Weinfest in Ingolstadt

Zur Stunde geht das Weinschmecker Weinfest 2018 im Schutterhof zu Ende. Es ist seine vierte Ausgabe, die dritte in diesem wunderbaren Biergarten. Und während die Veranstaltung bis letztes Jahr nur jeweils über ein Wochenende dauerte

waren es diesmal zwei. Ich glaube (hoffe) das bleibt so!

Großes Kompliment an Beate und Jürgen Nüßler sowie ihrem Team für Klasse statt Masse – ein Kraftakt in Ingolstadt, wo es anständige(!) Genusskultur zwischen viel Trash und klebrigem VIP-Getue wahrlich nicht leicht hat. Dass dies funktioniert, hat jeder Besucher wieder erleben dürfen – es war rappelvoll und trotzdem entspannt. (Die Wahl zur Weinkönigin hätte es nicht gebraucht …).

Die Wirtsleute von Schutterhof – Andrea und Harald Mödl – landeten zudem einen echten Coup! Da stand doch tatsächlich Sepp Hierl – wer die Wirtshauslegende Stirzer nicht kennt, schaut mal ganz zügig hier und da – an der Nudelpfanne. Schöne Überraschung!

Neben der Biergartenkarte gab es Agnolotti (sehr fein), Penne Amatriciana (heuer erstmals) und ein Knödeltris:

Dieser Arneis – mein Favorit an diesem Wochenende – baut ganz stilvoll eine Brücke ins Piemont. Dort spielt mit dem Slow Food Salone del Gusto und Terra Madre in der kommenden Woche die Musik!

Fest bei den Naturschweinen

Seit letztem Jahr suhlt sich das „Naturschwein“ genüsslich durch eine Vielzahl von Geschichten im Blog. Exemplarisch – was hat es mit diesem Schwein auf sich? – schaue man hier, da und dort.

Am 14. Juli besuchten Slow Food Ingolstadt und viele Konsumenten – besser Ko-Produzenten 😉 – die auch gerne wissen wollen woher ihr Essen kommt, den Hof von Barbara und Michael Weichselbaumer in Pfaffenhofen/Thalhof.

Mit von der Partie die Slow Food-Unterstützer: Claudia und Joseph Huber (Metzgerei Joseph Huber) sowie Christine und Wolfgang Speth (Schinken-Ambiente). Es war ein Fest für Kopf und Bauch! Nachhaltige, regional-bäuerliche Landwirtschaft – Hand in Hand mit echtem Lebensmittelhandwerk.

Alles da – wenn man nur Augen und Ohren öffnet und endlich die widerliche Geiz-ist-geil-Mentalität in die Tonne tritt. Abschweif: Das geht auch auf Volksfesten. Freilich nicht in Ingolstadt… aber z.B. in Paffenhofen (gerade eben vom 7. bis 18. September). Meine Empfehlung: Das – wie schon 2017 – vom Kloster Scheyern (Naturland!) bewirtschaftete Traditionszelt. Und in der Weißbierhütte der Familie Spitzenberger gibt es sogar Bratwurst vom Naturschwein 🙂

Zurück zu eben diesen. Sie haben einen Ringelschwanz – DAS IST LEIDER SCHON ETWAS BESONDERES – weniger als einem Prozent der Schweine in Deutschland ist das vergönnt… Wir sollten alle zusammen dieses Verhältnis umdrehen. Dabei?! Und weil Bilder mehr sagen als Worte:

Fingerzeig (48) – Jetzt auch in Ingolstadt

Wer in Ingolstadt sehr, sehr gutes Eis genießen möchte, hat jetzt die Wahl! Entweder er findet sich – wie gehabt – hier ein. Oder er begibt sich zur Tanke:

Die Total-Tankstelle (Manchinger Straße 84, 85053 Ingolstadt) von Slow Food-Mitglied Markus Spiess entwickelt sich langsam zum Marktplatz für feine Spezialitäten – siehe zum Beispiel hier. Auch das Bierangebot ist nicht schlecht. Und seit Ende August gibt es dort – endlich in Ingolstadt – eine beachtliche Auswahl von Sorten der Bio Eiswerkstatt da´Oberlipp:

„Goldenes-Milcheis“ (Kurkuma-Latte mit Ingwer) ist auch dabei!

(47) – Fingerzeig – (49).

Wenn man OLMA heißt (17) – Plakat 2018 ist da!

The same procedure as every year: Der Hintergrund. Das Motiv 2017. Die Sammlung zum Thema. Und – das Plakat für 2018!

Einladung 2018. Mit freundlicher Genehmigung der Olma Messen St.Gallen.

Kuh, Hahn und Schwein. Unschärfe, die – so interpretiere ich das jedenfalls für mich – auffordert zum persönlichen scharf stellen. Und da gibt es bei allen drei Kreaturen viel Raum und Stoff. Eine mutige, sehr moderne Weiterentwicklung der wunderbaren Plakattradition der Messe. Gefällt mir!

Einladung 2018. Mit freundlicher Genehmigung der Olma Messen St.Gallen.

Einladung 2018. Mit freundlicher Genehmigung der Olma Messen St.Gallen.

Ich schulde noch einen Bericht von meinem Besuch der Messe im letzten Jahr. Und Bonusmaterial aus Zürich. Die liebe Zeit …

Moderne Landwirtschaft – sogenannte

Ich musste es mir einmal vor Ort selbst ansehen. Also machte ich kürzlich beim Motorradfahren einen kurzen Abstecher nach

Das kleine Dorf empfängt einen mit seiner Schokoladenseite. Ich wollt ich wär ein Huhn – bis dahin gerne in Eschelbach…

Kurz nach dem Ortsausgang war es mit der imaginierten Inkarnation als Huhn auch schon wieder vorbei. Gleich zwei dieser Unappetitlichkeiten lagern hier:

Kinderteller! Blick nach rechts: Das personifizierte Grauen erscheint – die größte(!) Hühnermastanlage in Bayern (für 145.000 Tiere):

Ich ahnte ja was kommt. Trotzdem war ich für einen Moment wirklich fassungslos – was für ein W a h n s i n n. Diese Konzentration kann nicht richtig sein. Unter keinem Blickwinkel, unter keinem Aspekt. Es kotzt mich weiter an… Heute in genau zwei Monaten ist Landtagswahl in Bayern – was freue ich mich darauf! Übrigens – wo immer die Kreaturen nach ihrer Erlösung von dieser Anlage auch landen – sie werden, zumindest in unseren Breiten, als regionales (ober)-bayerisches Huhn vermarktet werden… Merke! Regionalität alleine ist gar nichts.

Es sollte beim Geflügel bleiben – auf dem Heimweg war ich auf der Suche nach einer heilsamen Augenweide. Gut, dass ich weiß, wo solche (noch/wieder) zu haben sind. Im Ingolstädter Süden wurde ich fündig. Ich wollt ich wär ein Truthahn: