1969 war ein sehr gutes Jahr. In seinem Februar erblickte ich das Licht der Welt 🙂 Mehr Anlass für Dankbarkeitsgefühle kann ein Zeitraum eigentlich nicht bieten. Und dann war da ja noch was: Die Mondlandung! Dazu gibt es gerade etwas Feines: Den Dokumentarfilm „Apollo 11“ von Regisseur Todd Douglas Miller. Dieser bringt in brillanter Qualität nie gezeigte Originalaufnahmen von den aufregenden Tagen im Juli 1969 auf die Leinwand. In den Hauptrollen: Neil Armstrong, Edwin „Buzz“ Aldrin und Michael Collins. In Ingolstadt wird diese Köstlichkeit natürlich nicht serviert. Aber in München, und dann auch noch in der Originalfassung. Tipp: Das CINEMA-Filmtheater in der Nymphenburger Straße 31 hat sich auf die Präsentation von Urversionen spezialisiert. Vorgestern habe ich mir das gegönnt: Obwohl man ja genau weiß, wie die Geschichte ausging, ist manWeiter Lesen

Halbzeitpause beim Ingolstädter Bürgerfest 2019. So far so very good! Sicher auch dank der weitsichtigen Spielregeln – hier – ist erfreulicherweise bisher nix passiert. Wobei es Nebenwirkungen gibt. Und die sind gar nicht schlecht! Die Straßen in meinem Viertel sind von nervigem Ballast befreit – weit und breit keine Autos. Herrlich! Dann wollte ich heute Vormittag auf den Wochenmarkt… arrrgh. Dessen festbedingte Verlegung auf gestern hatte ich nicht auf dem Schirm. Macht aber nix. Bin gleich zu einer anderen Quelle weitergeradelt. Eine schöne Gelegenheit diesen Tipp hier zu präsentieren. Er kann auch noch gut unter der stets besonders begehrten Rubrik Geheimtipp laufen: Die älteste Stadtgärtnerei (gegründet im Jahre 1750 von Dionys Josef Trögl und seiner Frau Magdalena, heute geführt von Christoph Trögl) baut am Brodmühlweg 1 eigenes ungespritztes(!) Gemüse an.Weiter Lesen

Eigentlich müsste es ja 2019 heißen. Aber die Tour steht uns erfeulicherweise noch bevor. Und wie es hier zwischenzeiltlich oft gute Übung ist, habe ich mir die Eindrücke aus dem letzten Jahr hingelegt. Zur Vorbereitung und zur Steigerung der Vorfreude! Lage und Name unseres Domizils vor Ort – ein wunderbares Agriturismo – darf ich nicht verraten. Ich stehe im Wort gegenüber seinem Entdecker. Und mit dem werde ich es mir nicht verscherzen. Tut mir leid. Die besuchten Weingüter bekomme ich aber hin: Tenuta dell’Ugolino, Fattoria Colleallodole und Podere Marella. Die angesteuerten Osterien wiederum nicht mehr ganz (schwer zu glauben). Dabei waren jedenfalls die Osteria del Teatro in Cortona, die Piccola Trattoria Guastini in Torrita di Siena und auf der Heimfahrt La Laterna di Diogene in Bomporto (Emilia-Romagna). Letztere ist wahrscheinlichWeiter Lesen

Eine kleine Geschichte. Am Anfang steht eine Klassenfahrt vor über 30 Jahren. Am Ende eine Weinverkostung am kommenden Samstag (15.06.19). Zu letzterer lade ich hiermit schon einmal herzlich ein! In der 11. Klasse steht immer eine große Studienfahrt auf dem Programm. Damals, 1987 im Christoph-Scheiner-Gymnasium hatten wir die Wahl zwischen London und Paris. Ich weiß nicht mehr wie es dazu kam, aber wir – die Klasse 11b unter Leitung von Werner Kundmüller – fuhren vom 02. bis 10. April nach ……… Rom. Es war eine herrliche, eine wunderbare Zeit! An einem Tag besuchten wir die Sommerresidenz des Papstes in Castel Gandolfo und machten auch halt in Frascati. Dort gab es einen Stand mit Porchetta, gefüllt mit frischen Kräutern. Dazu ein Glas Frascati. Mir ist das bis heute in Erinnerung geblieben.Weiter Lesen

Leben im Einklang mit den Jahreszeiten. Warten können! Auf Lebkuchen, Kirschen, Tomaten, usw. Dem echten Liebhaber von Erdbeeren schlägt erst dieser Tage das Herz bis zum Hals. Er behielt einen kühlen Kopf als man ihn verarschen und veräppeln wollte. Und ließ auch die bereits seit vielen Wochen von nicht wenigen Bäckern angebotenen Erdbeerschnittchen links liegen. Liebhaber die etwas auf sich halten, vermeiden den ejaculatio praecox… Seit gestern gibt es hingegen ein untrügliches Zeichen zum Anker lichten: Das hochverehrte mundgerecht bietet seine ersten Erdbeer-Köstlichkeiten an. Die können warten. Und wissen warum! Gewachsen in Ingolstadt. Unter freiem Himmel. Plastikfrei. In Bioland-Qualität. Aus dieser feinen Quelle. Eine gelungene Mittagspause! Und auch hier kann man warten: Beim hochgeschätzten Spargelhof der Familie Rehm im Schrobenhausener Land. Anbau ohne Plastikfolien. Zeit für Geschmack und Nachhaltigkeit! MitWeiter Lesen

„Ein 51-jähriger Mann aus Ingolstadt ist am Dienstagnachmittag gegen 14 Uhr nahe Wolfsbuch bei einem Verkehrsunfall gestorben.“ So der Donaukurier heute – genau vor einem Jahr. Dieser „Mann“ war mein Freund Wolfgang: Vorbereitet sein, ist nicht das Schlechteste. Plötzlich gerissene Lücken haben daher ihre ganz eigene Dramaturgie … Nach einem Jahr konstatiere ich: Es ist eine Lücke. Gott(!) sei Dank gehöre ich zu jenen, die glauben, dass es weitergeht. Wolfi, wo immer du gerade bist – mach dir heute einen besonders schönen Tag! Für dich: „The Trapeze Swinger“ …! 😉 Das Original stammt von Iron & Wine. Wem es gefallen hat – diese Einspielung ist ebenfalls ein Genuss. Es bleibt noch eine Fußnote, die an Zufall (ehrlich!) – gleichzeitig aber auch an Unheimlichkeit kaum zu überbieten ist: Gestern Abend warWeiter Lesen

Die K&U Weinhalle in Nürnberg ist – wenn ich nicht beim Winzer persönlich einkaufe – mein erster Haus- und Hoflieferant für Weine. 2017 gab es keine K&U Hausmesse. Dies lag daran, dass der jährliche Turnus der Zusammenkunft vom Spätherbst in das Frühjahr verlegt wurde. Nach November 2016 (mein Bericht) folgte also 2018. Am kommenden Samstag geht es wieder nach Mittelfranken! Wir werden diesmal zwei Bayerntickets voll ausnutzen. Meine Vorbereitung: Nachsehen welche Winzer persönlich kommen, die Verkostungsliste studieren und den Bericht vom Vorjahr schreiben – da ist er: Weingut Manincor, Südtirol. Michael Graf Goëss-Enzenberg hält seinen „Moscato Giallo“ (2017) und seinen „Réserve della Contessa“ (2017) hoch: Ökologischer Land- & Weinbau Kraemer, Franken. Stephan Krämer hält hoch: Silvaner „Silex“ (2016) und Silvaner „Alte Reben“ (2016): Domaine Guirardel. Frankreich, Jurançon. Winzer Pierre CoulombWeiter Lesen

Neben allerlei anderer Aktivitäten trifft sich Slow Food Ingolstadt regelmäßig (eigentlich monatlich – siehe Termine) zum Stammtisch. Dabei sind wir immer woanders zu Gast. Zumeist in „unseren“ Genussführer-Wirtshäusern. Letzte Woche zum Beispiel im Neuburger Neuwirt: Hier pflegt man – unter anderem – die Kunst der Pause: En passant erhielten Anke und Karl Deiml ihre Urkunde für 2019:

Burgers and Fries from Five Guys. Hier steht, warum ich dazu eine besondere Affinität habe. Seit dem 4. Dezember 2017 – mit dem Standort Frankfurt – gibt es sie erstmals auch in Deutschland. Es folgten im laufenden Jahr Essen, Berlin, Oberhausen und soeben ganz aktuell (seit 30.11.18) München. Ich habe mir tatsächlich über eine Woche Zeit gelassen… Im Allgemeinen gibt es nichts Besonderes zu berichten. Im Konkreten zwei kurze Bemerkungen: Die erste Münchner Filiale findet sich leider in einem Einkaufszentrum im Osten der Stadt („Riem Arcaden“, Willy-Brandt-Platz). Leider, weil dies am Ende seelenlose, austauschbare Orte sind. Und es wird nicht besser. Die bereits angekündigte zweite Niederlassung in der Landeshauptstadt, wird in die „Pasing Arcaden“ einziehen… Zum anderen war ich gespannt, woher die Kartoffeln für die Pommes kommen. Ist es dochWeiter Lesen

Zum ersten Mal habe ich den Gasthof Bauer vor über sechs Jahren – damals noch als Geheimtipp – hier (lesen!) in meinem Blog erwähnt. Ein solcher ist er schon lange nicht mehr. Taucht dieser Leuchtturm der echten Wirtshauskultur zwischenzeitlich doch schon mal in Publikationen wie „Servus in Bayern“ auf. Aktuell in der Novemberausgabe 2018: Dabei ist er – Gott sei Dank! – der Alte geblieben. Und soweit ich Renate und Johann Bauer kenne, wird sich daran auch nichts ändern. Ihre eigene Milchvieh- und Schweinehaltung haben sie mittlerweile jedoch aufgegeben. Die Quelle für die in der Küche verwendeten Produkte daraus aber natürlich im Dorf belassen. Letzten Sonntag kehrte die Familie Olma zum jährlichen Gansessen ein. Wobei – es waren diesmal Enten, die wir uns reservierten. Die gute Herkunft bleibt dabei dieWeiter Lesen

Sechs Tage haben ihr gefehlt. Meiner Großtante Anni. Nur sechs Tage – zu ihrem 104. Geburtstag! Zum 100. hatte ich ein kleines Problem. Geboren am 25. Juni 1914 – ein Tag an dem der Begriff Weltkrieg – geschweige denn dessen Nummerierung – noch Theorie war. Am 19. Juni 2018 ist sie friedlich eingeschlafen … Vergangen Freitag war ich mit meinem Vater auf ihrer Beerdigung in Kreuzwertheim. Ein Ereignis, das mich dann doch mehr berührte, als ich es mir auf der Hinfahrt ausmalte … Der (heute) unterfränkische Familienteil hat der Begegnung eine ergreifende Tiefe und Würde verliehen. Annis Leben zog noch einmal an uns vorbei. Absolut prägend – 1944 die Flucht aus Oberschlesien. Anni, ihre ersten beiden Kinder, ihre Schwester (meine Oma) mit meinem gerade geborenen Vater und seinem einjährigen BruderWeiter Lesen

Ein Schweineleben in Deutschland – von den Machern dummdreist „moderne Landwirtschaft“ genannt: Niemals die Sonne gesehen. Spaltenböden. Importiertes, gentechnisch verändertes Futter. Die Eckzähne abgeschliffen, der Ringelschwanz abgeschnitten. 0,75 Quadratmeter Platz. Das Tier vollständig in jeder Lebenssekunde der Agrarindustrie unterworfen. Der Alltag von 99%(!) aller in Deutschland gehaltenen Schweine. Das wollt Ihr nicht? Einverstanden. Aber ich nehme Euch beim Wort! Zum Ausgang: 2016 beschlossen die Pfaffenhofener Barbara und Michael Weichselbaumer die Landwirtschaft ihren Schweinen anzupassen – ihnen als minimalstes Danke ein gutes Leben zu ermöglichen. Es entstand ein freiluftiger, neuer Stall. Mit Auslauf, Sonne, geschlossenen Böden, hofeigenem Futter und viel, viel Stroh. Achtung! 800 g pro Tag und Tier. Es gibt Trittbrettfahrer die ihren „Strohschweinen“ 15 g auf den Spaltenboden dekorieren  – „da hat jeder Goldhamster mehr“ – pflegt Michael WeichselbaumerWeiter Lesen

Ein Weinjahr hat – in der Rückschau – idealerweise viele Höhepunkte. Bei einigen kann man sogar in Vorfreude schwelgen, da sie fest terminiert sind und folglich sicher angesteuert werden können. Dazu gehört für mich stets die K&U-Hausmesse in Nürnberg. Wobei – das mit den fixen Terminen hat auch seine Ausnahmen. Fand die Veranstaltung bisher regelmäßig im November statt, wurde sie dieses Jahr erstmals ins Frühjahr gelegt. Und fiel aus diesem Grund Ende 2017 aus. Ungeachtet dessen traf ich mich letzten Mai trotzdem mit Martin Kössler. Er versorgte mich nämlich mit wertvollen Tipps zu einer bevorstehenden Provence-Reise der Familie. Er kennt dort jede Reblaus persönlich. Der liebe Gott allein weiß, wann ich dazu kommen werde diese wunderbare Exkursion zu verbloggen – im Dateien-Wartezimmer stapeln sich die Kandidaten bis zur Decke… AufWeiter Lesen

Österliche Schnipsel: Karfreitag. Spaziergang rund um das Felsentor in Unteremmendorf: Karfreitag und Unteremmendorf – schon kombiniert? Man wird in der Region keinen bessern Platz zum Fischessen finden, als den Landgasthof Wagner (ist im Slow Food Genussführer!). Keine Überraschung also im vollbesetzten Haus den ein oder anderen Fischschmecker anzutreffen (Grüße an Paul S. und Fritz S.). Auf der Karte ein schönes Programm: Geräucherter Lachs, Fischsuppe, gebackener Kabeljau, Zander, Waller, Forelle, Saibling und natürlich Karpfen. Meine Wahl nach der Fischsuppe: ein 1/2 Karpfen im Bierteig gebacken – köstlich (auch der Kartoffelsalat!). Karsamstag. Einkaufen: Bäcker, Wochenmarkt Ingolstadt, Osterschinken vom Joseph Huber, Wochenmarkt Eichstätt – Osterschinken vom Wolfgang Speth. Und natürlich Eier. Besuch an einer unserer Quellen dafür: Schließlich ging es noch in den Gerolfinger Eichenwald: Ziel war natürlich dieses wunderbare Gewächs – BärlauchWeiter Lesen

Tagestipp: Heute (19.02.2018) von 14:00 bis 20:00 Uhr Slow Wine-Verkostung im Eataly in München: Blick zurück. Was vom Termin am 20.02.2017 im Gedächtnis und im Glas blieb: Die Azienda Vitivinicola Lusenti in der Emilia-Romagna: Und das Weingut Valdonica in der Toskana: Später. Ein Stockwerk tiefer. La Pizza!

Burger in Ingolstadt? Das ist ganz einfach: Gehe in das Golden. Begib dich direkt dorthin. Gehe nicht… Seit 2011 darf ich das – Danke dafür! 2018 gibt es jeden Monat – neben den regulären Burgern – eine Spezialkreation. Die Geschichte läuft unter der Flagge „The Golden around the world“. Im monatlichen Wechsel steht eine andere Region Pate für den Burger. Die Rezeptur dafür wird von den Gästen vorgeschlagen. Mitmachen kann jeder – hier. Im Januar gab es den „Switzerland“. Im laufenden Monat ist es der „Norwegian“. Das Ding schmeckt phantastisch – unbedingt probieren! Der Vorschlag stammt von Frank Lehmann. Und das Golden schreitet tröstlich mit Stil und Anspruch zur Tat – der Lachs ist Bio zertifiziert 🙂 Es bleiben noch knapp zwei Wochen. Bin gespannt, wie es weitergeht. 18. FebruarWeiter Lesen

Meine Serie geht in den vierten Teil! Hier der Beginn. Diesmal lief mir die Herde tatsächlich zufällig über den Weg. Vorletztes Wochenende – nach einem köstlichen Mittagessen bei einem ganz heißen neuen Kandidaten für den Slow Food Genussführer (wird derzeit nicht verraten) – wollte die Familie noch einen ausgiebigen Spaziergang machen. Es ging Richtung Wellheim. Plötzlich tauchte auf einer Stallung dieses Schild auf: Der Spaziergang wurde (natürlich) umgehend modifiziert. Es folgte eine Umschreitung der wunderschönen, großzügigen Weidefläche (11 Hektar). Wir befinden uns im sogenannten Urdonautal. Zwei Millionen Jahre lang floss die Urdonau, von Süden her kommend, durch das Wellheimer Trockental ins heutige Altmühltal ab. Ich wusste, dass in dieser Gegend ein spezielles Beweidungsprojekt auf einem Niedermoor am Werk ist und wollte mir das auch schon länger ansehen. An diesem TagWeiter Lesen

Das maletter (Domplatz 1, 85072 Eichstätt) erschien Ende 2014 auf meinem Schirm. Und begleitet mich fortan. Die Genussführer-Testgruppe von Slow Food Ingolstadt setzte das Haus bald auf seine Watchlist. Wie üblich folgten mehrere Besuche. Zunächst in kleinen Kreisen. Dann gab es im Frühjahr 2017 den ersten offiziellen Test. Und Ende Oktober folgte der zweite. Man muss auch mal auf ein Opfer verzichten – alles probiert: Dazu die Vorspeisen (u. a. Variation vom Blumenkohl), die Suppen (u. a. Hühnersuppe mit Entenravioli) und die Desserts (Kürbis mit dunkler Schokolade oder Nougat mit Quitte). Die letzte Frage wurde einstimmig beantwortet: Herzlichen Glückwunsch! Damit verbleibt es bei neun Wirtshäusern (nach der Schließung vom Stirzer in Dietfurt), die von Slow Food Ingolstadt in den Genussführer empfohlen werden. Der erste (monatliche) Stammtisch 2018 von Slow FoodWeiter Lesen

2018. Es möge gut werden! So wie das Jahr, ist auch dessen erster Notizanlass taufrisch. Wenn sich in der Hohe-Schul-Straße etwas tut, hat das meine besondere Aufmerksamkeit. Schließlich verbringe ich genau hier zwischen Montag und Freitag meine meiste Zeit. Und an der Ecke Goldknopfgasse/Hohe-Schul-Straße (Hausnummer 7) tut sich gerade was! Seht selbst, die Bilder entstanden kurz vor Weihnachten: Ein neues Kaffeehaus – das Café himmelblau – kündigt sich an! Wann es genau eröffnet, kann ich zur Stunde leider nicht treffsicher sagen. Aber es brennt dort augenblicklich Licht und es schaut nach Ende Zielgerade aus… Dieser Tage also. Was ich bei einem Baustellen-Cappuccino bereits erfahren habe: Die Macherinnen sind Lisa Ferstl-Rieger und Margit Koch. Zusammen wollen sie von Montag bis Freitag (9:00 bis 18:00 Uhr) und samstags (9:00 bis 14:30 Uhr)Weiter Lesen

Ich erzähle Euch heute zwei kurze Geschichten. Die erste handelt von Janie und Jerry Murrell. Aus erster Ehe hat Jerry die Söhne Matt, Jim und Chad. Dann kam Ben dazu. 1986 eröffneten sie alle zusammen einen Burger-Grill in Arlington (Virginia/USA). Sie nannten sich – wohl unter großzügiger Duldung von Janie – Five Guys. Als schließlich noch Tyler auf die Welt kam, war der Name generationensicher. In den nächsten 15 Jahren (bis einschließlich 2001) wuchs das Geschäft – ganz slow – um weitere vier Läden. Alle im nördlichen Virginia und in Washington, D.C. Zwischen dem ersten und dem zweiten juristischen Staatsexamen ist das Rechtsreferendariat zu absolvieren. Ich weiß nicht ob das heute noch so ist, aber zu meiner Zeit umfasste die Ausbildung auch ein Pflichtwahlpraktikum. Dabei war man in seiner PlanungWeiter Lesen

Es ist bereits alles gesagt. Hier. Vergangenen Sonntag – erster Advent – ging uns hier noch einmal ein Licht auf. In der Gaststube, nach dem Eingang gleich rechts. Auf einer der 130 Jahre alten Eichenholzbänke. Zwischen saurem Lamm-Lüngerl und geeistem Espresso. Endlich im Bild festgehalten, der schon oft zitierte Wahlspruch des Hauses: „Genießen Sie die Erotik der Natur mit Lust auf Zukunft“: Nach dem letzten Mal besteht ja durchaus die Möglichkeit eines allerletzten Mals… Ich lasse es offen. So oder so – was für ein Verlust!

Nachdem ich die Limousin-Rinder in Linden und die Highland-Cattle in Hagau auf ihren Weiden besucht hatte, war es diesmal umgekehrt. Ich war schon dort und wartete mit Spannung auf die Ankunft der heutigen Protagonisten: Murnau-Werdenfelser! Eine durch und durch bayerische Angelegenheit. Das beginnt mit der Stammheimat der Rasse. Sie liegt im Werdenfelser Land, im Alpen- und Voralpengebiet um Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, Oberammergau und Murnau sowie im Karwendel- und Wettersteingebirge. Und setzt sich fort mit der Winterresidenz der Tiere meiner Slow Food-Freunde Ulla und Franz Eller. Sie verbringen die kalte Jahreszeit nämlich in den Stallungen des Wittelsbacher Ausgleichsfonds im Gut Rohrenfeld (ca. 10 km östlich von Neuburg a. d. Donau). Am 19. April war es endlich soweit: Der Weidegang stand an! Bei alles andere als frühlingshaften Temperaturen. Mit 4 Grad erreichte dieWeiter Lesen

Frische Bio-Kuhmilch aus der Region? Gibt es! In Adelschlag – ca. 25 km nordwestlich von Ingolstadt. Hier bewirtschaftet die Familie Hutter einen Biohof (Naturland). Dessen wichtigste Mitarbeiterinnen: 75 Kühe (Simmentaler Fleckvieh; dazu kommen derzeit 10 trächtige Jungrinder, 30 Kälber und ein Stier). Die Milch wird von Gabi und Andreas Hutter direkt vermarktet. Das wollte ich mir schon lange ansehen – „Shake the hand that feeds you!“. Vor knapp zwei Wochen, am Martinstag, war Slow Food Ingolstadt vor Ort. Die Milch wird lediglich pasteurisiert und ist damit eine Woche haltbar. Sie wird aber nicht homogenisiert. So naturbelassen rahmt sie auf. Auf der Website (in die Tage gekommen; die neue ist in Arbeit) der Hutters können die Lieferorte und -routen eingesehen werden. Die Milch kommt tatsächlich vor die Haustüre. Mir gehen dabeiWeiter Lesen

Gestern war der 100. Jahrestag der Oktoberrevolution. Gelegenheit ein Vorschaubild auf einen noch zu schöpfenden Bericht über einen kürzlichen Zürichaufenthalt auszuhängen. Ich bin an dem Haus zufällig vorbeigekommen und staunte nicht schlecht: Mit dem Herrn und insbesondere seinem Wirken habe ich absolut nichts am Hut. Gestern Abend kommentierte (sehr treffend) Wolf Biermann den Jahrestag im heute-journal (ZDF). Ich greife davon fragmentarisch einen Satz heraus und spanne dann einen weiten Bogen: „Wir müssen es lernen, … die Welt nicht zu retten …, sondern wir müssen sie verbessern. Und das macht Mühe. Und damit sind wir schwer beschäftigt.“ Das gefällt mir. Es erlöst uns vom Absoluten. Vom Perfekten. Von Leuten mit dem Patentrezept. Das gibt es nämlich in einer Welt – dessen einzige Konstante die Veränderung ist – überhaupt nicht. Gleichzeitig gibtWeiter Lesen

… und was eine Brennnesselsuppe bewirken kann. Ich will diese Notiz gar nicht schreiben! Es ist hochbetrüblich. Es wird wehtun. Nein, das tut es schon jetzt. Und ich weiß nicht, wie ich es schonend beibringen kann. Vielleicht so: Wer Lust hat den Urmeter eines anständigen Wirtshauses zu besuchen, der hat dafür immerhin noch gute zwei Monate Zeit. Wer hier noch nicht war, der sollte das tun! Wem die Stätte der Stärkung – weitere in jeder Hinsicht zulässige Synonyme wären Erquickung, Annehmlichkeit, Beruhigung, Kräftigung, Besserung, Vertiefung, Neubelebung, Stabilisierung, Wohltat, Erholung, Sicherung, Wiederherstellung, Rast, Erbauung, Stützung, Tröstung, Verankerung, Festigung, Erfrischung und Genesung – hingegen bekannt ist, der wird das tun! Es ist (leider) vom wunderbaren Gasthof Stirzer in Dietfurt die Rede. Und noch viel wichtiger von den Menschen, die ihn dazu gemachtWeiter Lesen

Es ist wirklich ein Zufall – es geht noch einmal in die Hallertau. Im Gegensatz zu gestern aber diesmal aus gutem Grund. Das Gasthaus Spitzer hatte am vergangenen Donnerstag zum zweiten „Meet & Eat“ geladen (Erstaufführung). Diesmal zu Gast: Theresa Lehner aus Wolnzach. Zur geschätzten Lieferantin machen sie ihre Aberdeen Angusrinder. Die Herde – Mutterkuhhaltung (derzeit 12 Kühe) mit Stier (Natursprung!) – weidet direkt am Hof der Lehners. Das Winterfutter (Silage und Heu) stammt ausschließlich von eigenen Feldern. Schlachtung? Weideschuss! Und – wir sind in der Hallertau – Hopfenbauern sind sie auch noch. Wer bei sich eine Nachfrage ausmacht, findet das feine Angebot im nagelneuen Hofladen (Thongräben 1, 85283 Wolnzach). Er ist jeden Freitag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Ich bin mir sicher, dass Slow Food Ingolstadt sich inWeiter Lesen

Letzter Septembertag. Ausflug von Slow Food Ingolstadt in die Hallertau. Nach Larsbach (bei Wolnzach). Der 2017er Hopfen ist eingebracht. Nachzügler lassen es vereinzelt noch einmal duften: Zu Besuch hatte zunächst Braumeister Gerhard Stanglmayr geladen. 1998 gründete er sein „Lampl Bräu“. Benannt nach dem Hausnamen des Bründlweg 1. Es werden vornehmlich – zumeist mit Naturdolden – Helles, Dunkles, Weißbier und Pils gebraut. Handwerklich versteht sich. Die Gärung erfolgt in offenen Bottichen. Eine Führung gab uns Einblick in alle Bereiche. Es gibt auch Experimente. So verkosteten wir neben einem ordentlichen Dunklen ein zwei Jahre gelagertes Helles (inklusive Milchsäuregärung!). Und im Kühlraum steht ein gebrauchtes Slyrs Whisky Fass. Darin ein Brauversuch mit erntefrischem Grünhopfen. Er reift noch. Bier gibt es ab Rampe. Vorher anrufen (08442-2068) und fragen, was verfügbar ist. Dann näherten wirWeiter Lesen

Das maletter am Domplatz 1 in Eichstätt will ich nicht mehr missen! Seit meinem ersten Besuch gab es eine Menge gegenseitiger Kontakte zwischen den Machern – Elisabeth Gabler-Hofrichter und Sohn Andreas Hofrichter (er kocht, ganz wunderbar!) – und Slow Food Ingolstadt. Und die waren regelmäßig angenehm fruchtbar. Die Testgruppe des Genussführers hat ein sehr interessiertes Auge in die Töpfe geworfen… Verschiedene Tapas (die bleibende gute Kernidee) gibt es seit einiger Zeit wahlweise auch als Hauptgericht. Die Namen der Lieferanten zieren erfreulich zunehmend die Speisekarte. Warum sollte man solche Hochkaräter (schaut mal unten nach) auch nicht benennen?! Einmal im Monat ist Kartenwechsel. Immer am ersten Dienstag. Ein Auszug vom Juli 2017: Und das war der gerade zu Ende gehende August. Man kann auch draußen sitzen … Was meint Metzgermeister Joseph HuberWeiter Lesen

Die Frage gehört zweifelsfrei zu den wichtigeren Angelegenheiten. Zielführende Antworten können die Lebensqualität spürbar und nachhaltig steigern. Versprochen! Damit die erbetene Hilfe auch auf fruchtbaren Boden fällt, gilt es zwei Tatbestandsmerkmale der Frage zu konkretisieren: Unsere Region bedeutet die Stadt Ingolstadt bis ca. 40 km rundherum (in jedem Fall die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen a.d.Ilm). Gut essen. Dazu verweise ich einfach nach dort. Hier finden sich Erklärungen dafür und vor allem anständige Wirtshäuser, deren Benennung obige Frage bereits richtig beantwortet. Die Testgruppe von Slow Food Ingolstadt hat gestern Abend ihr Jahrespensum 2017 in Angriff genommen. Nordwestlich von Ingolstadt – so viel sei preisgegeben. Erster Eindruck: Sehr erfreulich! Ein ernsthafter Kandidat für die nächste Ausgabe des Genussführers. Auf ihn warten aber noch einige Hürden… Wo lohnt es sich nach MeinungWeiter Lesen

Ich behaupte, die Mehrzahl der Wirte schieben mit dem Wägelchen durch die unendlichen Hochregalreihen der Großhändler, oder lassen sich gleich von diesen beliefern. Wer so die Speisekarte befüllt, kennt die Bauern oder handwerklichen Veredler seiner Lebensmittel natürlich nicht. Wobei – so viele Hände gäbe es da auch gar nicht mehr zu schütteln. Befüllt doch vornehmlich die Lebensmittelindustrie solcherlei Orte. Auf der anderen Seite gibt es Wirte – sie gilt es zu besuchen – die mit Wertgefühl ihre feinen Lieferanten in der Speisekarte benennen. Und auch andersherum schwingt Stolz mit, wenn man gerade dort steht. So entstand einmal die geschätzte Auszeichnung „Haus- und Hoflieferant“. Und es gibt Wirte, die bringen nicht nur bestimmte Lebensmittel ins Haus, sondern auch gleich deren Schöpfer! Stefan Spitzer vom Gasthaus Spitzer (gelistet im Slow Food Genussführer)Weiter Lesen

