Von echten Liebhabern

Leben im Einklang mit den Jahreszeiten. Warten können! Auf Lebkuchen, Kirschen, Tomaten, usw. Dem echten Liebhaber von Erdbeeren schlägt erst dieser Tage das Herz bis zum Hals. Er behielt einen kühlen Kopf als man ihn verarschen und veräppeln wollte. Und ließ auch die bereits seit vielen Wochen von nicht wenigen Bäckern angebotenen Erdbeerschnittchen links liegen. Liebhaber die etwas auf sich halten, vermeiden den ejaculatio praecox…

Seit gestern gibt es hingegen ein untrügliches Zeichen zum Anker lichten: Das hochverehrte mundgerecht bietet seine ersten Erdbeer-Köstlichkeiten an. Die können warten. Und wissen warum! Gewachsen in Ingolstadt. Unter freiem Himmel. Plastikfrei. In Bioland-Qualität. Aus dieser feinen Quelle. Eine gelungene Mittagspause!

Und auch hier kann man warten: Beim hochgeschätzten Spargelhof der Familie Rehm im Schrobenhausener Land. Anbau ohne Plastikfolien. Zeit für Geschmack und Nachhaltigkeit! Mit ihnen haben erfreulicherweise auch Gastwirte die Ruhe weg – was bei leider viel zu vielen hochnervösen Gästen tatsächlich unter Mut zu buchen ist. Dazu gehören z.B. der Gasthof Stark und das Köschinger Waldhaus. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Landidee (Mai/Juni 2019) gibt es zur schmackhaften Zusammenarbeit der Rehms mit den Starks einen schönen achtseitigen(!) Bericht (Auszug).

Und jetzt haben sie es sogar auf das Titelbild(!) und in die Rubrik „Food Hero“ der druckwarmen Ausgabe des Slow Food Magazins 2019/03 geschafft – ich freue mich sehr für Euch!

Wolfi

„Ein 51-jähriger Mann aus Ingolstadt ist am Dienstagnachmittag gegen 14 Uhr nahe Wolfsbuch bei einem Verkehrsunfall gestorben“. So der Donaukurier heute – genau vor einem Jahr. Dieser „Mann“ war mein Freund Wolfgang:

Vorbereitet sein, ist nicht das Schlechteste. Plötzlich gerissene Lücken haben daher ihre ganz eigene Dramaturgie… Nach einem Jahr konstatiere ich: Es ist eine Lücke.

Gott(!) sei Dank gehöre ich zu jenen, die glauben, dass es weitergeht. Wolfi, wo immer du gerade bist – mach dir heute einen besonders schönen Tag! Für dich: „The Trapeze Swinger“ …! 😉

Das Original stammt von Iron & Wine. Wem es gefallen hat, diese Einspielung ist ebenfalls ein Genuss.

Es bleibt noch eine Fußnote, die an Zufall (ehrlich!) – gleichzeitig aber auch an Unheimlichkeit kaum zu überbieten ist: Gestern Abend war ich in seinem, in meinem (Danke Gisi!) Golden:

Ab heute ist es dort tatsächlich so bestellt ist:

Mein (leider) wohl letzter Burger an dieser Stätte. Anderenfalls dann aber sicher einer aus einem anderen Film:

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Rückblick Hausmesse K&U 2018

Die K&U Weinhalle in Nürnberg ist – wenn ich nicht beim Winzer persönlich einkaufe – mein erster Haus- und Hoflieferant für Weine. 2017 gab es keine K&U Hausmesse. Dies lag daran, dass der jährliche Turnus der Zusammenkunft vom Spätherbst in das Frühjahr verlegt wurde. Nach November 2016 (mein Bericht) folgte also 2018. Am kommenden Samstag geht es wieder nach Mittelfranken! Wir werden diesmal zwei Bayerntickets voll ausnutzen. Meine Vorbereitung: Nachsehen welche Winzer persönlich kommen, die Verkostungsliste studieren und den Bericht vom Vorjahr schreiben – da ist er:

Weingut Manincor, Südtirol. Michael Graf Goëss-Enzenberg hält seinen „Moscato Giallo“ (2017) und seinen „Réserve della Contessa“ (2017) hoch:

Ökologischer Land- & Weinbau Kraemer, Franken. Stephan Krämer hält hoch: Silvaner „Silex“ (2016) und Silvaner „Alte Reben“ (2016):

Domaine Guirardel. Frankreich, Jurançon. Winzer Pierre Coulomb hält seinen „Le Sec“ (2014) aus den Rebsorten Gros Manseng und Petit Manseng hoch:

Alljährlich hochbesetzte Nebenrollen: Restaurant Sosein (dessen köstliche Kunst und Gastfreundschaft durfte ich Anfang März genießen; irgendwann schreibe ich darüber) und Freibäcker Arnd Erbel:

Paul Truszkowski – Herausgeber des sehr empfehlenswerten Weinmagazins Schluck:

Was schmeckt nach dem (vielen) Wein am besten? Die Wahl fiel diesmal auf die Schankwirtschaft vom Schanzenbräu:

Und jetzt Blick nach vorne – bin gespannt, was es Neues zu entdecken gibt: