Journal Culinaire: Bier brauen

Das Journal Culinaire hatte in meinem Blog noch keinen Auftritt. Erstaunlich. Ist es doch in Sachen Kultur und Wissenschaft des Essens und Trinkens in Deutschland konkurrenzlos. Aus der Taufe gehoben wurde es 2005 übrigens von Vicent Klink.

Die aktuelle Ausgabe Nr. 29 – ihr habt es schon gesehen – beschäftigt sich mit dem schönen Thema „Bier brauen“. Erst kürzlich habe ich mir dazu diesen Wälzer (ein beeindruckendes Werk!) gegönnt:

Im druckfrischen Journal Culinaire findet sich ein interessanter Beitrag von Michael Gutmann zum Thema „Weizenbier mit Flaschengärung“. Gutmann? Genau! Von der Weißbierinstanz in Titting. 2015 hatten wir ihn bei Slow Food Ingolstadt zu Gast – hier. Zitieren daraus will ich diesen Satz: „Die heutigen Marktanforderungen nach langen Haltbarkeiten und einem unempfindlichen Produkt können ohne Qualitätsverlust auf natürliche Weise nicht erreicht werden. Es wäre daher wichtig, auch beim Bier zwischen frischen und haltbaren Produkten, ähnlich wie es bei der Frisch- und H-Milch gehandhabt wird, zu differenzieren“.

Bisher wurden diese Themen beleuchtet:

Zu guter Letzt eine saisonale Bierempfehlung (Lebkuchen und Bier hatten wir ja bereits): Das Christkindl-Bier – ein helles Märzen (Stammwürze 13 Grad Plato) – von den Benediktinern aus Scheyern. Habe mir direkt im Kloster dieser Tage gleich einen Kasten gesichert. Festlich hohe Drinkability!

Neuer roter Anton

Gestern Abend in der Galerie von Elfriede Regensburger (Hohe-Schul-Straße 8). Full House! Mittendrin Anton Baur und Petra Regensburger – Tenuta Santa Croce – präsentieren ihren neuen Rotwein: „Anton“ 2017. Ein reiner Cabernet Sauvignon. Momentan natürlich noch (viel) zu jung, die Tannine in heller Unordnung. Aber – das schmeckt sich bereits jetzt – der wird gut!

Anton Baur und Petra Regensburger

Heute gleich einen Blick in meinen Kelller geworfen. Da liegen noch jeweils ein 2011er (freu!) und ein 2015er:

Lieber Anton, auch wenn ich lästig falle bitte ich um finale Aufklärung: Als sortenreine Cabernet Sauvignons gab/gibt es bei Euch: Einen ohne Namen (von mir mal als „Klassiker“ bezeichnet), den Papavero, den Perbacco, den „Anton“ und dann auch noch den „Stasera“. Soweit ich weiß, stammt das jeweilige Lesegut aus demselben Weinberg. Was genau unterscheidet die Weine (abseits vom Geschmack)? Ich halte es für wichtig hier klare Abgrenzungen vorzunehmen. Und zu kommunizieren. Der Mensch denkt für gewöhnlich in Ordnungen. Der „Weinmarkt“ sowieso. Man will vergleichen. Sich, wie ich oben, bestimmte Vorräte anlegen und dann mit Freunden vielleicht eine Vertikale verkosten. Wann kann man sich also auf welchen Cabernet Sauvignon freuen? Und warum?

Diese beiden habe ich auch noch „gefunden“. Beim „Peònio“ ist die Sache klar. Er wird aus 100 % Sangiovese gekeltert: