Fingerzeig (20) – Slow Food im Museum für Konkrete Kunst

Es gibt eine Frage, zu der ich ein durchaus doppelbödiges Verhältnis habe. Sie lautet: “Was ist eigentlich Slow Food?”. Freude! Da will jemand etwas über diese wunderbare Bewegung wissen, die ich so sehr schätze. Bedenken! Wie erkläre ich in Kurzform – zumeist zwischen Tür und Angel – die Vielfalt und den Reichtum ihrer Ideen?

Aus Anlass der aktuellen Ausstellung der Berliner Künstlerin Stephanie Senge – “Jetzt noch mehr Inhalt!” – im Ingolstädter Museum für Konkrete Kunst (MKK) erreichte Slow Food Ingolstadt die Anfrage, ob man dabei mit einem Beitrag mitwirken wolle. Schöne Idee – aber gerne! Nach kurzer Überlegung entstand der Entwurf “Slow Food – aus 20 + 1 Perspektiven”. Dazu werden Mitglieder (vom 11-Jährigen über die Bio-Wirtin bis zum Bäcker- und Metzgermeister) aus unserem Convivium mit 20 individuellen Kurzbeiträgen (+/- 2 Minuten) Slow Food auf die Spur kommen und hoffentlich kurzweilig obige Frage en passant beantworten.

Für die 21. Perspektive gilt es einen Löffel und eine Schale mitzubringen (= Mitmachbewegung trifft Müllvermeidung ;-)). Es gibt eine (durchaus legendäre) Suppe, Kostproben vom Murnau-Werdenfelser Rind (Passagier in der Arche des Geschmacks), selbstgebackenes Brot aus den Tiefen unseres Conviviums und gutes Bier.

Also – wer schon immer wissen wollte was Slow Food eigentlich ist – kommt am kommenden Freitag – 08. Mai 2015 – um 19:30 Uhr ins MKK, Tränktorstraße 6-8, 85049 Ingolstadt!

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Quelle: Quartalsprogramm 2015/03-06 MKK

(19) – Fingerzeig – (21).

Slow Food Kochgruppe: Wildbratwurst machen

Mit Kartoffelsalat und Apfelkuchen zum Nachtisch. Uwe Rühl – Genussführerwirt im Köschinger Waldhaus – lud dazu die Ingolstädter Slow Food Kochgruppe in seine Küche ein. Mit dabei: Metzgermeister Gerhard Schmidt aus Mendorf.

brat1brat13Im Wurstbrät: Wildschwein, Reh, Damwild (alle aus dem Köschinger Forst) und für das Fett Hausschwein (bio). Bei zwei Varianten gaben wir einmal frischen Bärlauch und einmal scharfe Paprika dazu. Letztere Würste kamen in den Buchenrauch.

brat2brat4brat7brat6brat14brat8brat9brat10brat11brat12brat19brat20brat17Mitkochen? E-Mail schreiben. Herzlichen Dank Uwe!

Der Bauer und sein Prinz

Charles Philip Arthur George – Prince Charles – werden nicht viele auf der Rechnung haben, wenn es um nachhaltige Landwirtschaft geht. Eine Lücke! Der Mann leistet nämlich auf diesem Gebiet Beachtliches. Bereits 1985(!) stellte er seine im Herzogtum Cornwall gelegene “Duchy Home Farm” auf biologische Bewirtschaftung um.

1990 gründete Prince Charles die Marke “Duchy Originals”. Unter diesem (Bio-)Label werden (auch) Produkte der “Duchy Home Farm” vermarktet. Es sind (auch) die berühmten Kekse darunter. Dieses sehr feine Koch- und vor allem Warenkundebuch ermöglichte es mir Prince Charles bereits vor Jahren “richtig einzusortieren” – wie auch schon einmal – hier – seine Mutter:

prinz1Ich hoffe, dass das Duchy Originals Kochbuch dazu beiträgt, dass sich mehr und mehr Menschen darüber Gedanken machen, was sie essen und woher ihre Nahrungsmittel kommen. Und natürlich wünsche ich ihnen vor allem, dass sie ihr Essen genießen und es ihnen gut tun möge.” (Prinz Charles)

prinz5Der Mann links im Bild ist David Wilson. Der studierte Agrarwissenschaftler bewarb sich vor 30 Jahren bei der “Duchy Home Farm” und leitet sie seither als Farm Manager. Die ökologische Umstellung und der heutige Erfolg der Farm sind ohne ihn nicht denkbar.