The year after. Das Jahr eins nach den letztjährigen Feierlichkeiten zum 500. Geburtstag des Reinheitsgebots. Erster Eindruck: An der Donau nichts Neues. Ingolstadt vollzog soeben zum vierten Mal sein „Fest zum Reinen Bier“. Mit dabei: Danielbräu, Herrnbräu, Nordbräu, Schwalbenbräu, Hofbrauhaus Freising, Gutmann, Riedenburger, Schneider (Essing), Weltenburger und – erstmalig – Yankee & Kraut. Die Zeit um 1516 gab und gibt den Takt vor: In Musik, Gewand und Unterhaltung. Eine solide Veranstaltung. Gut und aufwendig organisiert. Soweit so bekannt. Damit wird es aber wohl nicht (mehr) gelingen den Bogen neugierig und glaubwürdig ins Heute zu spannen. In eine quicklebendige, kreativ-pulsierende Bierszene, die der lange vergessenen Vielfalt des wunderbaren Tranks Respekt zollt. Das gewählte Format stößt hier an Grenzen. Das zeigt sich bereits an einem nicht zu unterschätzenden Detail. Für alle ausgeschenktenWeiter Lesen

Vorgestern Abend gab es dazu einen Bericht bei heute+ (ZDF). Gestern im heute-journal (ZDF). Ein Wink für mich, die Geschichte hier ebenfalls kurz hochzuhalten. Auch als bekennender Leitungswassertrinker. Es geht um die wunderbare Wasserinitiative Viva con Agua: „Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich dafür einsetzt, dass alle Menschen weltweit Zugang zu sauberem TRINKWASSER haben. Um dieses Ziel zu erreichen, fördern wir Wasserprojekte und Aktionen im In- und Ausland und verbreiten dabei jede Menge Lebensfreude. Wir sind der festen Überzeugung, dass sich auch ernste Themen dieser Welt mit Freude angehen lassen … Alles begann vor 10 Jahren auf Kuba und Sankt Pauli – inzwischen geht die Idee von VIVA CON AGUA um die Welt! Die Vision, dass alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, und zwarWeiter Lesen

Wer sein Brot aus dem Verkaufsschlitz eines Discounter-„Back“automaten bezieht, lebt vom Bäcker-Handwerk (leider) sehr, sehr weit entfernt. Seine Distanz zum Müller-Handwerk ist unermesslich… Woher kommt das Essen? Wer hat es bei seiner Reise auf unsere Teller wie begleitet? – das will der Slow Foodler wissen. Dem spürt er mit Neugier und vor allem Lust nach – will er doch mit Freude den Reichtum der Schöpfung bewahren. Auf dem Weg zur Brotwerdung – als Bindeglied zwischen Bauer und Bäcker – kommt der Müller ins Spiel. Was ist der mit Abstand häufigste Familienname in Deutschland? Genau. Allein daran mag man seine Bedeutung ermessen. 2012 besuchte Slow Food Ingolstadt die Lehenmühle in Niederlauterbach – Bericht dazu lesen! Und selbstverständlich saß deshalb letztes Jahr bei unserer Veranstaltung Reines Brot auch ein Müller mit amWeiter Lesen

Letzte Woche saß ich beim Pizzaessen in der L’Osteria. Weil es draußen schon dunkel war, sah ich gegenüber auf der anderen Straßenseite der Hieronymusgasse ein warmes Licht, wo ich eigentlich einen Leerstand wähnte. Dort – unter der Hausnummer 11 – befand sich seit Anfang 2012 das äthiopische „Café Cafcho“. Es war dann irgendwann geschlossen. Und tatsächlich – es regt sich (wieder) Leben in der Örtlichkeit. Diese wurde lediglich umgebaut. Vom Café in ein Speiselokal. Es heißt jetzt „Lalibela“. Lalibela liegt in Äthiopien und gilt als heilige Stadt und Wallfahrtsort für die äthiopisch-orthodoxen Christen. Die dortigen elf Felsenkirchen zählen zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die afrikanische Ausrichtung ist also erfreulicherweise erhalten geblieben. Zum Kaffee (der in Äthiopien übrigens seinen Ursprung hat) ist jetzt die entsprechende Landesküche hinzugekommen. Die beiden hochsympathischen Inhaber, FrauWeiter Lesen

Ein weiteres Paradebeispiel für die leichtfertige Unkenntnis der eigenen Region. Heute: Lachs. Meisterhaft veredelt in ……… Pfaffenhofen! Anfang Oktober – noch rechtzeitig vor der weihnachtlichen Hochsaison – durfte Slow Food Ingolstadt dieses Handwerk in Augenschein nehmen. Lieben Dank an Renate G. für die Entdeckung, die Idee dazu. Die Rede ist vom Lachshaus Riga. Der kleine Familienbetrieb wird seit 2003 von der Familie Traina – das sind Paula und Giorgio, sowie deren Tochter Fiorentina – fortgeführt. Die Wurzeln der feinen Manufaktur liegen im lettischen Baltikum. Die seit über 150 Jahren unverändert praktizierten Rezepturen stammen noch aus der Zarenzeit – man gehörte zu dessen Hoflieferanten … Unsere Gastgeber gaben uns in Worten und Taten einen vollständigen Überblick über ihr schönes Handwerk, das sie wahrlich verlässlich beherrschen: Die Lachse stammen ausschließlich aus AquakulturenWeiter Lesen

1999 eröffnete in Nürnberg die erste L’Osteria. Meine Premiere mit der Lokalität hatte ich 2006 in Regensburg. Da waren es schon – oder noch – drei Filialen. Der Besuch blieb in positiver Erinnerung – die Pizza war großartig! Vergangener Freitag (18.11.16) in Ingolstadt: Der zwischenzeitlich 67. Ableger öffnete im einstigen Möbelhauses Holdt am Viktualienmarkt erstmals die Tür für seine Gäste. Spiritus Rector der (äußerst) erfolgreichen Unternehmung – Friedemann Findeis – stand beim Pressegespräch am Donnerstag sehr engagiert Rede und Antwort. Durchaus überrascht musste ich dabei zur Kenntnis nehmen, dass die (professionell) schreibenden Kollegen an der eigentlichen Kernfrage „Wer kocht was von wem woraus?“ wenig Interesse fanden. Ich erlaubte mir die Lücke zu schließen 😉 Zur positiven Waagschale: Viel Personal, gerade auch in der (offen einsehbaren) Küche. Das Essen wird handwerklichWeiter Lesen

Vor einigen Wochen war ich im Ölbaum beim Schafkopfen (hier darf man das in Ingolstadt). An einem Dienstag – das ist vorliegend entscheidend. Der Ölbaum liegt alleine in der Schublade. Ich will damit sagen, dass es in der Stadt nichts vergleichbares gibt. Bar, Kneipe, Kulturstätte, Speiselokal, für nicht wenige zweites Wohnzimmer (sehr hoher Stammgästeanteil, durchaus lehrerlastig). Von alledem etwas. Auf kleinem Raum. Das Ganze dirigiert seit 1998 Klaus Reichelt. Neben der kleinen (größtenteils erfreulichen) Speisekarte gibt es eine Tafel (rechts neben der Bar), auf der die Tagesgerichte stehen („Liebe Gäste, alle unsere Gerichte werden täglich frisch und ohne Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker zubereitet„). Man schaue immer dorthin! An jenem Dienstag stand hier unter anderem: „Boquerones fritos mit Aioli und Baguette„. Meine Bestellung erfolgte faktisch simultan zur Wahrnehmung des Angebots. Auf dieWeiter Lesen

Seit zwei Wochen ist er da. In seiner dritten Ausgabe. Endlich. Der Slow Food Genussführer Deutschland 2017/18“. Mein guter Rat: Besorgen! Auch Slow Food Ingolstadt hat dazu seine Hausaufgaben gemacht und lieferte neun Empfehlungen. Eine davon ist der Fuchsbräu in Beilngries. Wie hier berichtet, unterstützt die Wirtsfamilie Amrhein den Hilfeaufruf von Slow Food Gründer Carlo Petrini für die vom Erdbeben heimgesuchte italienische Gemeinde Amatrice. Mit Genuss die Welt (einklitzekleinwenig) verändern. Und tatsächlich: (37) – Fingerzeig – (39)

Es spricht der Chronist: Das „Loivt“ in der Gaimersheimer Strasse 15 (Ingolstadt) hat seit dem 02.10.16 geschlossen. Für immer. Das „Loivt“? Das da, hier und dort. Es spricht der Bruder der Wirtin: Christine, Du hast da mit Lust und Mut einen ganz eigenen Ort geschaffen. Mit einer sehr beachtlichen Atmosphäre. Respekt! Ich war immer sehr gerne hier. Danke für dieses besondere Zeitfenster! Wer gibt darf auch wieder nehmen. Die Gründe, dass es lediglich (ich kenne nicht wenige Leute, die jetzt endlich mal vorbeischauen wollen …) zwölf Monate wurden, sind nachzulesen. Im Donaukurier (Ausgabe Sa/So/Mo 01./03.10.16, Seite 31) und im Citicon, Ausgabe 62, Seite 38/39, hier. Bei der Abschiedfeier wurde bis weit nach Mitternacht auch dem besonderen Mobiliar Rechnung getragen: Anfang und Ende sind Geschwister. Ich bin gespannt was jetzt kommtWeiter Lesen

„Pasta all’amatriciana“ ist ein traditionelles Gericht der italienischen Region Latium. Es besteht aus den Zutaten Guanciale (Speck aus der Schweinebacke), Tomaten, Zwiebeln, Pecorino, Peperoncini, Olivenöl und natürlich Pasta (Spaghetti oder Bucatini). In der kleinen Gemeinde Amatrice – nach dem die Amatriciana benannt ist – wird immer am letzten Wochenende im August die „Sagra degli Spaghetti all’amatriciana“ gefeiert. Dieses Jahr – zwei Tage vor den Festivitäten – am 24. August  bebte in Amatrice die Erde und forderte fast 300 Menschenleben. Das sind mehr als 10% der Gemeindeeinwohner… viele Hunderte wurden verletzt, 3.000 verloren ihre Wohnungen. Umgehend startete Slow Food Gründer Carlo Petrini die Initiative Eine Zukunft für Amatrice (#unfuturoperamatrice): „Mittels dieses Gerichts, welches das gastronomische Wahrzeichen von Amatrice ist, möchten wir auch die Werte der Solidarität und Gemeinschaftlichkeit verbreiten, die prägendWeiter Lesen

Seit Donnerstag ist die Neue Welt (Griesbadgasse 7, 85049 Ingolstadt) wieder geöffnet! Wie gehabt (Gott sei Dank) als Wirtshaus (Donnerstag bis Samstag) und Kleinkunstbühne (Montag bis Mittwoch). Für mich ein besonderer Ort (siehe Einleitung hier). Mit dem wein- und bühnenaffinen Johannes Langer hat die Stätte einen für ihre Herausforderungen wie geschaffenen, goldrichtigen Impresario gefunden. Mit stilsicherer Hand hat man einige Veränderungen vorgenommen. Der eingefleischte Stammgast darf sich weiter zu Hause fühlen (inklusive Guinness vom Fass). Gleichwohl tun sich schöne, neue Ufer auf – die frische Speise- und Weinkarte (man beachte auch das „Neue Welt Spezialbier“) gibt dem auf diesem Gebiet schmerzlich geprüften Ingolstädter dringend benötigte Nothilfe… Der Routenplaner von Google Maps gibt mir von zu Hause und von der Kanzlei aus jeweils einen Fußweg zur Neuen Welt von knapp unterWeiter Lesen

Das Vorhandensein anständiger Wirtshäuser ist für ein erfülltes, gutes Leben von allergrößtem Vorteil. Umso betrüblicher ist die unvermeidliche Feststellung, dass die unwürdigen Vertreter der Zunft allerorten die Bühne beherrschen. Aber ich darf es versprechen – es gibt die helle Seite der Macht! Die Preisfrage lautet: Wo? Der Bedeutung dieser Angelegenheit verpflichtet, legt uns Slow Food Deutschland einen zuverlässigen Kompass in die Hand – den Genussführer! Am 26. September 2016 erscheint seine dritte Ausgabe „Genussführer Deutschland 2017/18“ – mit über 100 neuen Einträgen: Slow Food Ingolstadt hat dafür wieder fleißig seine Hausaufgaben gemacht und steuert zur neuen Ausgabe gleich drei weitere Häuser bei. Über die Aufnahme des Fuchsbräu in Beilngries habe ich bereits hier berichtet. Zum Redaktionsschluss sind noch an Bord gekommen: Einmal der Landgasthof Wagner in Unteremmendorf – ganz imWeiter Lesen

