leider. Die Malerei erinnert, neben einigen Straßennamen, an die einstige Vielfalt des Brauwesens in Ingolstadt. Der Stadt, in der bekanntlich die weltweit älteste bis heute gültige lebensmittelrechtliche Bestimmung erlassen wurde: Das Bayerische Reinheitsgebot für Bier! So geschehen am Georgitag – dem 23. April 1516 – auf dem Landständetag durch den damals Bayern regierenden Herzog Wilhelm IV. Heute gibt es im Stadtgebiet noch zwei aktive Brauereien. Nordbräu und Herrnbräu. Erfreulicherweise sind es mit dem Schwalbenbräu ja eigentlich drei. Letzteres wird aber selbst nicht in Ingolstadt gebraut – oder doch? Ich werde dieser Frage –Weiter Lesen

Man muss auch mal auf ein Opfer verzichten können. Mit diesem Ansinnen besuchte ich am Freitag in sehr angenehmer Runde das Restaurant Broeding in München, Neuhausen. Wir wollten es uns gut gehen lassen. Uns wurde sehr gut getan! Das Broeding gibt es seit 1990 und wird von Gottfried Wallisch (Service) und Manuel Reheis (Küche) geführt. Feine Küche mit Bodenhaftung – Österreichische Weine satt. Nach dem Eingang rechts ein Raum mit Stehtischen umgeben von Weinregalen bis unter die Decke. Links der Speiseraum. Frisch, hell. An den Wänden, auf den Tischen – keine Gecken. Es wird ausschließlich ein täglich wechselndes 6-Gang Menü angeboten. Besonders zu empfehlen: Die Weinbegleitung. Jeder Gang kommt dann mit einem passenden Tropfen aus Österreich. Dazu immer eine kurzweilige, mitnehmende Erklärung und der stete Wunsch: „Viel Spaß damit“. Den hattenWeiter Lesen

Ingolstadt. Stadtauswärts auf der Haunwöhrer Straße (zwischen Rotmarstraße und Reuchlinstraße) findet sich linker Hand ein großes, parkartiges Grundstück. Nur ein kleines Häuschen steht darauf. Hausnummer 13. Eine fast verwitterte Aufschrift erinnert an die hier nicht erwartete frühere Nutzung: Nachtrag (24.07.2011): In der Ausgabe 23./24.07.2011 auf Seite 27 des Donau Kuriers wird der Vergangenheit des verlassenen Häusels nachgegangen. Danach hieß der Bonbon-Kocher „Otto Gutschera“. Die Kocherei war ein ehemaliger Schafstall. Bis in die 70er Jahre wurden hier Bonbons hergestellt.

Mögen Sie Schweinshaxe? Wenn ja, wo gibt es die Beste in unserer Region? Dieser Frage wollte ich erschöpfend nachgehen. Gleichgesinnte waren schnell gefunden. In 29 Tests – von November 2005 bis Mai 2010 – haben wir Antworten gekostet. Wird für gewöhnlich ein Wirtshaus in der Breite seines Angebots kritisiert, haben wir uns ausschließlich auf die Haxen und deren übliches Tellerumfeld konzentriert. Die Bewertungen für Kruste, Fleisch und Geschmack flossen mit doppelter Gewichtung in das Gesamtergebnis ein. Gewertet wurden: Kruste: Sie sollte unbedingt knusprig (rösch) sein, dabei aber noch schneid- und kaubar. Fleisch: Das Fleisch sollte zart und gut durch sein, sowie leicht vom Knochen gehen. Fett ist Hauptgeschmacksträger – ein zu viel (gerade unter der Kruste) sollte aber nicht sein. Geschmack: Es entscheidet ausschließlich der Gaumen des Testers. Optischer Gesamteindruck:Weiter Lesen

Rauchen kann man theoretisch alles was brennt. Praktisch aber nur Zigarre – wenn, ja wenn wir uns auf folgende Rahmenbedingungen dazu verständigen: Zeit für den Genuss Freude an der handwerklichen Fertigung Geschmack am einmaligen, reinen Naturprodukt Abwesenheit von Sucht Seit 20. Dezember 2000 gibt es in Ingolstadt dafür das Ingolstädter Cigarren Collegium „All that Cigar“ e.V. Wir treffen uns mindestens einmal im Monat zum gemeinsamen Smoke.

Dieser Post wird fortlaufend aktualisiert. Ich möchte den Slow Food Genussführer vorstellen – ein nationales (Dauer)-projekt von Slow Food Deutschland. Wer ihn nicht hat, leistet sich eine unbekömmliche Lücke! Slow Food Ingolstadt hat zur Stunde zehn Wirtshäuser in den Genussführer empfohlen. Diese sind: ➜ Gasthaus Beckerwirt|Hauptstraße 15, 85113 Böhmfeld|seit 12/2009➜ Gasthaus Stark|Dorfstraße 17, 85128 Nassenfels/Wolkertshofen|seit 02/2010➜ Brauerei-Gasthof Neuwirt|Färberstraße 88, 86633 Neuburg|seit 06/2011➜ Fuchsbräu|Hauptstraße 23, 92339 Beilngries|seit 04/2015➜ Landgasthof Wagner|Unteremmendorf 5, 85125 Kinding|seit 04/2016➜ Gasthaus Spitzer|Lohweg 10, 84072 Au/Osterwaal|seit 04/2016➜ maletter|Domplatz 1, 85072 Eichstätt|seit 10/2017➜ Post Berching|Johannesbrücke 5, 92334 Berching|seit 2022➜ Historischer Gasthof Stirzer|Hauptstraße 45, 92345 Dietfurt|wieder seit 2022➜ Ståderer|Franz-Xaver-Platz 1, 85072 Eichstätt|seit 2022 Historisch gab es diese Empfehlungen: ➜ Historischer Gasthof Stirzer|Hauptstraße 45, 92345 Dietfurt|von 11/2009 bis 12/2017 mit den Wirtsleuten Irmgard und Sepp Hierl – siehe hier➜ Köschinger Waldhaus|85092Weiter Lesen

Bei Wikipedia wird ein Ort der Kraft (Kraftort, Kraftplatz, magischer Ort) als ein Ort bezeichnet, „dem eine meist positive … psychische Wirkung im Sinne einer Beruhigung, Stärkung oder Bewusstseinserweiterung zugeschrieben wird.“ Von alters her verfügen wir in Bayern über die besonders schöne Fähigkeit solche Orte selbst zu schaffen. Es dürfte bereits klar sein, über was ich nachdenke: Den Biergarten! Die gesetzliche Begründung der Bayerischen Biergartenverordnung liefert wertvolle weitere Erklärungen: So erfreuen sich Biergärten „in Bayern als traditionelle Einrichtungen allgemein großer Wertschätzung und sind in Folge ihrer über lange Zeit gewachsenen Tradition ein Stück angestammten bayerischen Kulturgutes geworden.“ Weiter erfüllen Biergärten „wichtige soziale und kommunikative Funktionen, weil sie seit jeher beliebter Treffpunkt breiter Schichten der Bevölkerung sind und ein ungezwungenes, soziale Unterschiede überwindendes Miteinander ermöglichen. Die Geselligkeit und das Zusammensein imWeiter Lesen

Slow Food. Es gibt nicht viele Begegnungen und Bewegungen, die mich so gepackt haben wie diese! Und sie denkt nicht daran loszulassen … Seine Wurzeln hat Slow Food in Italien. Im Piemont gründete Carlo Petrini 1986 den Vorläufer „Arcigola“. Daraus wurde 1989 in Paris die globale Vereinigung Slow Food. Seit 1992 gibt es Slow Food Deutschland. Auf regionaler Ebene organisiert sich die Idee in Convivien (deutsch: Tafelrunden). Ein solches gibt es auch in Ingolstadt. Am 11. Mai 2007 wurde das Convivium Ingolstadt standesgemäß in den Räumen der „Hohen Schule“ ins Leben gerufen. Ich werde bei extra prima good immer wieder auf Slow Food und seine Ideen zurückkommen. Für den Moment: Es gibt uns vor Ort! „Uns“ weil ich (natürlich) Mitglied bin. Ich darf es sogar leiten!