Jetzt hat sich der hellwache Regisseur Bertram Verhaag der Geschichte angenommen und den wunderbaren Film Der Bauer und sein Prinz gedreht:

prinz0Hier der Trailer:

Tut Euch etwas Gutes und schaut ihn an! In Ingolstadt läuft er aktuell im Audi Programmkino – noch heute (27.01.) und morgen (28.01.) um jeweils 17:30 Uhr – und in den Altstadtkinos am 01.02. um 12:45 Uhr.

Mein geschätzter Freund Rupert Ebner hatte dieser Tage vielfältige Gründe zu feiern. Das muss man können. Er kann das. Zunächst lud er – wohl denen, die auf der Liste standen –  in eine Vorstellung des Films in das Audi-Kino ein. Dann präsentierte er uns den persönlich anwesenden Regisseur Bertram Verhaag. Und dann gab es Köstlichkeiten aus den Herrmannsdorfer Landwerkstätten. Danke Rupert!

prinz4Film ansehen nicht vergessen!

Beste vegetarische Länderküche

Schon drei Wochen her – aber der Erwähnung wert! Die Beteiligten sind durchweg gute, frische Bekannte in meinem Blog. Allen voran Katharina Seiser (esskultur). Sie versammelte in München die drei Autoren ihrer “vegetarisch”-Reihe – Meinrad Neunkirchner (Freyenstein), Stevan Paul (NutriCulinary) und Claudio Del Principe (Anonyme Köche) – um die Töpfe. Weil es hier so schön passt, mal wieder das Zitat von Jürgen Prochnow in “Das Boot”: “Gute Leute muss man eben haben. Gute Leute!”

3köche1Ein genussvoller Abend nahm seinen Lauf. Katharina entlockte dem kochenden Trio allerhand Kurzweiliges über die jeweilige Länderküche und das Entstehen der Bücher.

3köcheEs gab Fenchelsalat mit Orangen und Oliven-Crostini (Seite 131/Italien), Himmel & Erde (Seite 132/Deutschland) und Topfenknödel auf Hollerröster (Seite 251/Österreich). Kein Streichergebnis! Am Ende galt es trotzdem den Tagessieger zu wählen – die Veranstaltung hatte nämlich den Untertitel: 3 Köche, 3 Küchen, ein Sieger. Nachdem zuvor in Wien Meinrad Neunkirchner sein Heimspiel nutzen konnte, gewann in München Stevan Paul für Deutschland vegetarisch.

Die Reihe wird 2015 fortgesetzt. Gut so! Mit welcher Länderküche? Damit rückte Katharina natürlich (noch) nicht raus. Nachdem ich mir aber alle ihre Äußerungen zum Thema durch den Kopf habe gehen lassen, gebe ich einen Tipp ab: Das Buch wird in Wien verlegt – König Johann III. Sobieski würde Augen machen…

Wer wissen will, welches Kochbuch ich mir in 2015 als erstes besorgen werde, schaut zum Ende des Berichts. Hier zunächst einige Bilder vom Abend:

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Also. Erscheint am 12. Januar. So lasse ich mir vegan schmecken! Katharina schreibt dazu: „ich finde, genau dieses hat gefehlt: 70 traditionell rein pflanzliche – also immer schon vegane – rezepte aus über 20 ländern. aber es enthält – logischerweise – kein einziges (!) ersatzprodukt.“

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Quelle: www.esskultur.at

 

Das muss kesseln!

Mitte November 2014. Nördliche Hallertau. Milder Spätherbst. Zwischen den leeren Hopfengärten blüht der Senf.

sf kochen 38Rauke wird gezupft, frischer Kren gerieben, Majoran und Zwiebel (Höri Bülle – Slow Food Archepassagier) geschnitten. Verschiedene Brotsorten gehen auf. Feine Bierflaschen ploppen. Köstliche Zwetschgen-Chutneys warten. Auf dem Feuer, im Kessel: Allerlei (Kronfleisch, Zunge, Leber, Herz) vom Murnau -Werdenfelser Rind (Slow Food Archepassagier).

Kurz: Slow Food Ingolstadt (Kochgruppe) war wieder einmal zu Gast bei Matthias. Was für ein Nachmittag/Abend! Danke!! Das Folgende ist selbsterklärend. Bis auf das letzte Bild. Wobei – an solchen Kraftplätzen darf mit allem gerechnet werden:

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