Am vergangenen Freitag war ich mitten in der Hallertau. Der Hopfen hat bereits den halben Weg nach oben geschafft: Der Anlass meines Ausflugs war die 4. Ausgabe (Turnus alle zwei Jahre) des hier im Blog schon mehrfach angekündigten Hallertauer Bierfestivals in Attenkirchen: Ausgestattet mit einem „ProBierGlas“ (das vor jeder Befüllung gewechselt wurde – nur ein Detail zur ausgezeichneten Organisation der Veranstaltung) und „Biertalern“ hatte man an drei verschiedenen Schenken und dem „Brauer-Marktplatz“ die Qual der Wahl: Meine zwei Gipfelpunkte. Am Stand der fabelhaften Brauerei Schönramer aus Petting traf ich tatsächlich jemanden, dem ich schon sehr lange mal die Hand geben wollte („shake the hand that feeds you“): Den hochsympathischen und sauguten Braumeister Eric Toft! Und am Ausschank der Schlossbrauerei Au gab es zu meiner Überraschung das herrliche „Castle Rye IPA“.Weiter Lesen

Anfang Februar in Nürnberg, nach der heurigen Biofach, lernte ich Martin Seefried auf einer Party (Danke Florian Bailey!) kennen. Der ausgebildete Koch und Metzgermeister betreibt in Abenberg (mittelfränkischer Landkreis Roth) seine Naturmetzgerei. Hier verarbeitet und veredelt er handwerklich ausschließlich Fleisch von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. Unter der gewichtigen(!) Losung „Wissen wo’s herkommt“ organisierte Seefried für Ende April einen „Bauernbesuch“ bei seinen Lieferanten. Einen ganzen Tag dem guten, sauberen und fairen Essen nachspüren … In angenehmer Gemeinschaft … Mit einem umtriebigen Gastgeber … Und überhaupt wollte ich schon lange Rudolf Bühler, dem Gründer der Erzeugergemeinschaft, einen Besuch abstatten: Aus dem Stegreif ließ ich mich auf die Gästeliste setzen! Letzter Samstag – 9:00 Uhr – Treffpunkt bei den Seefrieds. Mit dabei Moritz, der(!) Ingolstädter Metzger Joseph Huber und dessen Tochter Pia. FürWeiter Lesen

Es gibt Wirte, die servieren zum Dunklen eine dunkle Soße und zum Hellen … Und es gibt Wirte die mehr Bälle in der Luft haben. Ein solcher ist Stefan Spitzer vom Gasthaus Spitzer in Osterwaal (Au in der Hallertau). Bei der dritten Auflage der „Bierhochzeit“ am vergangenen Samstag fungierte Alexander Herzog wieder als sein kongenialer Flankengeber und organisierte die Bierauswahl und Moderation des Abends. Spitzer ließ sich auf die einzelnen Bierstile ein, probierte im Vorfeld, und gab dann das Jawort aus der Küche. Herausgekommen sind wunderbare Vermählungen! Das Essen war durchgängig sehr gut (Punktabzug gibt es freilich für die frische Himbeere Anfang April … Slow Food!). Beim Bier will ich den ewigen Geheimtipp Augustiner Pils und das sensationelle(!!!) „Castle Rye IPA“ der Schlossbrauerei Au – gebraut in Kollaboration mit derWeiter Lesen

Heute ist Donnerstag. Der einzige Tag der Woche, an dem das Golden mittags geöffnet hat. Wo war ich heute beim Mittagessen?!!! Dabei fiel mir ein – ich schulde noch eine Nachtragung. Zum Burgerliebe-Buch „Die 100 Burger Deutschlands“: Ein Projekt von Benedikt Groß, Josua Stäbler und Anne-Sophie Ebert, das über die Finanzierungs-Plattform Startnext realisiert werden sollte. Im Februar 2015 waren die drei in Ingolstadt (Bericht). Dort – und nur dort! – wo man in dieser Stadt Burger kann, obgleich es inzwischen an jeder Ecke versucht wird … Im Oktober startete das Crowdfunding (Bericht). Am 25.11.2015 war das Geld zusammen! Und wie versprochen wurde das Werk noch vor Weihnachten an die Unterstützer ausgeliefert. Es ist durchaus gelungen. Wertig realisiert. Tolle Fotos! In Schulnoten gebe ich eine 2. Zum sehr gut fehlt mirWeiter Lesen

Februar-Stammtisch von Slow Food Ingolstadt (Termine immer hier). Zum ersten Mal in Pfaffenhofen. Das PAF´S Bar & Grill in der Scheyerer Straße 36 bietet eine angenehme Atmosphäre, eine tolle Küche, einen ausgezeichneter Service und eine beachtliche Bar: Küchenchef Andreas Welker (links) und Servicechef Robert Hülß (rechts): Ein hiesiger Stammgast ist intv-Redakteurin Melanie Alt. Interessiert hat sie seit letzten Dezember mitbekommen, dass sich das PAF´S für Slow Food engagiert. Schnell war bei ihr die Idee für eine kleine Serie über Slow Food in unserer Region geboren, die erfreulicherweise seit letzter Woche umgesetzt wird: Der erste Beitrag findet sich hier in der Mediathek.

Das erste Slow Food Magazin 2016 ist da! Wer Lust hat, kommt hier vorbei. Habe noch drei Freiexemplare. Reserviere diese bis Aschermittwoch. Vor gut zwei Wochen (wir hatten noch Schnee) traf sich der „harte Kern“ von Slow Food Ingolstadt in der Antoniusschwaige. Was machen wir 2016? Diese und ähnliche Fragen standen auf der Agenda. Im West-Salettl (mit prasselndem Schwedenofen!) lassen sich solche Sachen gut beratschlagen: Letzten Freitag zog unsere Weingruppe 11 verschiedene Gewürztraminer auf. Dafür benötigt man ausreichend Geschmacksneutralisierer … Diese drei machten das Rennen: 2004er Altenbourg Gewurztraminer von Paul Blanck/Elsass, der 2014er Nussbaumer Gewürztraminer der Cantina Tramin/Südtirol und der 2013er Gewürztraminer von Alois Lageder/Südtirol: Wer Interesse an der Weingruppe hat, kann sich hier bei Daniel Engstler melden. Am kommenden Donnerstag (11.02.) um 19:30 Uhr treffen wir uns zum erstenWeiter Lesen