Fingerzeig (37) – Ran an den Speck! Für Amatrice.

„Pasta all’amatriciana“ ist ein traditionelles Gericht der italienischen Region Latium. Es besteht aus den Zutaten Guanciale (Speck aus der Schweinebacke), Tomaten, Zwiebeln, Pecorino, Peperoncini, Olivenöl und natürlich Pasta (Spaghetti oder Bucatini).

In der kleinen Gemeinde Amatrice – nach dem die Amatriciana benannt ist – wird immer am letzten Wochenende im August die „Sagra degli Spaghetti all’amatriciana“ gefeiert.

Dieses Jahr – zwei Tage vor den Festivitäten – am 24. August  bebte in Amatrice die Erde und forderte fast 300 Menschenleben. Das sind mehr als 10% der Gemeindeeinwohner… viele Hunderte wurden verletzt, 3.000 verloren ihre Wohnungen.

Umgehend startete Slow Food Gründer Carlo Petrini die Initiative Eine Zukunft für Amatrice (#unfuturoperamatrice):

„Mittels dieses Gerichts, welches das gastronomische Wahrzeichen von Amatrice ist, möchten wir auch die Werte der Solidarität und Gemeinschaftlichkeit verbreiten, die prägend für die bäuerliche Kultur dieser Gemeinde sind. Wir schließen uns damit den spontanen Initiativen an, die momentan überall in Italien entstehen, und rufen die Restaurantbetreiber auf der ganzen Welt ein ganzes Jahr lang zur solidarischen Teilnahme auf. Wer diese Tragödie miterlebt hat, muss die Möglichkeit bekommen, so schnell wie möglich zur Normalität zurückzukehren; die Hilfe muss konstant und dauerhaft sein“.

sf-amatriceHeute Vormittag erreichte mich die schöne Nachricht, dass der Slow Food Unterstützer Fuchsbräu in Beilngries die Botschaft gehört hat und ab sofort zur Praxis übergeht:

fuchs-amatriceMein Kompliment an die Familie Amrhein! Ein zeitnaher, außerordentlicher Stammtisch von Slow Food Ingolstadt ist unausweichlich 🙂 Und liebe Wirtsleute – das Beispiel darf gerne Schule machen 😉

Nachtrag: Aus unserer Region macht das Ristorante Romeo e Giulietta, Münchener Straße 49, 85051 Ingolstadt auch mit. Danke für den Tipp Angela Mayr!

„Wie bereits angekündigt wollen wir unseren Landsleuten in Amatrice helfen! Darum kommt vorbei, bestellt eine leckere Portion Spaghetti Amatriciana und 1,- des Preises von 9,50 € (plus 1,- von uns) wird an die Opfer des Erdbebens gespendet.“

ristorante-romeo-e-giulietta

Quelle: www.facebook.com/RomeoeGiulietta.Ingolstadt/

(36) – Fingerzeig – (38).

Bewaffnet Euch!

Es vergeht eigentlich kein Tag, an dem mich in der Kanzlei kein Angebot über eine ganz ganz tolle Werbemöglichkeit erreicht… Dabei ist das mit der Reklame so eine Sache. Das wusste auch schon Henry Ford (der Gründer der Ford Motor Company):

Z FordBereits seit März/April 2012 gibt es diesen Gegenstand betreffend, eine fruchtbare Verbindung zwischen der Kanzlei und dem Ingolstädter Magazin Citicon. Siehe exemplarisch:

z-lutherwiesnzeitz-shakespeareis-familienrechtz-gandhiverteidigung-sportverkehrsunfallIn der Regel wachsen diese Dinge auf unserem Mist. Nachfolgendes stammt hingegen von unserer Kommunikationsagentur KOMMA-D. Eine Anzeige im Jahresbericht des Ingolstädter Zoos Wasserstern:

WassersternWeitere öffentliche Meinungspflege: Antragsgemäß wurde Deutschland Weltmeister – siehe hier. Zehn Jahre Kanzlei – siehe da.

Zum Schuljahresende 2015/16 hatten wir nun erstmals eine Anzeige im Jahresbericht des Christoph-Scheiner-Gymnasiums. Da wir beide – mein Kollege Ralf Piegsa und ich – dort Abitur machten, haben wir uns (mit Hilfe von KOMMA-D) richtig Mühe gegeben. Die Geschichte passt natürlich auch zum morgigen Beginn des neuen Schuljahrs in Bayern. Wir wünschen einen guten Start! Und damit erfährt der Aufruf seine digitale Premiere:

CSG-16

Neue Neue Welt

Seit Donnerstag ist die Neue Welt (Griesbadgasse 7, 85049 Ingolstadt) wieder geöffnet! Wie gehabt (Gott sei Dank) als Wirtshaus (Donnerstag bis Samstag) und Kleinkunstbühne (Montag bis Mittwoch). Für mich ein besonderer Ort (siehe Einleitung hier). Mit dem wein- und bühnenaffinen Johannes Langer hat die Stätte einen für ihre Herausforderungen wie geschaffenen, goldrichtigen Impresario gefunden.

neue Neue Welt (14)Mit stilsicherer Hand hat man einige Veränderungen vorgenommen. Der eingefleischte Stammgast darf sich weiter zu Hause fühlen (inklusive Guinness vom Fass). Gleichwohl tun sich schöne, neue Ufer auf – die frische Speise- und Weinkarte (man beachte auch das „Neue Welt Spezialbier“) gibt dem auf diesem Gebiet schmerzlich geprüften Ingolstädter dringend benötigte Nothilfe…

neue Neue Welt (2)neue Neue Welt (1)neue Neue Welt (3)neue Neue Welt (4)neue Neue Welt (5)neue Neue Welt (6)neue Neue Welt (8)neue Neue Welt (7)neue Neue Welt (9)neue Neue Welt (10)neue Neue Welt (11)neue Neue Welt (12)neue Neue Welt (13)neue Neue Welt (15) Der Routenplaner von Google Maps gibt mir von zu Hause und von der Kanzlei aus jeweils einen Fußweg zur Neuen Welt von knapp unter 2 min. Es wird sich zeigen, ob das ein Vor- oder Nachteil ist… Alles Gute Johannes!

neue Neue Welt (16)

Wenn man OLMA heißt (15) – Plakat 2016 ist da!

Rituale sind wichtig. Dieses ist eins. Die Sache läuft hier jetzt bereits seit fünf Jahren. Der Beginn. Und so geht es für 2016 weiter:

OLMA 2016 hoch

Einladung 2016. Mit freundlicher Genehmigung der Olma Messen St.Gallen.

Na ja. Bei der bisherigen Qualität der Plakate – seht selbst die letzten 73(!) Jahre – ist das diesjährige Motiv eher unterdurchschnittlich… Es verbleibt natürlich die feine Buchstabenkombination!

Fingerzeig (36) – Geheimtipp „hortus medicus“

1472 wurde in Ingolstadt die erste bayerische Landesuniversität gegründet! Nach 328 Jahren (1800) erfolgte (leider) deren Verlegung nach Landshut und von dort 1826 nach München. Der universitären Zeit verdankt Ingolstadt die „Alte Anatomie“ – ein barockes Hörsaalgebäude mit botanischem Garten für die damalige Medizinische Fakultät. Das Ensemble ist ein wunderbares Kleinod in der südlichen Altstadt, heute Sitz des Deutschen Medizinhistorischen Museums.

Bei der Planung eines modernen Erweiterungsbau hatte man die gute Idee, diesen mit einem Museumscafés auszustatten. Am 26. Juli 2016 öffnete zum erstem Mal das „hortus medicus“ seine Tür. Ich sitze seitdem in wohltuender Häufigkeit am plätschernden Brunnen, den Blick über den Arzneipflanzen- und Duftgarten schweifend, oder auf meiner Taufkirche – dem Liebfrauenmünster – ruhend, und lasse mir Kaffee (vom Ingolstädter Röster District Five; die Milch kommt in Bioqualität von Berchtesgadener Land) schmecken. Wäre ich eine Biene in Ingolstadt, ich würde um Aufnahme in einem der beiden Stöcke am anderen Ende des Gartens ersuchen.

hortus medicus (5)Ein Platz zum Entschleunigen… Dabei sehr behilflich, die beiden sehr lebendigen Pächterinnen des Cafés: Petra Backhausen (rechts) und Patricia Jacobsen (links):

hortus medicus (4)Ihr Anspruch:

„Slow-food“, „vegan“, „clean-food“, „bio“, das sind die neuen Schlagwörter gesunder Ernährung. Unser Anliegen ist es, mit einem ausgewogenen kleinen Speiseangebot der Heilkräuterkunde Tribut zu zollen. Selbst hergestellte Mandelmilch, Energiekugeln, wechselnde Smoothies und abwechslungsreiche Snacks aller Art werden im Café „hortus medicus“ auf dem Speiseplan zu finden sein.

Und weil sie „Slow Food“ erfreulicherweise 🙂 gleich als erstes genannt haben, sind wir dazu natürlich lebhaft ins Gespräch gekommen. Vieles ist hier noch im Fluss. Ich brachte deshalb die Craft-Biere von Riedenburger ins Spiel. Oder das Paracelsus-Zwickl von Stiegl… Eine Idee wäre es auch, eine exklusiv nur hier erhältliche Haustorte im Angebot zu haben. Man könnte diese in einer Art Ausschreibung auf den Weg bringen (ich sitze hiermit in der Jury!). Dabei ist zu hoffen, dass auf jeden Fall die Herren Erhard, Kuttenreich und Knabl eine Kreation ersinnen. Und unbedingt das mundgerecht. Dessen Qualität ist spektakulär und medizinischen Themen steht man aufgeschlossen gegenüber 😉 So konnte ich vor einigen Jahren bei ihnen – endlich kann ich dieses nicht ganz einfache Foto einmal bringen – nachfolgende Kreation für einen Orthopäden (wohl ein Experte für künstliche Hüftgelenke) bestaunen:

hortus medicus 15Gegenwärtig findet sich das „hortus medicus“ noch in der berühmten Kategorie „Geheimtipp“. Nicht mehr lange!

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(35) – Fingerzeig – (37).