Frühlingsmarkt München und Wirtshaustipp

Vor knapp zwei Wochen Kurzbesuch auf dem Frühlingsmarkt von Slow Food München. Auch der Menschen wegen: Conviviumleiter Markus Hahnel (links) und Marlene Hinterwinkler:

sf mü3Und es war schon immer so. Wo Milch

sf mü5und Honig fließen

sf mü4ist das Leben schön!

sf mü2Am 10. und 11. Oktober in der Lindwurmstraße 122 – der Herbstmarkt.

sf mü1Heimfahrt nach Ingolstadt. Hunger. Lust auf ein ordentliches Wirtshaus. Ich erinnere mich an einen angenehmen Anruf vor einigen Wochen. Koch Stefan Spitzer jun. will Slow Food-Mitglied werden! Er erzählte mir vom kleinen Dorf Osterwaal (gehört zu Au in der Hallertau) und seinem Gasthaus dort. Von seiner Küchenphilosophie… Er wurde Slow Food-Mitglied. Und ich war seither sehr neugierig auf einen Besuch bei ihm. Es war soweit:

spitzer1Ein geckenfreies, urgemütliches Haus. Die ganze Familie hält es mit Leidenschaft quicklebendig: Seit 1986 Resi und Stefan Spitzer sen., verstärkt seit 2014 mit Sohn Stefan Spitzer jun. und seiner Frau Gitti.

spitzer2Die Saison gibt jederzeit den Takt vor. Vertrauenswürdige regionale Produzenten liefern die Rohstoffe:

spitzer lieferanten

Quelle: www.gasthaus-spitzer.de

In der Küche wird damit frisch gekocht – mit großer Lust auf Weit- und Seitenblicke. Diese gelingen am besten bei sicherem Stand. Schaut Euch dazu einfach die feine Speisekarte an. Tiefe bayerische Seele, vegetarisch, sogar vegan. Die beiden letzten Spielarten fungieren erfreulicherweise nicht als Reserve- oder gar Notrad – hier spielt auch die Musik – bis hin zu den Kochkursen.

Wir haben wunderbar gegessen! Z.B. Brennessel-Kas-Knödel mit brauner Butter und Parmesan:

spitzer3Oder Hähnchen Ras el-Hanout (Bio-Huhn mit orientalischem Gewürzreis, karamellisierten Zwiebeln und Joghurt):

spitzer4Was für eine schöne Entdeckung! Wobei – die gebratene Taube ist mir ja direkt in den Mund geflogen. Ruft mich einfach an und will Slow Food-Mitglied werden… Die Bewegung lebt! Unser Slow Food Genussführer-Team spitzt schon die Bleistifte…

Gasthaus Spitzer, Lohweg 10, 84072 Osterwaal, Tel. 08752/7455 (Obacht! Dienstag und Mittwoch Ruhetag).

Fingerzeig (20) – Slow Food im Museum für Konkrete Kunst

Es gibt eine Frage, zu der ich ein durchaus doppelbödiges Verhältnis habe. Sie lautet: “Was ist eigentlich Slow Food?”. Freude! Da will jemand etwas über diese wunderbare Bewegung wissen, die ich so sehr schätze. Bedenken! Wie erkläre ich in Kurzform – zumeist zwischen Tür und Angel – die Vielfalt und den Reichtum ihrer Ideen?

Aus Anlass der aktuellen Ausstellung der Berliner Künstlerin Stephanie Senge – “Jetzt noch mehr Inhalt!” – im Ingolstädter Museum für Konkrete Kunst (MKK) erreichte Slow Food Ingolstadt die Anfrage, ob man dabei mit einem Beitrag mitwirken wolle. Schöne Idee – aber gerne! Nach kurzer Überlegung entstand der Entwurf “Slow Food – aus 20 + 1 Perspektiven”. Dazu werden Mitglieder (vom 11-Jährigen über die Bio-Wirtin bis zum Bäcker- und Metzgermeister) aus unserem Convivium mit 20 individuellen Kurzbeiträgen (+/- 2 Minuten) Slow Food auf die Spur kommen und hoffentlich kurzweilig obige Frage en passant beantworten.

Für die 21. Perspektive gilt es einen Löffel und eine Schale mitzubringen (= Mitmachbewegung trifft Müllvermeidung ;-)). Es gibt eine (durchaus legendäre) Suppe, Kostproben vom Murnau-Werdenfelser Rind (Passagier in der Arche des Geschmacks), selbstgebackenes Brot aus den Tiefen unseres Conviviums und gutes Bier.

Also – wer schon immer wissen wollte was Slow Food eigentlich ist – kommt am kommenden Freitag – 08. Mai 2015 – um 19:30 Uhr ins MKK, Tränktorstraße 6-8, 85049 Ingolstadt!

mkk

Quelle: Quartalsprogramm 2015/03-06 MKK

(19) – Fingerzeig – (21).

Slow Food Kochgruppe: Wildbratwurst machen

Mit Kartoffelsalat und Apfelkuchen zum Nachtisch. Uwe Rühl – Genussführerwirt im Köschinger Waldhaus – lud dazu die Ingolstädter Slow Food Kochgruppe in seine Küche ein. Mit dabei: Metzgermeister Gerhard Schmidt aus Mendorf.

brat1brat13Im Wurstbrät: Wildschwein, Reh, Damwild (alle aus dem Köschinger Forst) und für das Fett Hausschwein (bio). Bei zwei Varianten gaben wir einmal frischen Bärlauch und einmal scharfe Paprika dazu. Letztere Würste kamen in den Buchenrauch.

brat2brat4brat7brat6brat14brat8brat9brat10brat11brat12brat19brat20brat17Mitkochen? E-Mail schreiben. Herzlichen Dank Uwe!

Vorspiel zum Biergenuss

Die gelungene zweite Ausgabe “Fest zum Reinen Bier” liegt hinter uns. Wie bereits freudig angekündigt, steigen heute ab 12:30 Uhr in der Exerzierhalle die ersten Ingolstädter Bier-Genuss-Tage:

biergenuss1aAm Vorabend der Geschichte wird noch fleißig gewerkelt:

biergenuss1cWichtige Banner werden entrollt:

biergenuss1dWährend die meisten bereits picobello zapfbereit sind,

biergenuss1bhaben andere – Respekt Marco! – die Ruhe weg – Standplatz 3 – Schwalbenbräu:

biergenuss1fUnd einige – Riegele und Tilmans – sind noch gar nicht da:

biergenuss1gDer Stand vom Brennstüberl Geistreich war sogar schon besetzt. Michael Kenne vom Donaupoint hatte letztes Jahr die Idee eines einmaligen Apfel-Hopfen Brandes. Dazu wurden von der Burghausener Brennerei 2014er Streuobstäpfel aus dem Schlossgraben(!) um das Ingolstädter Neue Schloss mit Mandarina Hopfen vergoren. Die Flasche links war der erste (bereits ausgetrunkene) Versuch. Eine weitere Charge durfte vier Monate im (unbelegten) Eichenfass ruhen – riechen! Probieren!

biergenuss1hBeim Heimradeln dieses Bild… Wollte ich schon längst mal auf dem Blog posten!

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Slow Food auf der Gewerbemesse Manching

Die kleine italienische Gemeinde Castelnuovo di Garfagnana liegt in der toskanischen Provinz Lucca. Hier lebt und arbeitet Metzger Marco Guazzelli. Und hier engagiert er sich im Slow Food Convivium Garfagnana e Valle del Serchio. Die Gemeinde ist seit 2013 Partnerstadt von Manching. Und diese veranstaltete vergangenes Wochenende eine Festivität, bei der Marco kulinarische Spezialitäten seiner Region präsentierte. Im Vorfeld erkundigte er sich, ob es bei uns vor Ort auch Slow Food Aktivitäten gäbe – mein Telefon klingelte…

Selbstverständlich habe ich ihn am Sonntag besucht!

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Marco Guazzelli

Gleich drei Slow Food Presidio Produkte hatte er dabei: Pane di patate della Garfagnana (Kartoffelbrot), Prosciutto Bazzone (Schinken) und Biroldo della Garfagnana (Roter Presssack). Letzterer ist vortrefflich!

Ein erquickliches Treffen. In jeder Hinsicht! Danke an Frau Julia Romeo für den Kontakt. Und es ist immer gut, wenn man einen Bürgermeister (Herbert Nerb, Dritter von rechts) unter der richtigen Flagge weiß…

manchingSlow Food ist ein bisschen wie eine große Familie. Schön ist das!